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Es scheint eine unmögliche Mission zu sein: Als neues Mitglied eines verdeckt operierenden Sondereinsatzkommandos soll Rama (Iko Uwais) zusammen mit insgesamt 19 weiteren Kollegen einen heruntergekommenen fünfzehnstöckigen Apartmentblock umstellen und stürmen. Ihr Ziel ist hierbei der brutale Drogenbaron Tama (Ray Sahepaty), der in dem Gebäude eine wahre Schreckensherrschaft aufgebaut hat, dem sich niemand, selbst nicht die normale Polizei, entgegenstellt. Zunächst verläuft die Operation dabei auch nach Plan und Stockwerk für Stockwerk fällt in die Hände des Spezialkommandos. Doch hinter der Mission steckt weit mehr als es anfangs den Anschein macht. Denn während die Führung der Eliteeinheit ihre eigenen Ziele verfolgt, wartet Tama bereits mit einer großen Anzahl an Gangstern auf die unwillkommenen Gäste. Als schließlich der Trupp entdeckt wird, bricht so in dem Gebäude die Hölle los und gleich reihenweise fallen die Polizisten dem aufkommenden Kugelhagel zum Opfer. Als schlussendlich die Munition knapp wird, geht es mit Fäusten, Messern sowie Macheten weiter. Ein gnadenloser wie harter Kampf ums überleben beginnt…

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Kritik

Ein 20-köpfiges SWAT-Team, ein skrupelloser Gangsterboss, unzählige schwer bewaffnete Kriminelle sowie ein düsterer Appartementblock mit jeder Menge Überraschungen. Genau dies sind die Zutaten, mit denen Regisseur Gareth Evans wohl einen der imposantesten Actionfilm der letzten Jahre inszeniert hat. Zumindest laut unzähligen Filmfestivals sowie Kritikern verteilt über den gesamten Globus, die wahre Lobeshymnen für das Martial-Arts-Werk übrig hatten. Doch überzeugt das Actionfest, welches bereits jetzt grünes Licht für ein Sequel sowie Remake besitzt, wirklich und zählt der indonesische Streifen The Raid (OT Serbuan maut) gar zu den besten Actionfilmen die jemals inszeniert wurden?  Nun nicht ganz, denn trotz einer atemberaubenden, furiosen wie gelungenen optischen Bildgewalt, bleiben kleinere Schwächen nicht ganz unübersehbar. Doch trotz dieser, ist der Film von Regisseur Gareth Evans vor allem eins: Brachiale wie martialische Action in Reinform, die nicht nur nonstop Adrenalingeladene Szenen präsentiert, welche einen glatt den Atem rauben, sondern auch einen der höchsten Bodycounts der letzten Jahre besitzt, Martial-Arts-Szenen offenbart, die eine Mischung aus John Woo (The Killer) sowie Donnie Yen (Kill Zone) darstellen und schlussendlich so ein Fest für Genre-Fans darstellt, das niemand verpassen sollte.

