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30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K, ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, welches das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard, einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.
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Kritik

Als Blade Runner 1982 erschien hatte er es weder bei Kritikern noch beim Publikum besonders einfach. Ridley Scotts Sci-Fi-Thriller avancierte erst danach zum Kultfilm, der bis heute ein ganzes Genre prägen sollte und auch den Cyberpunk populär machte. Basierend auf der Romanvorlage "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" von Philip K. Dick wusste Blade Runner gekonnt mit Film Noir- und Sci-Fi-Elementen umzugehen und faszinierte zudem durch seine mythologischen und philosophische Bezüge, die für reichlich Diskussionsstoff sorgten.

Auch wenn mit späteren Fassungen wie dem zuletzt erschienenen Final Cut ein offenes Ende eingebaut wurde, das die Frage aufwarf, ob Rick Deckard nicht womöglich selbst ein Replikant sei, galt Blade Runner lange Zeit nicht unbedingt als wahrscheinlichster Kandidat für eine Fortsetzung. Verständlich, dass ein dann doch angekündigte Nachfolger für gemische Gefühle unter Filmfans sorgte, immerhin setzt das Original die Messlatte ungemein hoch. Ridley Scott sollte zunächst selbst wieder auf den Regieposten zurückkehren, trat dann jedoch überraschend zurück und überließ Denis Villeneuve die Aufgabe, während er zumindest als Produzent beteiligt blieb. Villeneuve, der in den letzten Jahren mit Filmen wie Sicario, Prisoners oder Arrival sein Können mehrmals unter Beweis gestellt hat, hatte mit dem neuen Blade Runner 2049  die bis dato wohl größte an ihn gerichtete Erwartungshaltung zu erfüllen. Und siehe da, der Mann schafft das Unmögliche und weiß erneut zu überzeugen!

Blade Runner 2049 setzt, wie der Name schon andeutet, 30 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Films an. Wen interessiert, was dazwischen alles passiert ist, dem seien die drei zuvor erschienenen Kurzfilme "Black Out", "Nexus Dawn" und "Nowhere to Run" empfohlen, die einige wichtige Ereignisse, welche Blade Runner 2049 umreißt, etwas vertiefen. Viel zur Handlung des Films soll an dieser Stelle gar nicht preisgegeben werden, um niemandem den Spaß zu verderben. Was sich aber sagen lässt: Blade Runner 2049 erzählt die Geschichte des Originalfilms konsequent und sinnvoll weiter, ergründet dabei einige neue interessante Wege und Ideen, bleibt aber stets eng verwoben mit den Ereignissen des Vorgängers. Die Geschichte wartet mit einigen Überraschungen auf, beantwortet einige lang gestellten Fragen, hüllt sich aber auch gern in Geheimnisse, ohne alle Mysterien preiszugeben. Der philosophische Ansatz wird vertieft und ermöglicht erneut eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Stoff. Kurzum: Hampton Fancher und Michael Green haben ein insgesamt starkes Script auf die Beine gestellt, über das man sich bei einer Blade Runner-Fortsetzung durchaus glücklich schätzen kann. Es hätte nämlich ganz leicht in die Hose gehen können.

Wichtig für einen Blade Runner-Film ist auch seine handwerkliche Umsetzung. Das Original war mit seinem schicken Artwork, den gut platzierten Spezialeffekten, dem stimmungsvollen Spiel mit Licht und Schatten sowie der überaus packenden Atmosphäre seiner Zeit weit voraus und hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. Glücklicherweise ist Denis Villeneuve ein Visionär, der in Blade Runner 2049 den Geist der Vorlage eingefangen hat und trotz moderner Technik für Kontinuität sorgt. Statt nun alles am Computer zu generieren setzt der neue Film weiterhin auf echte Modelle und teils wunderschöne Sets und reichert die Szenen geschickt mit CGI an, ohne jemals aufdringlich zu werden. Ein homogenes Gesamtbild mit Retroflair ist das Ergebnis, das dem Original treu und zugleich sehr zeitgemäß wirkt. Klasse!

Ein wichtiges Merkmal des Originalfilms war sicherlich auch die hypnotische Musik von Vangelis. Villeneuve hat zunächst seinen Stammkomponisten Jóhann Jóhannsson mit an Bord gebracht, sich von diesem jedoch schon bald wieder getrennt, da er Gerüchten zufolge stilistisch zu sehr abwich. Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch sprangen kurzerhand ein und mussten es richten. Das Ergebnis ist ein hervorragender Soundtrack, der den Vibe der Vangelis-Vorlage gekonnt einfängt. 

Ryan Gosling gibt den gewohnt schweigsamen, coolen Typen, passt damit in das Blade Runner-Universum aber auch überaus gut hinein. Jared Leto tritt hier als Niander Wallace das Erbe von Dr. Eldon Tyrell an, hält sich trotz interessanter Rolle aber leider etwas zu sehr im Hintergrund, gern hätte man mehr von ihm gesehen. Freuen darf man sich über das Auftauchen von Harrison Ford als Rick Deckard, dessen Figur zwar wichtig für die Geschichte des neuen Films ist, jedoch nur in wenigen Szenen dabei ist. In Blade Runner 2049 gehört die Bühne hauptsächlich Ryan Gosling.

Mit 163 Minuten ist Blade Runner 2049 rund 45 Minuten länger als sein Vorgänger - definitiv eine stolze Spielfilmdauer. Dass es trotz weitestgehend ruhigen Aufbaus zu keinen Längen kommt, liegt am guten Script und der packenden Atmosphähre, mit welcher Blade Runner 2049 aufwarten kann. Dazu muss man natürlich aber auch Lust auf den Stoff haben und den Vorgänger nach Möglichkeit noch präsent im Kopf haben, um alle Verweise zu verstehen und dadurch die Handlung in vollen Zügen genießen zu können. Ob es irgendwann noch einen dritten Teil geben wird sei an dieser Stelle nicht ausgeschlossen, ein Hintertürchen für eine Weiterentwicklung der Geschichte hat sich der Film diesmal gleich offengehalten.

Fazit

Der Nachfolger eines Kultwerks, bei dem so viel hätte schiefgehen können. Denis Villeneuve meistert seine Arbeit an “Blade Runner 2049“ mit Bravour und präsentiert uns einen Film, der sowohl narrativ als auch handwerklich eine beeindruckende und auch würdige Fortsetzung darstellt!

Autor: Sebastian Stumbek

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