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Die junge Nancy (Blake Lively) wird beim Surfen vor der nordöstlichen australischen Küste von einem Hai attackiert und kann sich in letzter Sekunde auf einen kleinen Felsen flüchten. Sie hat eine üble Bisswunde am Bein, das Surfbrett ist kaputt und mit jeder Minute rückt die Flut näher. Da kommt es nicht gerade gelegen, dass der Hai den Felsen mit seiner entkommenen Beute umkreist...

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Kritik

Die Kamera schwebt durch das Leben unter dem Wasser: Algen, Steine und Fische ziehen an der Linse vorbei, ehe die schlanken Frauenbeine an der Wasseroberfläche ins Bild rücken. Die Musik schwillt an. Panische Schreie schrillen durch die Nacht, als die junge Frau mehrfach gewaltsam unter Wasser gezogen wird. Der Junge, der sich betrunken am Strand rekelt, wird ihr nicht zur Hilfe kommen. Es sind Momente aus der Eröffnungsszene von Steven Spielbergs Jaws, dem Film, der den Begriff Blockbuster überhaupt erst prägte (weil der Andrang an den Kinokassen so gewaltig war, dass die Menschenschlangen um ganze Häuserblocks reichten), und auch den Beginn und Höhepunkt des Hai-Hypes markierte, der sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte immer weiter in Trash-Gefilde absetzte. Nun ist nicht abzustreiten, dass auch Jaws ein B-Movie ist, aber der inszenatorischen Perfektion von Spielberg wusste nun mal kein Regisseur das Wasser zu reichen - und jetzt da die spitzen Flossen und totschwarzen Augen nur noch durch ironieverpestete SchleFaz-Tornados wirbeln, scheint die Zeit für eine Rückkehr zum serösen Haifilm gerade richtig.

Bühne frei für The Shallows, den von Jaume Collet-Serra inszenierten Film über eine junge Frau, die beim Surfen von einem monströsen Hai attackiert wird und alleine und hilflos auf einem Felsen unweit der Küste landet. Die Verletzung an ihrem Bein blutet stark, das Surfbrett schaukelt in Bruchstücken auf den Wellen und das überdimensionale Biest umkreist sie, während mit jeder verstreichenden Minute die Flut näher rückt. Eine simple und schnell erzählte Prämisse, aber doch eine, die in den richtigen Händen Stoff für einen packenden Überlebenskampf bieten sollte. Mit klug inszenierten Trailern schürte The Shallows die Erwartungen an einen puren, von üblichen Erzählkonventionen freigemachten Genrefilm, der seine Simplizität nicht mit Schuldbewusstsein zu entschuldigen versucht, sondern sie sogar als Vorteil ausspielt. Und der dem Hai wieder eine würdige, antagonistische Rolle zuspricht, anstatt sich am Ende mit einer Kettensäge in ihn hineinzuschmeißen. Aber Achtung: Wer sich nicht damit abfinden kann, dass solche Genrefilme nicht an einer biologisch korrekten Verhaltensdarstellung interessiert sind und sich die Dämonisierung der Fische als filmisches Erzählmittel zu nutze machen, wird hier keinen Spaß haben können.

Zu großen Teilen ist The Shallows auch dieser Film. Im Mittelteil des mit 87 Minuten angenehm kurzen Films inszeniert Collet-Sera nichts als jenen Überlebenskampf mit bis zur Grenze der Unerträglichkeit ausgereizten Spannungsszenarien, die Menschen mit Angst vor dem offenen Meer bis in ihre Albträume folgen dürften. Jedes der sonnendurchfluteten Bilder ist auf absoluten Hochglanz poliert und setzt den blutigen Geschehnissen einen beinahe ironisch paradiesischen Look entgegen. Ähnlich wie Steven Spielberg in Jaws verzichtet Collet-Serra bis zum Finale darauf, den Hai komplett zu zeigen. Immer wieder kriegen wir einen flüchtigen Eindruck von seiner urgewaltigen Größe und auch die messerscharfen Zähne blitzen zwischendurch kurz auf, aber davon abgesehen bleibt der Hai eine beinahe mythische, schemenhafte Figur, nichts weiter als der im Wasser lauernde Tod. Blake Lively ist mit der Aufgabe bedacht, den Film darstellerisch zu schultern, was ihr relativ gut gelingt - sie liefert eine überzeugende, wenn auch nie wirklich preisverdächtige Leistung ab.

Leichte Spoiler für das Ende des Films!

Vor allem aber ist der Hai auch ein Katalysator für die den Film durchziehende Thematik, die Trauerbewältigung und Katharsis von Blake Livelys Figur. Auf einer metaphorischen Ebene bezwingt diese hier den Krebstod ihrer Mutter, fleischlich manifestiert in der urgewaltigen Bestie, um am Schluss von ihrem Vater die Absolution zu erhalten, genau wie ihre Mutter eine Kämpferin zu sein. Collet-Serra lädt besonders Anfang und Ende des Films reichlich damit auf, allerdings gerät der Subtext dort unangenehm platt, wirkt wie aufgestülpt auf dieses eigentlich sehr schlichte Survival-Konzentrat. Die Bekenntnis zum reinen Genrefilm und Einarbeitung subtextueller Motive, The Shallows möchte gerne beides auf einmal. Da tut es dem Film nicht gerade gut, dass er im großen Finale ein wenig zu sehr über die Stränge schlägt und die finale Konfrontation mit dem Hai nicht nur eine Spur zu trashig ist, sondern auch dann einmalig im Film dessen digitale Natur deutlich wird - mein Herz zumindest schlägt trotz aller Schelte noch immer für die Attrappe aus Jaws.

Fazit

Der klobige Anfang und das enttäuschende Finale mindern den Spaß an einem zum Teil nervenzerfetzend spannenden Mittelteil - die Vergleiche zu Steven Spielbergs "Jaws" sind aber in jedem Fall eher zum Lachen. 

Autor: Nikolas Friedrich

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