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Inhalt

Die Welt braucht Derek Zoolander mehr denn je! Denn bereits mehrere Berühmtheiten wurden ermordet. Und alle haben während ihres letzten Atemzugs noch schnell ein Selfie im "Blue Steel"-Look gemacht. Eigentlich hat die Modebranche Derek vergessen, er und Hansel haben sich zur Ruhe gesetzt. Doch ohne ihre Hilfe ist die gesamte VIP-Welt in großer Gefahr. Dass auch Modezar Mugatu wieder seine Finger im Spiel zu haben scheint, macht das Ganze nicht einfacher. Die Rettung aus dieser mehr als bedrohlichen Lage erfordert den geballten Intellekt der beiden Ex-Models. Die notwendige Unterstützung bekommen sie dabei von der resoluten Interpol-Agentin Valentina, die immer noch darunter leidet, dass sie wegen ihrer beachtlichen Oberweite als Model nie High Fashion präsentieren durfte, sondern auf Bademoden und Unterwäsche reduziert wurde.
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Kritik

In seiner Laufbahn als Regisseur von garstigen Komödien hat Ben Stiller schon mit einigen Dingen abgerechnet: der Auswirkung von Fernsehkonsum auf die labile Psyche des Menschen ("The Cable Guy"), dem eiskalten Hollywood-Kommerz ("Tropic Thunder") und in "Zoolander" eben mit der Fashion-Szene, ihrem abstrusen Kostümirrsinn, den dürren Beinen, langen Laufstegen und Gurkenscheiben-Diäten. Dass es Stiller dabei weniger um scharfsinnige Satire als quietschigen Unfug geht, ist jedem klar, der "Zoolander" gesehen hat - die Frage was das erste Sequel in seiner Regiekarriere noch anzubieten hat, außer eben einer nostalgischen Revue bekannter wie beliebter Kult-Gags, steht also im (Umkleide-)Raum. Die schöne Nachricht: Aus den brav-biederen Gefilden, in denen Stiller sich 2013 noch mit dem peinlichen "The Secret Life of Walter Mitty" wiederfand (und damit quasi in einem Film, der auch Teil der Fake-Trailer-Show am Beginn von "Tropic Thunder" hätte sein können), ist Stiller mit "Zoolander 2" wieder ganz offiziell ausgebrochen.

Die Fortsetzung des Kulthits erweist sich als farb- wie gagexplosiver Epilepsieanfall von Film, weniger eine kohärente Geschichte erzählend als ab einem gewissen Punkt nur noch Sketch für Sketch aneinanderreihend und dabei in einem größenwahnsinngen, beinahe hysterischen Kraftakt alle Frat-Pack-Register ziehend, bis man als Zuschauer glaubt jeden Moment in Ohnmacht fallen zu müssen. So laut, so wild, so non-fucking-stop ist dieser Film. In dieser beinahe-Form von bewundernswerter Kinetik steckt etwas ähnlich Geniales wie im ersten Teil, an dessen äußerst spezielle Exzentrik "Zoolander 2" verzweifelt anzuschließen versucht, um sie in einer ähnlichen Form von selbstzerstörerischem Wahnsinn durch die Decke zu jagen wie Adam McKay vor zwei Jahren mit "Anchorman 2". Aber die schlechte Nachricht ist: Wo McKay und sein Team verstanden hatten, dass die Fans die nicht gleichen Witze noch mal aufgewärmt sehen wollen und die in Vine-, Meme- und ganz allgemein Internet-Kanon eingeflossenen Anchorman-Kultgags liebevoll zu einer Hommage ihrer selbst arrangierten, fällt Stiller bei "Zoolander 2" kaum noch Originelles ein. 

So gerät der Film zu einer sichtbar angestrengten Wiederholung seines Vorgängers. Will Ferell darf als Mugatu seiner rechten Hand Todd wieder den "foamy latte" ins Gesicht schütten, anschließendes Blickduell inklusive. Im ersten Teil noch das Lachgetriebe sprengend, wartet man in "Zoolander 2" vergeblich auf den Twist, den Stiller und sein Autorenduo dem Gag verpasst haben. Stiller spielt nicht mit dem ersten Teil, er übersetzt ihn eine 15 Jahre spätere Gussform, das nostalgische Zurückbesinnen gerät zur bloßen Wiederholungstat und einige plumpe puns, Austeiler Richtung Hipster-Szene und fatshaming-Szenen später glaubt man, Stiller haben seinen filmisches Esprit, seinen garstigen Biss und sein komödiantisches Timing irgendwo auf den Walter-Mitty-Irrfahrten liegen lassen. Frei von Lachern ist der Film selbstverständlich nicht, dazu spürt man beim Ensemble-Cast eine zu sprühende Spielfreude und wenn uns Pop-Sternchen Justin Bieber in der Eröffnungsszene herrlich genüsslich an seinem von der Internet-Hate-Kultur herbeigesehntem Tod Teil haben lässt, begegnet "Zoolander 2" seinem Vorgänger sogar kurz auf Augenhöhe.

Freigemacht von erzählerischen und kreativen Fesseln wirkt dann das große Finale, das sich wie ein einziger stream-of-consciousness Ben Stillers der "und dann, und dann"-Narration unterwirft und einen Tornado an klamaukiger Beliebigkeit lostritt. In allen erdenklichen Farben und Tönen wütet "Zoolander 2" dann über die Leinwand, es donnert und kreischt so gewaltig, ehe im Abspann noch mal einen Relax-Remix durch die Kinoboxen geschmettert wird. Diese Endminuten, sie erinnern an die Hpynose-Sequenz aus Teil 1 auf Kokain, so bekloppt und voller cineastischem Wahnsinn stecken sie. Und entfachten bei mir dabei einen Zwiespalt aus Begeisterung und Ekel, den ich nach einer Sichtung noch nicht ganz einzuordnen weiß. Das Traurige aber ist, dass mir der Gedanke, diesen Zwiespalt mit einer weiteren Sichtung zu beseitigen, nicht sonderlich behagt.

Fazit

Ben Stiller jagt das Sequel zu seiner Kult-Komödie in beinahe allen Bereichen durch die Decke und entfesselt im großen Finale einen kunterbunten Tornado an Ideen, Gags und Cameos, der aber leider öfter Nerven statt Lachmuskeln strapaziert. "Zoolander 2" macht in seinen besten Momente großen Spaß, in seinen schlimmsten (und leider zahlreicheren) ist er ein quälend hysterischer Aufguss des viel besseren Vorgängers.

Autor: Nikolas Friedrich

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