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R123Rob

Kritik von R123Rob

Gesehen: November, 2016

Diese Kritik enthält Spoiler.

“Rooms seemed hotter when he was in them. Rains fell straighter. Clocks slowed. Sounds were amplified.” „Do you want to be like me? Or do you want to be me?”

Ganz großer Applaus! Wow… das hat mich abgeholt. Keine Helden. Keine Heldentaten. Keine Verherrlichung des brutalen Banditen. Kein Gut/Böse. Keine Lobgesänge für den „neuen“ Helden, stattdessen Opfer der Gesellschaft. Kein typischer Western. Ein 160 minütiges Geschenk par excellence. Gesichter, die mehr als 1000 Worte sagen: Neid, Freude, Verachtung, Enttäuschung, blankes entsetzen. Menschen, die tief im Inneren mit ihren Schwächen kämpfen. Eine zu jeder Zeit tief unter die Haut gehende Bedrohung bis hin zur spürbaren Angst, umgeben von traumhaften Landschaftsaufnahmen mit melancholischer Note. Intelligente Dialoge. Hier bekommt das leidenschaftliche Filmherz mMn alles geboten. 

“No. I haven't been acting correctly. I can't hardly recognize myself sometimes when I'm greased. I go on journeys out of my body and look at my red hands and my mean face and I wonder about that man who's gone so wrong. I've been becoming a problem to myself.“ 

Brad Pitt und Casey Affleck spielen derart packend, dass man in der Tat das Gefühl bekam, die Raumtemperatur würde steigen. Die Ermordung Jesse James berührt so sehr, dass man fast schon losschreien möchte. Der vorherige immer intensivere Stufenaufbau entfaltet sich hier zum absoluten Höhepunkt. Einfach elektrisierend. Große Kunst! Ein großartiger Nebencast ergänzen diese perfekt: Ted Levine, ein total fertiger Sam Rockwell, Paul Schneider, sowie ein kantiger Jeremy Renner. Ein gigantisches Charakterportrait. 160 Minuten purer Genuss. Ein absolutes Meisterwerk!

https://www.youtube.com/watch?v=qaHC-vZTlQM

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