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Starr Carters (Amandla Stenberg) Leben spielt sich ständig zwischen zwei Welten ab: da ist zum eine das arme, hauptsächliche schwarze Viertel, in dem sie lebt und zum anderen gibt es die reiche, hauptsächlich weiße Privatschule, die sie besucht. Das empfindliche Gleichgewicht zwischen diesen Welten wird erschüttert, als sie Zeugin wird, wie Khalil, ihr bester Freund aus Kindertagen, von einem Polizisten erschossen wird. Nun ist es an Starr, trotz des Drucks, der von allen Seiten auf sie ausgeübt wird, ihre Stimme zu erheben und für Gerechtigkeit einzustehen.

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Kritik

In Deutschland bekommen wir eigentlich nur beiläufig etwas mit, von den Demonstrationen und Aufmärschen von schwarzen Amerikanern, die unter dem Banner von #BlackLivesMatters stehen. Bevor es hierzulande ein großes Thema wird, müssen schon sogenannten Rassenunruhen stattfinden, wie im März 1991 in Los Angeles, die ausgelöst wurden, als Rodney King von zwei Polizisten misshandelt wurde und diese straffrei aus dem daraus resultierenden Gerichtsprozess hervorgingen. Es ist nicht so, dass Rassismus und Diskriminierung bei uns nicht existent ist, aber die lauten Proteste der Black Community erreichen uns dennoch meist nur in abgeschwächter Form.

Da ist es umso besser, dass 20th Century Fox das Drama The Hate U Give auch in die deutschen Kinos bringt – wenn auch mit deutlicher Verzögerung zum US-Start. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Angie Thomas erzählt von Teenagerin Starr (, The Darkest Minds -Die Überlebenden), die Zeuge wird, wie ihr guter Freund Khalil (, Secret Agency - Barely Lethal) bei einer Polizeikontrolle erschossen wird. Der Beamte dachte, es wäre eine Waffe in der Hand von Khalil, doch es war nur eine Haarbürste. Starr wird zur Zeugin des Prozesses, wird zum Spielball der Medien und Aktivisten und kommt auch noch ihrem kriminellen Onkel (, Avengers: Infinity War) in die Quere, für den Khalil gearbeitet hat.

The Hate U Give ist ziemlich vollgestopft und versucht erst gar nicht auf subtile Weise seine Thematik voranzubringen und dem Publikum näherzubringen. Eine gute Entscheidung! Durch diese Direktheit formuliert das Drama seine Botschaft zu jedweder Zeit klar aus und sorgt für ein Verständnis, welches oftmals fehlt, wenn wir mal wieder nebenbei etwas von Demonstrationen von People of Color mitbekommen. Das ist das Brillante an The Hate U Give: Der Film erfüllt einen ungemein wichtigen und lehrreichen Zweck: Er sensibilisiert uns für das Thema und erklärt und klar und deutlich, warum #BlackLivesMatters relevant ist. Dabei greift die Verfilmung gerne und oft in die Klischeekiste, allerdings meistens, um diese Stereotypen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch eine heftige Dosis Pathos und vor allem Kitsch muss man bereit sein, als Zuschauer zu akzeptieren. Bis auf das Finale erweisen sich diese zwei Komponenten aber als eine sehr gute Antriebskraft für den Film von Notorious B.I.G.-Regisseur .

Des Weiteren ist es durchaus ehrenwert von der Geschichte, dass es mit Starrs Onkel mütterlicherseits, Carlos (, John Wick: Kapitel 2), einen Polizisten in der Familie gibt, der versucht auch die Rolle der Polizei als Übeltäter etwas abzumildern. Das gelingt nur grob, aber am Ende des Films ist klar, dass es nicht bloß an einer Institution liegt, dass etwas gehörig schiefläuft, sondern dass dieses Problem weiter und tiefer grreift. Wenn man bedenkt, dass der Film wohl vor allem für Teenager konzipiert wurde, ist es schön zu sehen, dass die Macher ihre Zielgruppe nicht für komplett stupide halten.

Fazit

"The Hate U Give" ist aufgebläht, doch erreicht er sein Ziel zu erklären, warum die Bewegung #BlackLivesMatters so wichtig und erforderlich ist. Subtil ist das Ganze nicht, muss es aber auch nicht sein. Der Zweck heiligt die Mittel. "The Hate U Give" funktioniert, als kraftvolles Drama genau so wie als absolut klar formuliertes Statement. Dieser Film hilft uns zu verstehen und deswegen ist er so wertvoll und gut.

Autor: Sebastian Groß

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