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Alex ist ein typisches Teenager-Mädchen, das bei ihrer kranken Großmutter Anna lebt. Als sie und ihre Freunde zusammen den Dachboden durchstöbern, finden sie eine Spielanleitung, die bei richtiger Anwendung den Midnight Man erweckt – ein böses Wesen, das jedermanns schlimmste Albträume wahr werden lässt. Anfangs halten sie das Spiel für einen harmlosen Spaß. Das ist es auch – so lange, bis der Midnight Man tatsächlich zum Vorschein kommt. Die letzte Hoffnung für die Teenager ist Dr. Goodberry, der sich eigentlich um Großmutter Anna kümmert, die dunkle Präsenz im Haus aber spüren kann. Und er weiß: Wenn der Midnight Man ein Spiel spielt, dann nur, um zu gewinnen ...

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Kritik

Wenn Spiele mit kurioser Anleitung auf staubigen Dachböden gefunden werden, kann das in einem Film nur Unheil bedeuten. Im Falle von The Midnight Man ruft eben das eine dämonische Gestalt auf den Plan, die fortan Jagd auf die Teilnehmer macht, sie mit ihren schlimmsten Albträumen konfrontiert, und sie schließlich tötet. Hat man im Horrorgenre gefühlt schon mehrere dutzend Male gesehen, vom Ouija-Bord bis hin zum Boogeyman oder Bye Bye Man. Mit Ausnahme einer solch selten in Erscheinung tretender Genreperle wie The Babadook, die sich weit vielschichtiger  zeigte und ihren Schrecken auf effizientere Weise als der Rest verbreitete, handelt es sich in der Regel um Stangenware. Mit Regisseur Travis Zariwny (Cabin Fever - The New Outbreak, Intruder, Space Soldiers) an Bord, bei dessen Filmvita man schon vorab Gänsehaut bekommt, verheißt das in Bezug auf The Midnight Man eigentlich nichts Gutes. 

Zumindest optisch macht der Film einiges her. Die Kamera bewegt sich gekonnt durch das alte Haus und fängt angenehm schaurige Bilder ein, was zeitweise für ein wenig Gruselatmosphäre sorgt. Blöd nur, dass die Beleuchtung nicht richtig mitspielt und sich das Geschehen oftmals in völliger Dunkelheit abspielt, sodass für den Zuschauer kaum auszumachen ist, was gerade vor sich geht. 

Letztendlich scheitert The Midnight Man aber an seinem inhaltlichen Aufbau und dem eigentlichen Horror, den er verbreiten will. Es ist immer wieder ärgerlich, wenn sich Personen in Filmen dumm verhalten, das hier agierende Teenie-Trio gibt sich sichtlich Mühe, für peinliche, nicht nachvollziehbare Momente zu sorgen. Und wenn die Handlung für sich ohnehin schon äußerst dünn ist, fällt dieser Umstand umso mehr auf. 

Der Midnight Man selbst kann auch nicht viel ernster genommen werden. Zwar heißt es, dass er gern die Spielregeln verdrehen würde, um auf schmutzige Art zu gewinnen, wirklich clever sind seine Einfälle aber nicht, bzw. die der Drehbuchautoren. Zudem verliert er dadurch, dass er den ganzen Film über plappert ,eine ganze Portion an Schrecken. Mit grunzender, tiefer Stimme entstehen so teils urkomische Dialoge zwischen ihm und den Beteiligten. Unnötig. Kommt es schließlich doch zu einem der wenigen Kills, sind diese recht blutig in Szene gesetzt, was zumindest Gore-Fans ein wenig positiv stimmen dürfte. Ändert aber auch nicht viel am faden Gesamteindruck. 

Mit Lin Shaye (Insidious, The Black Room) und Robert Englund (A Nightmare on Elm Street, Wishmaster) sind obendrein zwei Horror-Urgesteine mit an Bord. Damit lässt sich der Film gewiss besser vermarkten, retten können auch sie The Midnight Man nicht wirklich. Lin Shaye hinterlässt aus dem gesamten Cast zwar den mit Abstand besten Eindruck, da sie sich, im Gegensatz zu den anderen, in ihre Rolle reinhängt, doch da sie mittlerweile in gefühlt jedem zweiten Horrorfilm mitspielt und beinahe jedes Mal den gleichen Charakter mimt, löst ihr Mitwirken wenig Begeisterung aus. Und Robert Englund wird mit seinem schlecht geschriebenen Part gleich ganz verheizt. 

Fazit

Einigen optischen Schauwerten und einer nicht gänzlich misslungenen Atmosphäre zum Trotz ist "The Midnight Man" kein empfehlenswerter Horrorfilm. Denn weder weiß der inhaltliche Aufbau zu überzeugen, noch ist der Film in irgend einer Weise erschreckend. 

Autor: Sebastian Stumbek

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