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Inhalt

Nach einem mißglückten Neustart in Amsterdam verlässt die Australierin Jennifer fluchtartig die holländische Grachtenmetropole. Gemeinsam mit einem wortkargen Ex-Marine, einem abgehalfterten Arzt und einer Handvoll anderer seltsamer Touristen landet sie in einem klapprigen Sightseeing-Bus, der die Besucher auf eine Reise in das ländliche, das echte Holland mitnimmt und dann genau dort seinen Dienst verweigert. Die halb verfallene Windmühle in der Nähe, die auf keiner Karte verzeichnet ist, bietet dem zusammengewürfelten Grüppchen mit ihrem morbiden Charme Unterschlupf. Sie erfahren dort von der blutrünstigen Legende, die besagt, dass ein teufelsanbetender Müller damals die Knochen der Einwohner in der Getreidemühle mahlte. Und da sie alle durch dunkle Geheimnisse geeint werden, lauert im dunklen Tann bereits die untote Sagengestalt, um mit Hilfe ihrer mörderisch scharfen Sense an den ahnungslosen Todgeweihten Rache zu üben.

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Kritik

Unsere Lieblingsnachbarn, die Holländer, sind ja nicht unbedingt für das Horrorgenre bekannt. Nichts desto trotz kommt hier und da immer mal wieder ein Horrorstreifen aus dem Land der Frikandel. Dies klappt mal besser (Verfluchtes Amsterdam) und mal schlechter (Fahrstuhl des Grauens). Doch so langsam kommt Bewegung ins Genre Horror aus Holland. Vor gar nicht allzu langer Zeit erschien der Slasher Scream Week. Und nun, 2017, erscheint der Genrebeitrag The Windmill Massacre bei uns im Handel. Groß prangert das Ab 18 Siegel auf dem Blu-ray Cover, welches uns ebenfalls verspricht, hier einen Hybriden aus Jeepers Creepers und Freitag der 13te in der Hand zu halten. Grund genug einen Blick auf das Erstlingswerk von Nick Jongerius zu werfen.

Eins muss vorab gesagt werden; Bei The Windmill Massacre handelt es sich nicht um ein hochbudgetiertes Werk. Eher als B oder C-Movie konzipiert, merkt man dem Film häufiger an, dass es einfach an Geld fehlte. Wichtiger ist daher eher, was aus den begrenzten Mitteln gemacht worden ist. Und da schwankt es von, sehr gut bis hin zu grausig. Fangen wir mit dem Guten Dingen an und das sind ganz klar die Splatterszenen. Zwar bleibt das titelgebende Massaker aus, jedoch geht es äußerst blutig zur Sache. Zwar ist das „10 kleine Negerlein-Prinzip“ alles andere als neu, doch können sich zumindest die Tötungsszenen sehen lassen. Sicherlich kann er sich zu keiner Zeit mit Genrereferenzen messen, doch merkt man, dass man sich Mühe gegeben hat. Hier ist mal ein Gummikopf erkennbar, da sieht man mal eine Puppe; egal, da gibt es weitaus schlimmere Beiträge. Auch die Erscheinung des Killers kommt stimmig rüber, selbst wenn man auch hier wieder das fehlende Budget bemerkt. Das Setting selbst ist gut gewählt. Die Mühle sieht schön heruntergekommen aus und lässt eine schaurige Atmosphäre entstehen. Trotzdem wäre es wünschenswert gewesen, wenn es noch mehr Szenen in der titelgebenden Mühle gegeben hätte. Das Ende muss ebenfalls positiv erwähnt werden, da dieses den Zuschauer doch relativ überraschend trifft.

Die Geschichte selbst ist ein zweischneidiges Schwert. Es sollte eigentlich positiv gewertet werden, dass es sich nicht nur um einen simplen Slasher mit einem maskierten Killer handelt. Jedoch ist die Story auch ein wenig sperrig und will sich nicht vollends entfalten. Die Ansätze sind gut, überzeugen im Endeffekt aber nicht zu 100%. Andersrum hebt eben diese The Windmill Massacre etwas von ähnlichen Genrefilmen ab. Vielleicht ist es etwas zu viel, vielleicht ist es etwas zu weit hergeholt und vielleicht ergibt das nicht immer einen Sinn aber anders ist es alle Male.

Was wiederum wirklich schlecht ist, ist das Schauspiel, die Interaktionen der Charakter und das Zusammenspiel eben dieser. Nur allzu häufig verhalten sich die Personen so dermaßen dumm, dass man am liebsten den Blick abwenden würde. Das fehlende Schauspieltalent lässt manche spannenden Szenen sogar eher lächerlich wirken. Da helfen Sätze wie „Das ist nicht die Hölle; das ist Holland“ reichlich wenig. Hier und da fühlt man sich peinlich berührt. Ebenso fällt es schwer, Sympathien zu den Personen aufzubauen. Dies hängt aber ganz klar mit der Fülle an Informationen zusammen, welche auf den Zuschauer einpreschen.  Jeder Charakter bekommt eine Backround-Story. Diese wird bei der kurzen Laufzeit von 85 Minuten allerdings nur angerissen. Entweder hätte sich Jongerius die Zeit nehmen müssen, diese genauer zu beleuchten oder sich auf ein oder zwei Charakter beschränken müssen. So verkommt jeder Charakter lediglich als Schlachtmaterial.

Fazit

Mag man es bei einem Titel wie "The Windmill Massacre" kaum glauben, aber von einem Totalreinfall kann keine Rede sein. Mit wenig bis gar keine Erwartungen wird man zumindest über die kurze Laufzeit gut unterhalten. Man spürt einfach, dass Jongerius sich, trotz des geringen Budgets, Mühe gegeben hat, um einen Genrefilm zu machen, der sich zumindest etwas aus der Masse abhebt.

Autor: Christian Kühnemann

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