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Inhalt

Harrison und Travis sind erst zehn Jahre alt, frisch von Zuhause ausgerissen und die Welt um sie herum ist ein einziger großer Spielplatz. In der gottverlassenen Weite von Colorado genießen die Jungs ihre neugewonnene Freiheit, bis sie plötzlich auf ein Polizeiauto mitten im Nirgendwo stoßen. Die Türen sind offen, der Schlüssel steckt, der Waffengurt liegt auf dem Rücksitz – was liegt für zwei naseweise Kinder da näher, als das Ganze als Einladung zu einer spaßigen Spritztour zu verstehen? Kurze Zeit später fegen die beiden mit halsbrecherischer Geschwindigkeit den Highway entlang! Aber sie haben die Rechnung ohne Cop Kevin Bacon gemacht. Der ursprüngliche Besitzer des Wagens hat nämlich mehr als nur die sprichwörtliche Leiche im Kofferraum und fordert äußerst nachdrücklich sein Eigentum zurück. Harrison und Travis befinden sich plötzlich mitten im Kreuzfeuer einer blutigen Verfolgungsjagd. Also aufs Gas! Entlang der unendlich einsamen Straße stoßen sie dabei auf ein paar Gestalten, mit denen wirklich nicht gut Kirschen essen ist ...

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Kritik

Nachdem uns Regisseur Jon Watts kürzlich mit seinem Horrorstreifen Clown mehr oder weniger das Fürchten, vor allem aber das Ekeln lehrte, geht es mit seinem Thriller Cop Car, welcher dieses Jahr auf dem Sundance Filmfestival erstmals aufgeführt wurde, in eine ganz andere Richtung.

Cop Car ist ein relativ minimalistisch gehaltener Film, sowohl erzählerisch, als auch besetzungstechnisch. So agieren lediglich fünf Personen in dem Werk und treiben eine Geschichte voran, deren Hintergründe zwar nicht alle beleuchtet und näher erklärt werden, jedoch, auf ihre reduzierte Art, auch so ganz ordentlich funktioniert. Der erste Part gehört seinen beiden Jungdarstellern, zwei Jungen im Alter von etwa zehn Jahren, welche, ohne dass auf die Gründe dafür eingegangen wird, durch die menschenleere Gegend von Colorado ziehen, ihre Freiheit genießen, herumalbern und einfach Spaß haben. Ein herumstehendes Polizeiauto im Nirgendwo, in welchem auch noch die Schlüssel stecken, ist für die beiden natürlich die Eintrittskarte in ein großes Abenteuer, dessen Konsiquenzen den beiden natürlich nicht bewusst ist. Kinder eben. Wie die zwei so schnell das Autofahren erlernen sollte man als Zuschauer lieber nicht hinterfragen, die beiden geben selbst an, ihre Fähigkeiten aus Mario Kart erlernt zu haben, was zwar zum schmunzekn bringt und den lockeren, humorvollen Ton des Films widerspiegelt, glaubwürdig macht das die folgenden Szenen jedoch nicht. Seis drum.

Sobald die beiden im Wagen sitzen schaltet der Film zum Besitzer über, einem korrupten Cop mit einem der furchtbarsten Schnauzer der Filmgeschichte, klasse gespielt von Kevin Bacon. Man erfährt mehr über den Wagen und über den Schlamassel in welchem der Cop nun steckt. Denn abgesehen vom Verlust seines Autos und seines Hab und Guts befindet sich auch ein gefesselter, blutig zusammelgeschlagener Mann im Kofferraum. Und so zieht das Tempo von nun an etwas an und aus dem Film, der zuvor noch eher in Richtung Comedy ging, entwickelt sich so langsam ein Crime-Thriller. Doch bis kurz vor seinem Finale behält Cop Car, trotz der heiklen Situation aller Beteiligten, seinen Humor bei. Gerade aus Sicht der beiden Kinder, die den Ernst der Lage überhaupt nicht einschätzen können und für die das Ganze ein spaßiges großes Abenteuer ist, ergeben sich so zahlreiche humorvolle Momente. Wenn die beiden beispielsweise das Waffenarsenal auf dem Rücksitz entdecken, sich eine kugelsichere Weste anziehen und diese sogleich untereinander austesten wollen, ist es aus Kindersicht natürlich absolut cool, dem Zuschauer stockt dann aber schon Mal der Atem. Amüsant ist das Ganze dennoch.

Zum Finale macht der Film dann einen deutlichen Stimmungswechsel durch und den Kindern werden nun all die Konsequenzen ihres Handelns bewusst. Spätestens hier ist nun Schluß mit lustig, das Ganze artet dramatisch aus. Zwar ist das Ganze alles andere als unverhersehbar, ein wenig Spannung kommt dennoch auf. 

Kevin Bacon leistet als zwielichtiger Cop gute Arbeit und schafft es sowohl den schwarzen Humor zu transportieren, als auch richtig bösartig rüberzukommen. Klasse sind auch die beiden Jungdarsteller, James Freedson-Jackson und Hays Wellford, zwei bisher unbekannte Gesichter, die sehr natürlich und glaubwürdig zu agieren.

Fazit

Unterhaltsam ist Cop Car durchaus. Jedoch auch einfach gestrickt, mit einem nicht immer idealen Pacing. Es stellt sich das Gefühl ein, dass noch Luft nach oben gewesen wäre. Wer aber Lust auf einen cool aufgelegten Kevin Bacon hat und einfach nach ein wenig bitterbösen Spaß giert, wird mit Cop Car alles andere als schlecht bedient.

Autor: Sebastian Stumbek

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