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Eine einst mächtige Königin wird in unserer heutigen Zeit zu neuem Leben erweckt. Vor Jahrhunderten von Jahren wurde sie in einer Gruft tief unter der Wüste begraben. Damals wurde sie zu Unrecht ihrer Bestimmung beraubt - und nun übersteigen ihre unermesslich gewachsene Bosheit und zerstörerische Wut jede menschliche Vorstellungskraft...
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Kritik

Franchise it!

Mehr Filme bringen mehr Geld, zumindest in der Theorie. Diese Weisheit scheint sich auch in Hollywood nach wie vor zu halten, ist es derzeit doch Ziel eines jeden Studios, eigene Filmuniversen zu erschaffen, die die Zuschauer wiederholt ins Kino locken und zu Geldgaranten avancieren. Und während Disney dies seit Jahren erfolgreich schafft, Warner sich derzeit auf dem aufsteigenden Ast befindet und Fox den drohenden Untergang händeringend abwenden will, bemüht sich auch Universal um ein eigenes Cineverse: Das so genannte Dark Universe, das alte Monsterhelden rund um Dracula, den Unsichtbaren Mann, Dr. Jekyll, Frankenstein und viele mehr auf der großen Leinwand vereinen soll. Startschuss dieses Dark Universes und vermutlich auch dessen Generalprobe, ist ein Remake von Die Mumie, für das Universal tief in die Tasche griff und Stars wie Tom Cruise (Jack Reacher 2 - Kein Weg zurück) und Russel Crowe (The Nice Guys) verpflichtete und auf dessen Schultern die Zukunft des Dark Universe nun ruht. 

Doch um es gleich vorweg zu nehmen: wenn das Dark Universe qualitativ dort anschließt, wo Die Mumie aufhört, erwartet uns nur erneut ein großer Franchiseflop. Dieser Film sprüht nämlich an allen Ecken und Enden vor Kreativlosigkeit und mangelnder erzählerischer Dynamik. Und mutet es doch eigentlich selbstverständlich an, dass sich Universal beim Eingangsfilm ihres neuen Franchises extra viel Mühe geben sollte, klappert Die Mumie nur mustergütig ein Klischee nach dem anderen ab und versinkt, trotz einiger guter Momente, in den Tiefen der Belanglosigkeit.

Zumindest ein paar Dinge kann man an Die Mumie allerdings positiv hervorheben. So stimmt der Look des Films über weite Strecken: die Mumien und Monster sehen furchterregend aus, die Gruften wirken düster und klaustrophobisch und auch das CGI macht insgesamt eine gute Figur (obwohl man sich an manchen Stellen ein paar Practical-Effects mehr hätte wünschen können). Der Horroraspekt an Die Mumie kommt somit niemals zu kurz und erreicht in mancher Szene sogar einen erstaunlich hohen Gewaltgrad, der sich gut in die Atmosphäre des Films einpasst. 

Tonal will der Film trotzdem nicht überzeugen, was vor allem am forcierten Humor liegt. Jake Johnson (New Girl) wirkt als Comic-Relief total unpassend in die Geschichte geworfen und auch Cruises Machosprüche laden primär zum Fremdschämen ein und lassen jede Form von Charme vermissen. Charme ist auch das Zauberwort, dass Die Mumie am Ehesten von der 1999er-Version unterscheidet, auf die man vermutlich die gleichen Kritikpunkte anwenden könnte wie hier, die dies aber immer mit einer angenehmen Note Charme überspielen konnte. Der 2017er Version gelingt das nicht: zu viel wirkt hier uninspiriert von der Stange gegriffen, die Figuren sind leere Hüllen, ohne echte Form von Drive (Annabelle Wallis' Figur hätte man sogar komplett streichen können) und auch die Actionszenen kommen über ein schulterzuckendes nett nicht hinaus. Zwar hüllt Regisseur Alex Kurtzman (Zeit zu leben) seinen Film in durchaus ansprechende Bilder, einen bleibenden Eindruck können hier aber weder die Inszenierung noch das extrem holprige Drehbuch hinterlassen. 

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Franchiseaspekt des Films. Dieser wird in Die Mumie nämlich so plakativ angewandt, dass der Film schon fast als Metakommentar zum derzeitigen Franchiseproblem Hollywoods verstanden werden kann. Gerade gegen Ende wird  dem Zuschauer die Öffnung des Monsteruniversums so mächtig aufs Auge gedrückt, dass man die Lust auf dieses Dark Universe schon fast verliert. Und zu allem Überfluss zieht dieser Aspekt Die Mumie selbst noch einmal enorm runter, fühlt dieser sich doch nur wie ein Prolog für etwas viel Größeres an. Und nicht mal wie ein besonders guter. 

Fazit

Universals Startschuss ins Dark Universe geht in die Hose. "Die Mumie" ist ein uninspirierter, höchst durchschnittlicher Actionfilm, der weder mit dem Charme des 99er Remakes mithalten noch in den ausschweifenden Actionszenen nachhaltig beeindrucken kann. Was bleibt ist ein Film mit nettem Design und einigen guten Momenten, der dem Zuschauer seine Teilhaftigkeit am Franchise aber so nachhaltig einhämmert, dass man am Ende gar keine Lust mehr auf Universals neues Cineverse hat.

Autor: Thomas Söcker

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