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Die Schauspielerin Robin Wright, deren Stern verblasst, bekommt ein beispielloses Angebot: ein Hollywood Studio will die Rechte an ihrer Person für 20 Jahre kaufen, sie scannen und ihr digitales Abbild für alle denkbaren Rollen besetzen, ohne Beschränkungen, ohne ihr Mitspracherecht. Im Gegenzug erhält sie eine astronomische Summe und das Versprechen, dass ihr digitales Ich niemals altert.
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Kritik

Mit seinen animierten Kriegserinnerungen in „Waltz with Bashir“ begeisterte Ari Folman vor wenigen Jahren Kritiker und Zuschauer rund um den Globus. In „The Congress“ treffen Realfilm und Comic noch deutlicher aufeinander und sollen die Mega-Metaebene ergeben. Mag sein, dass dies auch auf intellektueller Basis funktioniert und für reichlich Interpretation und Spekulation sorgt – langatmig und unbefriedigend ist das Drama trotzdem.

Robin Wright („Forrest Gump“) spielt Robin Wright. Eine gescheiterte Schauspielerin, die in der Vergangenheit viele Türen durch arrogantes Verhalten zugeschlagen hat und nun, Mitte 40, keine Rollen mehr bekommt. Ihr Agent und der Chef des Filmstudios Miramount (ja, so platt ist „The Congress“ teilweise) überzeugen den ehemaligen Star, sich samt ihrer Emotionen scannen zu lassen und somit zum digitalen Superstar zu werden. Jahre später besucht die echte Robin Wright den futurologischen Kongress, auf dem eine weitere Ära des Entertainments eingeleitet werden soll.

Sobald Wright - mithilfe einer Droge - den Kongress betritt, beginnt der Animationsteil. Die Menschen können ihr Aussehen verändern, sich komplett in eine andere Welt katapultieren. Plötzlich stehen da Elvis und Yoko Ono neben der immer mehr am System zweifelnden Robin Wright. Es kommt zu einer Rebellion in Drogenland, es vergeht viel Zeit und die Realität wird zunehmend zu einem unbewohnbaren Ort.

Ari Folman füllt seinen Film randvoll mit Kritik und Theorie und Zynismus. Soziale Schere finden wir also doof, Filmindustrie auch, Armut sowieso. Und? Welchen Beitrag leistet die Überspitzung „The Congress“? Uns auf Probleme hinzuweisen, die wir vorher schon kennen müssen um uns hier und da ein Lächeln für einen Tom Cruise Cameo abzuringen? Nicht notwendig. Folman möchte dem Kommerz mit ganz viel Kunst begegnen, driftet dabei aber zu sehr in Schneckentempo und leere Arthouse-Worthülsen ab, um seinen Zuschauer bei der Stange zu halten. Seine Dystopie überzeugt nur in Einzelszenen, Robin Wright dagegen nicht als tragende Figur. Vielleicht wollte Folman deshalb ursprünglich Cate Blanchett für die Rolle.

Fazit

Systemkritik kommt mit dem Vorschlaghammer, Entertainment in Form eines putzigen Suchspiels in abstrakten New York als Comicwelt. Finde die popkulturelle Referenz und schäme dich dafür, dass du Spaß daran hattest.

Autor: d kr

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