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Basierend auf einer der bekanntesten Roman-Reihe in China, dreht sich der Film rund um Geister, Zombies, Freundschaft, Martial-Arts-Fähigkeiten und einen großangelegten Grabraub. Nur gibt es in diesem Grab eben einen Fluch der es in sich hat. Das Chaos ist perfekt.

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Kritik

Mojin - The Lost Legend (OT: The Ghouls) ist wahrlich in mehrfacher Weise ein interessantes Werk: Neben der intensiven und opulenten Fantasy-Inszenierung, die wirklich mit ausufernden Kulissen zu überzeugen weiß, bietet der Film von Regisseur Wuershan (der zuletzt mit Painted Skin 2 – OT: Hua pi 2 – bereits farbenprächtiges, kraftvolles aber recht seichtes Kino präsentierte) mit seiner Grabräuber Thematik sogar regelrecht politischen Stoff. Zwar wird dieser sehr populistisch und aufdringlich erzählt, immerhin sind hier die Maoisten die Statuen zerstören wollen ebenso ideologisch verblendet wie die späteren Kapitalisten, die abermals die berühmte Equinox Flower suchen. Dafür kann die Geschichte, basierend auf dem gleichnamigen Roman, aber durch seine Abenteuer-Unterhaltung durchaus unterhalten. Und dennoch: Die Mischung aus Fantasy, Horror, Komödie, Abenteuer und chinesischer Drahtseilakrobatik trifft nicht immer den richtigen Ton. Viel eher wirkt der Film wie eine Mischung aus Indiana Jones, Das Vermächtnis der Tempelritter und Der Mythos. Überladen? Ja, und gerade daher gibt es jede Menge verschenktes Potenzial.

Mojin - The Lost Legend offenbart uns indes gleich an vielen Stellen Schwächen: Sei es der überhastete Beginn, ohne eine starke Charakterbindung, die aufgesetzte und zuweilen in der Handlung versteckte Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren Hu Bayi (Kun Chen) und Wang Kaixuan (Bo Huang) und der schönen Ding Sitian (Angelababy), die Zombie-Horror-Elemente, die nur sporadisch und wenig konsequent eingeführt werden sowie der Schatzsuche, die oftmals in viel zu schnellen und überflüssigen Dialogen endet. Dazu gesellt sich eine recht rückwärtsgewandte Erzählweise, die zwar für einige Überraschungen sorgt, aber letztlich immer wieder Geschwindigkeit aus dem Film nimmt. Wer jetzt eine große Enttäuschung erwartet, wird aber zumindest aufgrund des hohen Produktionsaufwandes etwas entschädigt. Trotz mancher recht beschaulicher Effekte, liefert uns Mojin - The Lost Legend ein zauberhaftes Fantasy-Abenteuer, welches eben auch genau so aussieht. Malerische Tempelanlagen, ein geheimer Bunker der Japaner und viele optisch beeindruckende Details liefern uns einen teils atemberaubenden Film. Hier wurde ganze Arbeit geleistet. In China wurde der Film daher kurzerhand zu einem der erfolgreichsten 3D Film aller Zeiten – alleine hier konnte der Film 255 Millionen US-Dollar einspielen (einzig Monster Hunt toppte dieses Ergebnis 2015).

Der Rest des Films entpuppt sich aber als unglaublich große Mixtur, ohne das hier die Elemente gekonnt ineinander greifen. Zumindest für die Darsteller gilt dies allerdings nicht: Qi Shu (die dieses Jahr mit Assassin im Kino zu sehen war) kann als taffe und energische Shirley Yang ebenso überzeugen wie die beiden chaotischen Mojins Hu Bayi und Wang Kaixuan. Allerdings übertreibt es Wang dann doch an der einen oder anderen Stelle und endet in einem Overacting, was zwar durchaus humorvoll anzusehen ist, aber auch zu einem Dialogfeuerwerk führt, was zumindest mit Untertiteln kaum zu ertragen ist. Der Rest des Casts dient dagegen nur als Zombiefutter oder Stichwortgeber. Gerade Xiaoqing Liu als undurchsichtige Geschäftsführerin Madam Ying, erweist sich als Enttäuschung. Gleiches gilt für das Finale, in der auch Madam Ying ihr wahres Gesicht zeigt. Zu groß, zu bunt, zu überzogen und vollkommen an der Idee vorbei. Weniger wäre hier klar mehr gewesen.

Fazit

Mojin - The Lost Legend ist für Fantasy-Abenteuer Fans à la Indiana Jones, gemischt mit typischer chinesischer Wuxia-Geister-Atmosphäre, durchaus zu empfehlen. Darüber hinaus bietet der Film aber eher einen Flickenteppich, als durchweg spannende Inszenierung. An vielen Stellen überladen, oftmals zu wenig fokussiert und daher verschenkt Regisseur Wuershan unsagbar viel Potenzial. Sehr schade.

Autor: Thomas Repenning

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