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Ein Paar (Issa Rae und Kumail Nanjiani) erlebt entscheidende Momente in seiner Beziehung, als es unerwartet in einen mysteriösen Mordfall verwickelt wird. Bei den Versuchen der beiden, aus der Sache heil wieder herauszukommen, geraten sie von einer extremen – und witzigen – Situation in die nächste und müssen herausfinden, wie sie und ihre Beziehung die Nacht überleben können.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Es ist nicht das erste Mal, dass Paramount eigentlich fürs Kino vorgesehene Filme an Netflix abtritt. Doch während The Cloverfield Paradox und Auslöschung wohl wirtschaftliche Gründe hatte, erscheint die Komödie Die Turteltauben beim Streamingdienst wegen der Coronakrise. Paramount hatte nämlich wohl durchaus Hoffnungen für The Lovebirds (so der Originaltitel). Immerhin stecken hinter dem Projekt Darsteller (Stuber - 5 Sterne Undercover) und Regisseur (Baxter Der Superaufreißer), die Macher von The Big Sick, dem Überraschungshit von 2017. Dieser kam quasi aus dem Nichts und überzeugte Kritik wie Publikum.

Das lag wohl neben tollen Pointen vor allem am authentischen Beziehungsbild, welches The Big Sick abbildete. Auch in Die Turteltauben wirkt die Beziehung der beiden Hauptfiguren zweifellos wie aus dem Leben gegriffen, zumindest im Kontext einer Komödie. Vier Jahre nach dem zaghaften Kennenlernen stehen Jibran (Kumail Nanjiani) und Leilani (, The Photograph) kurz vor der Trennung. Mit nur kurzen Szenen zeigt der Film diese Wandlung, bis es nach recht kurzer Zeit zu dem Moment kommt, der aus Die Turteltauben eine actionreiche Verfolgungskomödie macht.

Das Trennungsgespräch von Jibran und Leilani im Auto wird jäh unterbrochen, als ein Fremder, der sich als Polizist ausgibt, den Wagen des Paares, mit ihnen als Passagier, in Besitz nimmt und einen Kurierfahrer vorsätzlich und mit eiskalter Präzision überfahrt und damit tötet. Jibran und Leilani sehen sich nun damit konfrontiert, dass sie die Tatverdächtigen sind, denn der echte Mörder macht sich rasch aus dem Staub. Das zerstrittene Paar muss nun eigenständig den Täter finden und schlittert dank bekannter Komödiendynamik von einem Schlamassel in den nächsten.

Diese verschiedenen Stationen werden relativ stringent aneinander gereiht und bieten einige wirklich komische Momente, die vor allem durch das Zusammenspiel von Nanjiani und Rae profitieren. Wirklich clever oder gar originell ist das alles nicht, es erfült aber seinen Zweck, eine chaotische Komödie zu formen, die von Szene zu Szene gleitet und dies mit einem immens hohen Tempo, dass sich im Grunde nie die Gelegenheit ergibt, dass sich Langeweile einschleicht – zumindest wenn man mit den beiden Hauptfiguren etwas anfangen kann, denn auf deren Schultern lastet der gesamte Film. Eine Bürde die Nanjiani und Rae aber mühelos meistern. Das reicht zwar nicht aus, für eine wirklich erstklassige Komödie, aber für einen Film, der gewiss einen weiteren ereignislosen Abend in der Quarantäne etwas erträglicher macht.

Fazit

Dank des hohen Tempos und der beiden Hauptdarsteller gelingt es der Komödie meist gut zu verschleiern, dass hier letztlich nur Situationen aneinandergelötet wurden. „Die Turteltauben“ macht vor allem dann Spaß, wenn man sich dem nicht sonderlich originellen Treiben einfach hingibt und ihn als das sieht, was er ist: kurzweiliges Entertainment ohne den Anspruch mehr sein zu wollen.

Autor: Sebastian Groß

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