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Ein junger Mann wird mit einer Kugel im Kopf am Strand angespült. Nachdem er von der Krankenschwester Ailin wieder gesund gepflegt wurde, will sich der an Amnesie leidende Ishmael erinnern, was er vor dem Vorfall für ein Mensch war. Schon bald wird er jedoch von seiner dunklen Vergangenheit auf brutale Weise eingeholt... 

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Kritik

Als Action-Star mausert sich der indonesische Schauspieler Iko Uwais (Merantau - Meister des Silat) allmählich zu einer festen Größe von Weltformat. Der endgültige Durchbruch war dem talentierten Kampfkünstler spätestens durch Gareth Evans‘ meisterhafte The Raid-Saga vergönnt, wo Uwais in bisher zwei Teilen zeigte, dass ihm in Sachen knochenbrecherischer, elegant und brachial zugleich ausgeführter Martial-Arts-Choreographien momentan kaum jemand das Wasser reichen kann. 

Unter der Regie von Timo Tjahjanto und Kimo Stamboel (Takut: Faces of Fear),  besser bekannt als The Mo Brothers, verkommt Uwais für Headshot wenig überraschend nicht zum gefassten Charakterdarsteller, sondern wird in erneut spektakulärer Manier von der Leine gelassen, um sich auf wutentbrannte, entfesselte Weise durch seine Gegenspieler zu schlagen, treten, stechen oder schießen. Am Anfang wird seine Figur aber zunächst leblos aus dem Meer gefischt, wo er mit einer Kugel im Kopf dem sicheren Tod überlassen wurde. Wie nicht anders zu erwarten laufen die Dinge jedoch nicht nach Plan, weshalb der namenlose Protagonist nach zwei Monaten aus dem Koma erwacht. 

Von Krankenschwester Ailin, die sich während dieser Zeit um ihn gekümmert hat, erhält der an Amnesie leidende Mann den Namen Ishmael und gemeinsam wollen die beiden herausfinden, was es mit dessen Vergangenheit auf sich hat. Eine kriminelle Organisation, die die Regisseure von nun an ins Spiel bringen, spielt im Zusammenhang mit Ishmaels Identität eine Rolle, die geschulte Zuschauer des Genres bereits frühzeitig erahnen dürften. Der Plot von Headshot kommt nie über bloße B-Movie-Maßstäbe hinaus, doch es ist viel mehr die gewaltige Inszenierung, die an diesem Action-Feuerwerk nachhaltig beeindruckt. 

Bisher waren die Werke der Mo Brothers wie Macabre oder Killers derbe Horror-Reißer oder psychotisch verdrehte Thriller, was ihnen für diesen Film vor allem in atmosphärischer Hinsicht durchaus zugute kommt. In Headshot begreift das Regie-Duo brodelnde Aggressionen, schleichende Eskalationen sowie explosionsartige Ausbrüche als Situationen voller unangenehmer Beklemmung, abstoßender Zuspitzungen und hässlicher Brutalität. Unter donnernden Trommelschlägen tauchen die beiden spröde Schauplätze wie karge Büroräume in regelrechte Blutbäder, bei denen sich die jeweiligen Kontrahenten wie Raubtiere belauern, übereinander herfallen und schließlich in messerscharfen, beinahe auf den Punkt inszenierten Kampfsequenzen förmlich ins Delirium massakrieren. 

Handwerklich orientieren sich die Regisseure dabei ganz deutlich an den makellosen und zugleich nahezu unerreichbar virtuosen Martial-Arts-Orgien des anfangs erwähnten Gareth Evans, wobei die schwungvoll um die Charaktere herum wirbelnde Kamera, die sich außerdem immer wieder einzelnen Bewegungsabläufen angleicht, manchmal ein wenig zu unkoordiniert in unübersichtliche Wackelkamera-Regionen entgleitet. Nichtsdestotrotz schwingen sich auch die Mo Brothers mit ihrer Version eines mitunter schwindelerregenden, gnadenlosen Kampfkunst-Infernos in Dimensionen auf, von denen das amerikanische Actionkino beispielsweise längst nur noch träumen kann. 

Daneben wartet Headshot außerdem mit Elementen auf, die man vorab vermutlich gar nicht erwartet hätte. Während sich die Regisseure zuletzt in Killers an einer schlüssig funktionierenden Mischung aus Charakterdrama, Thriller und Torture-Porn verhoben haben, gelingt es ihnen hier scheinbar mühelos, eine vorab überflüssig erscheinende Liebesgeschichte als Nebenhandlungsstrang in ihre Geschichte zu integrieren, die ohne große Sentimentalitäten angenehm berührend nebenher läuft und zum Ende hin sogar eine überaus stimmige Auflösung erhält.

Fazit

Auch wenn „Headshot“ sicherlich nicht mit einer besonders innovativen oder ansatzweise überraschenden Handlung aufwartet, überzeugt der kompromisslose Action-Kracher der Mo Brothers mit einer beeindruckenden Inszenierung, durch die die hervorragend choreographierten Kampfsequenzen in beklemmender Intensität erstrahlen. Hauptdarsteller Iko Uwais punktet weiterhin als schier konkurrenzlose Prügelmaschine, wobei der Schauspieler diesmal sogar in einer passend eingeflochtenen Liebesgeschichte Gefühle zeigen darf.

Autor: Patrick Reinbott

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