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Eine Kinderhand knallt an die verregnete Scheibe, das Mädchen ringt nach Luft. Mit einem ohrenbetäubenden Rattern nähert sich ein Zug und plötzlich ist alles wieder vorbei. War das real? Halluzinationen, Paranoia, Traumata – eigentlich ist Peter als Psychologe ja für die geistige Gesundheit anderer zuständig. Als eine Reihe seltsamer Patienten aber anfängt ihn in Albträumen und Visionen zu verfolgen, beginnt der Arzt erstmals an seinem eigenen Verstand zu zweifeln.

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Kritik

In den letzten Jahren beschäftigte sich Michael Petroni vorwiegend mit dem Schreiben von Drehbüchern ("Die Bücherdiebin", "The Rite - Das Ritual"), für seinen neuen Spooky-Geisterthriller "Backtrack" nimmt er zusätzlich auch nach vielen Jahren wieder auf dem Regiestuhl platz. Wir haben uns das Gruselwerk auf dem Fantasy Filmfest 2015 angeschaut und möchten nun das ernüchternde Ergebnis wiedergeben.

Ein wenig erinnert "Backtrack" an "The Sixth Sense". Adrien Brody, der hier einen Psychologen spielt, bekommt immer häufiger Besuch von Geistern, die auf seiner Couch Platz nehmen. Das mag von vornherein zwar noch nicht klar sein, wird aber recht fix enthüllt, so dass es sich hierbei tatsächlich um keinen Spoiler handelt. Warum der Herr nun Besuch aus dem Totenreich erhält und immer wieder von merkwürdigen Visionen geplagt wird, das gilt es in den kommenden 90 Minuten herauszufinden. Die Verstorbenen schmeißen dabei immer wieder einzelne Brotkrümel vor seine Nase, um ihn auf die richtige Fährte zu locken, da sie ihm scheinbar etwas mitteilen wollen. Ein bisschen Nachforschung hier und da, und die Reise bringt ihn zu seinem Heimatort, wo er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss, welche scheinbar die Ursache für den ganzen Spuk ist.

Die Geister lassen es sich natürlich nicht nehmen, ihre Botschaften in Form von zahlreichen Jump-Scares mitzuteilen. Diese deuten sich meist schon vorab an und bedienen sich auch wieder einer sehr einfachen und von den Machern faul gewählten Methode, indem sie mit lautstarkem Sound begleitet werden. Zartbesaitete Zuschauer mag das sicherlich erschrecken, doch wer bei einem Blick aus dem Fenster, bei dem die Musik verdächtig aussetzt und wo scheinbar nichts zu sehen ist, dann tatsächlich aufschreckt, sobald mit großem Wumms etwas an die Scheibe knallt, hat scheinbar noch nicht viele Horrorfilme gesehen.

Man sollte "Backtrack" aber zu Gute halten, dass er produktionstechnisch tatsächlich ganz gut umgesetzt ist. Der Film sieht schick aus und ist technisch ganz ordentlich ausgefallen. Auch die Darsteller spielen allesamt sehr solide. Adrien Brody passt mit seinem Dackelblick wunderbar in die Hauptrolle hinein und kann den Schrecken, die Angst und die Verzweiflung somit ganz ordentlich rüberbringen. Auf Sam Neill braucht man sich dagegen nicht freuen, seine Rolle ist nicht nur sehr kurz ausgefallen, sondern auch recht unbedeutend. Schade drum.  

Was es nun mit den Fahrrädern, einem Zug, einem mysteriösen Auto, einem alten Schul-Anstecker und vielen anderen Details aus den Visionen und Recherchen des Psychologen auf sich hat, wird dem Zuschauer nach und nach enthüllt. Das mag zwar nicht gänzlich uninteressant sein und weist teilweise auch ein wenig Spannung auf, ist aber auch weit davon entfernt, besonders originell, clever oder überraschend zu sein. "Backtrack" kommt auch mit so einigen Twists daher, vom Hocker hauen tun sie jedoch nicht.

Fazit

Ein Geister-Thriller, der weder Horror- noch Thrillerfans vollends zufriedenstellen dürfte. "Backtrack" versucht es beiden Seiten recht zu machen, bewegt sich dabei aber zu sehr auf altbekannten Pfaden, so dass es ihm nur durchnittlich gut gelingt. Dank sauberer produktionstechnischer Umsetzung und einem gut auferlegtem Brody für Genrefans sicher dennoch einen Blick wert.

Autor: Sebastian Stumbek

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