Im Westen Nichts Neues- und Konklave-Regisseur Edward Berger könnte schon bald ein weiteres prominentes Projekt übernehmen. Berger wird aktuell mit einer Filmbiografie über den ehemaligen Radsportstar Lance Armstrong in Verbindung gebracht – ein Vorhaben, das seine ohnehin umfangreiche Projektliste weiter anwachsen lässt.
Biopic über Aufstieg und Absturz
Austin Butler (Caught Stealing) soll Armstrong verkörpern, das Drehbuch schreibt Zach Baylin, der mit King Richard und Bob Marley: One Love bereits Biopic-Erfahrung gesammelt hat. Mehrere Studios sollen sich in einem Bieterwettstreit um das Projekt befinden. Armstrong selbst hat die Rechte an seiner Geschichte freigegeben und ist in die Entwicklung eingebunden. Inhaltlich soll der Film den extremen Erfolg und den tiefen Fall des Radfahrers nachzeichnen. Vorgestellt wurde das Projekt als F1 trifft auf The Wolf of Wall Street.
Der Produzent des Films machte laut Insider*innen von Beginn an klar, dass eine Verfilmung nur infrage komme, wenn sie ohne Verharmlosung erzählt werde. Nach langen Gesprächen stimmte Armstrong dieser kompromisslosen Darstellung zu. Seine Geschichte gilt als tragisches Kapitel des US-Sports: vom Krebsüberlebenden und Serien-Tour-de-France-Sieger bis zum späten Geständnis systematischen Dopings, das seine Karriere beendete.
Viele Projekte für Berger, nicht der erste Armstrong-Film
Für Berger wäre das Armstrong-Biopic nur eines von mehreren Vorhaben. Erst kürzlich schloss er sich dem Netflix-Projekt Stradivarius an, zudem ist er weiterhin mit dem Zeitreise-Thriller The Barrier (ebenfalls mit Austin Butler) verbunden. Auch ein Film über den in Russland inhaftierten Journalisten Evan Gershkovich für Amazon/MGM sowie seine Beteiligung am nächsten Jason Bourne-Film stehen weiterhin im Raum – sofern die jeweiligen Projekte realisiert werden. Momentan im Dreh befindet sich derweil The Riders mit Brad Pitt in der Hauptrolle.
2015 erschien mit The Program - Um jeden Preis bereits ein Drama rund um Armstrong und seine Vergehen bei der Tour de France. Besetzt mit Ben Foster als Armstrong und inszeniert von Regisseur Stephen Frears (Florence Foster Jenkins) ging der Film damals relativ unter. Ebenfalls zum Cast gehörte noch Jesse Plemons und Dustin Hoffman. Den Trailer gibt es hier.