Regisseur Gareth Evans kennt unterdessen sein Metier sowie seine Fans ziemlich genau. Denn ohne viele umschweife, anfangs wird nur gekonnt ruhig die Figur des Rama eingeführt, beginnt schon nach wenigen Minuten handwerklich perfekt ein Action-Gewitter, was sichtlich seines gleichen sucht. Denn sobald das Einsatzkommando das Gebäude stürmt, unterstützt von einem sehr eindringlichen Score von Aria Prayogi und Fajar Yuskemal (und nachbearbeitet von Mike Shinoda von Linkin Park), gibt es bezüglich der präsentieren Spannung kaum ein Halten mehr. Was wird hinter der nächsten Tür lauern, im nächsten Stock und wie wird der Gangsterboss  Tama auf den Angriff reagieren? Sobald die Polizisten dann entdeckt werden, gibt es auch prompt die Antwort: Mit voller gnadenloser Gewalt. Was folgt ist ein wahrer Krieg in der Hölle auf Erden (das stark heruntergekommene Gebäude trägt hier seinen Teil dazu bei). Denn ab sofort schenken sich beide Parteien nichts mehr. Weder sichern die Polizisten Gefangene, noch zeigen die vielen Gangster irgendeine Form von erbarmen. Es offenbart sich gar eine Sinfonie des Grauens, die eben viele Sätze kennt:  Von höchst spektakulär inszenierten Schießereien, über packend präsentierte Faustkämpfe hin zu wahnsinnig schnellen Fights mit Messern und Macheten.  Stets bleibt die Kamera hierbei angenehm ruhig und dicht am geschehen und auch die Dauer der Gefechte ist schlichtweg beispielslos. Denn wo normale Actionfilme nur andeuten, hält Regisseur Gareth Evans ungeschönt mit voller Härte drauf. Egal ob ein Kampf zwischen zwei Personen oder mehreren, die Choreografie bleibt furios, die Stunts unglaublich und vor allem der Blutfaktor sehr hoch. Manche der Kämpfe sind gar so schnell inszeniert, dass der Zuschauer kaum den Bewegungen folgen kann. Einzig als fatal erweist sich hier die viel zu geplante Choreografie, welche vornehmlich darauf setzt, dass der Gegner erst seinen Schritt vollzieht, bevor der nächste Move kommt. Während in sonstigen Martial-Arts-Filmen zumeist ein lockerleichter Kampf entsteht, wirkt hier vieles zu sehr konstruiert. Dennoch entsteht durch die gnadenlos inszenierte Action eine Atomsphäre, die fesselt, begeistert und mitreist.

Das schnelle wie harte Tempo indes, kann Regisseur Gareth Evans jedoch nicht immer vollends aufrecht erhalten. Denn gerade die zweite Hälfte des Films erweist sich an manchen Stellen als zu zäh, trotz vieler unbeschreiblicher Fights, was vor allem an der erzählten Story liegt. Denn diese ist, obgleich ihrer Einfachheit, stets auch ein treibende Kraft, die so manch eine Überraschung parat hat. Wer steckt beispielsweise hinter der Razzia? Warum gibt es keine Verstärkung? All dies und noch mehr, so unter anderem auch eine Wende im Bezug auf Rama (Iko Uwais, Merantau), versucht Regisseur  Gareth Evans in seinem Action-Feuerwerk mit einzubauen, sodass die Substanz im Kern auch stimmt. Dies funktioniert auch mit Bravur, was besonders das hervorragende Finale beweist, doch dafür sind unzählige Dialoge von Nöten, die allesamt auf die letzten Minuten verteilt wurden. Letztlich sorgt dies für kleinere Längen, die ein wenig den Spaß trüben. Dass es auch deutlich anders geht, beweisen dagegen kleinere Szenen zwischen den Kämpfen die vor Spannung kaum auszuhalten sind. Und spätestens wenn sich die Protagonisten (die allesamt einen sehr guten Job machen) höchst intensiv bei teils flackerndem Licht und dreckigen Wänden durch mehrere Stockwerke spektakulär schießen wie kämpfen, steht fest, dass hier wahres Fest für Action-Fans entstanden ist, welches zwar nicht ganz das erhoffte Meisterwerk darstellt wie es zuvor gerne propagiert wurde, aber dennoch gemessen am Genre einen wahren Diamanten offenbart, von dem man gerne noch mehr sehen möchte.

Fazit

"The Raid" ist nicht ganz das erhoffte Action-Meisterwerk geworden, als welches es zuvor bereits so oft betitelt wurde. Denn dafür sind die Choreografien, trotz ihrer spektakulären wie intensiven Art, zu konstruiert, was etwas die Stimmung trübt, und auch das Tempo bleibt etwas hinter den Möglichkeiten zurück. Doch was bleibt ist immer noch ein furioses Stück Action, welches gnadenlose Fights offenbart, eine herausragende Story sowie eine Atmosphäre, die durchaus seines gleichen sucht. Wer auf nonstop Kämpfe mit perfekter Inszenierung hoffte, wird hier nicht enttäuscht, im Gegenteil, denn der Film von Regisseur Gareth Evans könnte kaum atemberaubender in dieser Hinsicht sein.

Autor: Thomas Repenning

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