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Auf der Jagd nach einem brutalen Killer muss der harte Polizist Vic (Dave Bautista) ausgerechnet im Uber des gutmütigen Fahrers Stu (Kumail Nanjiani) landen. Dabei wird der Fahrer auf eine schwere Probe gestellt: Er muss nicht nur einen kühlen Kopf newahren, um am Leben zu bleiben, nein, Stu muss gleichzeitig auch dafür sorgen, dass er bei Uber weiterhin eine 5-Sterne-Bewertung vorweisen kann...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Sein Name ist Stu und er fährt nachts Uber – sein schlichter Chef nennt ihn daher Stuber ... und sorgt damit für einen der bescheuertsten Filmtitel des laufenden Kinojahres. Durch den zusätzlichen Verdienst als Fahrer versucht Stu (Kumail Nanjiani - The Big Sick) sich den Traum eines eigenen Spinning-Studios mit seiner großen Liebe Becca (Betty Gilpin - GLOW) zu leisten. Doof nur: Weder ist ein Spinning-Studio Stus wirklicher Lebenstraum, noch weiß Becca von der Zuneigung des naiven und zurückhaltenden Fahrers, der sich bereitwillig von seiner Umgebung ausnutzen lässt. Bis Stu das realisiert muss er jedoch erst mit dem temporär erblindeten Cop Vic (Dave Bautista - Blade Runner 2049) einen verrückten Gangster (Iko UwaisHeadshot) durch Los Angeles jagen und dabei allerhand abgefahrene Situationen durchleben. 

Ein typisches Action-Comedy-Buddy Set-Up also, das weniger durch die Prämisse und mehr durch das ansehnliche Darstellerensemble interessant wird. Neben Kumail Nanjiani und Dave Bautista in den Hauptrollen, die ihr komödiantisches Potenzial beide schon mehrfach beweisen konnten, treten in Nebenrollen auch Karen Gillan (Guardians of the Galaxy) und die indonesische Actionikone Iko Uwais auf. Die Basis für eine Mixtur aus gelungener Action und charmantem Humor ist damit gegeben, Regisseur Michael Dowse (Goon - Kein Film für Pussys) muss diese nur noch gelungen zusammenbringen. 

Das gelingt dem Kanadier nicht, was aber auch am Drehbuch des Films liegt. Dieses bietet in komödiantischer Hinsicht neben einigen Lücken zur Improvisation nämlich viel zu viel kreativen Leerlauf. Die zwei Hauptdarsteller haben durchaus das Zeug viele situative Comedymomente mit gelungenen Riffs aufzuwerten, das Skript weißt aber weder wie es die Darsteller richtig einsetzen noch die Laufzeit wirklich füllen soll. Da wird einem unheimlich austauschbaren roten Faden gefolgt, den bereits unzählige Comedys mit ungleichen Paaren verwurstet haben und der auch in keiner Minute abgewandelt oder gar unterwandert wird. Letztlich bleibt das einzige Unterscheidungsmerkmal von Stuber zu anderen Comedys dieser Art die Nutzung der App UBER. Und auch diese überträgt einen faden Beigeschmack, achtet das Skript doch zu offensichtlich darauf, die Funktionen der App wiederholt im Detail zu veranschaulichen. Nicht nur einmal drängt sich der Gedanke auf, dass die Grundidee des Films mit der Bewerbung der UBER-App zusammenhing und erst nachträglich eine Geschichte und Figuren darum gesponnen wurden. Das würde zumindest die müde Gangart des Films erklären, die der Film trotz Verfolgungsjagden, Kämpfen und lauten Diskussionen über Männlichkeitsideale stetig mit sich schleppt. 

So liegt es an den Darstellern mit dem austauschbaren Material das Beste anzufangen. Und durchaus sind es vor allem Kumail Nanjiani und Dave Bautista, die Stuber ab und an in unterhaltsame Regionen retten. Zwar landen trotz hoher Gagdichte kaum mehr als 10 % der Jokes, allein die charmante Präsenz der Hauptdarsteller sorgt für eine minimale Identifikation beim Zuschauer. Auch die Actionszenen schaffen es in diesem Zuge zumindest oberflächlich den Unterhaltungswert zu steigern. Zwar wird auch hier das vorhandene Potenzial mächtig verheizt (eine Kampfszene zwischen Iko Uwais und Dave Bautista inszeniert sich quasi selbst), aber der Einsatz von kompromissloser Gewalt gepaart mit den zynischen Kommentaren der Figuren sorgen auf plattestem Niveau zumindest hier und da für einen kleinen Lacher. Vor dem Hintergrund des Potenzials ist Stuber aber dennoch eine große Enttäuschung. 

Fazit

Durchschnittliche Action in einer lauen Komödie mit zwei charmanten Hauptdarstellern – das ist in Zügen unterhaltsam, verschwendet aber auch an allen Ecken und Enden vorhandenes Potenzial. Von einer 5-Sterne Fahrt ist "Stuber" weit entfernt.

Autor: Thomas Söcker

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