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Drogen sind ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebens – zumindest für eine Gruppe drogenabhängiger Jugendlicher aus dem schottischen Edinburgh. “Trainspotting” erzählt uns aus ihrem Leben, vom Entzug und von den Schönheiten der Drogen, vor allem von Heroin; aber auch von der Kunst, keine Arbeit zu finden, und von den anderen Kleinigkeiten im Leben eines Junkies. Wie in “Kleine Morde Unter Freunden” arbeiteten auch hier wieder Andrew MacDonald, John Hodge und Danny Boyle zusammen, und drehten mit dem Minimalbudget von 1,5 Mio. Pfund diesen Film, der von der Atmosphäre stark an “Clockwork Orange” erinnert.

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Kritik

„Wünschen der Herr vielleicht als Entré ein Knoblauchbaguette?“ – „Nein danke, ich beginne direkt mit der intravenösen Injektion harter Drogen.“ – „Wie Sie wünschen, Sir. Wie Sie wünschen…“

Regisseur Daniel „Danny“ Boyle hat sich in den letzten 20 Jahren zu einer wahren Größe des internationalen Kinos entwickelt. Mit seiner zweiten Regiearbeit lieferte er im Jahre 1996 den kommerziell erfolgreichsten Film Großbritanniens ab; und zwar des ganzes Jahrzehnts. Die Geschichte um eine Gruppe Junkies in Schottland hat eine große Popularität erreicht und ist ein junger (inzwischen auch schon volljähriger) Kultfilm.

Trainspotting" spielt im Großbritannien der später 80er Jahre, einer Zeit unter der Herrschaft von Margaret Thatcher. Diese gilt bis heute als umstritten, Fakt ist aber, dass die größte Insel Europas in den 70er und 80er Jahren mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatte. Er spielt in einer Zeit, in der in England und auch in Deutschland die Anzahl der Drogentoten von Jahr zu Jahr zunahm. In diese Welt aus „konstruktiver Freizeitbeschäftigung“ entführt uns „Trainspotting". Dabei bedient sich das befreundete Trio aus Regisseur Boyle, Drehbuchautor John Hodge und Produzent Andrew Macdonald einem erzählerischen Kniff, der gerne und oft verwendet wird. Das Konzept vom Aufstieg und Fall funktioniert einfach immer. Doch richtige Aufstiege erlebt hier keiner, von ganz unten ist es ja auch bekanntlich schwer, hoch hinaus zu kommen. So beschränken sich besagte Aufstiege auf die kurzen Drogentrips und ebenjene Fälle, wenn sie ein ums andere Mal auf den harten Boden der Realität zurückverfrachtet werden. Apropos Boden, den sehen unsere „Neuen Helden“, wie der deutsche Untertitel zum Film auf der Filmhülle verrät, in regelmäßigen Abständen. Ob von der Polizei auf den Boden gedrückt oder einfach als Schlafplatz, der Film spielt viel in der Horizontalen.

Doch der Film wäre nicht zum Kultstatus avanciert, hätten man mit einem übergroßen, erhobenen Zeigefinger, einem 80er Dokumentarfilm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gleich, alle Auswirkungen von Drogen und deren negativen Folgen gebetsmühlenartig runter gerasselt. Vielmehr setzt der Film, frei nach der Romanvorlage, auf Witz und gekonnte Inszenierung. Wer kennt sie nicht, die schmutzigste Toilette Schottlands, in der unser „Held“ Mark (Ewan McGregor) kurzerhand abtaucht. Den Humor kann man getrost als deftig beschreiben. Hier reiht man sich nahtlos ein in die Ende der 90er/Anfang der 00er sehr erfolgreichen Gangster-Komödien von Guy Ritchie. Mit einer gehörigen Portion Fäkalhumor bleibt dem durch Mangel an Ähnlichem ungeübten Betrachter sicher mehr als einmal das Lachen im Halse stecken. Für alle anderen reiht sich eine skurrile, manchmal auch surreale Situation an die Nächste.

„Trainspotting" wurde von Einigen dahingehend kritisiert, dass der Drogenkonsum durch die Coolness und die spaßigen Eskapaden der Charaktere glorifiziert werden würde. Betrachtet man den Film aber in seiner Gesamtheit, steht neben Coolness auch das Elend durch die Sucht, mehr als einmal drastisch im Film dargestellt, im Fokus. Der Film entfaltet eine ähnliche Wirkung wie „Christiane F.- Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1981) oder „Requiem for a Dream“ (2000) und kann ohne Zögern in einem Atemzug mit besagten genannt werden.

Fazit

Sag ja zu Mark, Spud, Begbie, Tommy und Sick Boy. Sag ja zu einem der besten britischen Filme der letzten 20 Jahre. "Trainspotting" liefert coole Charaktere, ein stellenweise unglaublich gutes filmhandwerkliches Geschick, einen genialen Soundtrack mit dem Besten der Besten von der Insel und eine in allen belangenen gelungenen Geschichte. Ein Film, den es lohnt immer und immer wieder zu sehen, einfach weil er rockt.

Autor: Magnus Knoll

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