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Eine Mutter, die kürzlich ihren jungen Sohn verloren hat, entdeckt ein Ritual, durch das sie sich von ihrem toten Kind verabschieden kann. Doch dabei passiert ein Fehler und das Siegel zwischen dem Jenseits und unserer Welt wird geöffnet. Nun muss sich alles aufs Spiel setzen, um ihre lebende Familie vor dem bösen Geist zu schützen, der einst ihr geliebter Sohn war.
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Kritik

Ein wenig Erfahrung hat Regisseur Johannes Roberts im Horror-Genre ja bereits sammeln können. Sei es per trashigem Ansatz (Forest of the Damned), humoristischem (Storage 24) oder in Form eines Slasher-Streifens (F). Nun geht es mit The Other Side oft he Door in übernatürliche Gefilde, Unterstützung gibt es dabei sogar von Alexandre Aja (The Hills have Eyes, Mirrors) auf Seiten der Produktion. Für eine Kinoauswertung hat es diesmal also gereicht, doch lohnt sich der Besucht dort denn auch?

Wer die Inhaltsangabe gelesen oder den Trailer gesehen hat vermutet wohl schon richtig: The Other Side of the Door erzählt die altbekannte Geschichte eines böse gesinnten Geistes, der den Betroffenen das Leben schwer macht. Etliche Male schon gesehen, daher auch hier nichts Neues. Dennoch legt der Film zunächst einen sehr gelungenen Start hin. Die Etablierung der Figuren und des Traumas um ein verstorbenes Kind wird in handwerklich schön gefilmten Bildern eingefangen und von einer gut agierenden Sarah Wayne Callies (Prison Break, The Walking Dead) getragen. Auch das Verlagern der Geschichte ins bunte Indien ist gelungen, tut es zum einem durch seine Exotik der Optik gut, zum anderen aber auch der Mystik des Films.

Schon recht bald aber spult The Other Side of the Door dann sein Standardprogramm ab. Die Kontaktaufnahme mit dem verstorbenen Sohn gestaltet sich genretypisch ein wenig klischeebehaftet und unlogisch. Mal jegliche fiktive Spiritualität ausgeklammert, eine trauernde Mutter, die ihren geliebten, schon seit etlichen Jahren verwesten Sohn ausbuddelt, seine modrige Leiche dann auf einen Scheiterhaufen verbrennt, nur um an seine Asche zu kommen, die für ein Ritual benötigt wird, von dem sie nicht einmal weiß, ob es überhaupt funktioniert, bedarf schon sehr viel Vorstellungskraft.

Natürlich geht das Vorhaben schief, danach verlagert sich der Horror ins eigene Heim. Dabei setzt The Other Side of the Door sehr auf Jump Scares, die vor allem durch einen lautstarken Sound begleitet den Zuschauer erschrecken sollen. Mag bei dem ein oder anderen Zartbesaiteten sicherlich auch funktionieren, im Grunde ist der Aufbau aber doch recht vorhersehbar. Dass The Other Side of the Door dabei aber dennoch auf gewissem Level unterhaltsam bleibt ist der an sich ganz ordentlichen Atmosphäre und dem recht guten Einsatz seiner Hauptdarstellerin zu verdanken. Sarah Wayne Callies gibt sich sichtlich Mühe, aus dem limitiertem Drehbuch ein wenig mehr herauszukitzeln.

Der Spuk wird für die Beteiligten mit der Zeit immer bedrohlicher bis er in einem recht laschen Finale endet, das einen doch irgendwo unbefriedigend in die Credits verabschiedet. Klar, den Ausgang der Geschichte hat man sich ohnehin vorher denken können, daher wurde hier mit Überraschungen gar nicht erst gerechnet, ein wenig mehr Liebe in der Umsetzung hätte es dann aber doch sein dürfen.

Fazit

The Other Side of the Door ist ein recht generischer Horrorfilm nach bekannten Zutaten, der zwar weder als besonders gruselig noch überraschend in Erinnerung bleiben wird, aber immerhin von seiner gut agierenden Hauptdarstellerin, einigen ansehnlichen optischen Schauwerten und einer soliden atmosphärischen Grundstimmung profitiert. Für Genrefans ohne zu hoch gesteckte Erwartungen vermutlich einen Blick wert.

Autor: Sebastian Stumbek

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