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Ein Traumhaus wird zur Schreckenskammer. Ein Nachfahre des Teufels soll hier einst geherrscht haben. Das Leben eines jungen Paares entwickeln sich bald zu einem Alptraum, in dem eine unsichtbare Macht einen grausamen Terror ausübt. George und Kathleen, frisch verheiratet, erfüllen sich den Wunsch nach ihrem Traumhaus im idyllischen Amityville, New York. Es stört sie noch nicht, daß hier vor einigen Jahren ein kleiner Junge seine Eltern und alle vier Geschwister umgebracht hat. Dann jedoch werden ihre Träume durch seltsame Ereignisse getrübt. Denn in diesem Haus des Schreckens übt eine unsichtbare Macht eine Herrschaft des Terrors über die Bewohner aus. Fenster schließen sich von selbst, eisige Winde streichen durch das ganze Haus. Besucher werden von einer rätselhaften Krankheit befallen und auch George  verändert sich. Er wird von dem Wahn befallen, seiner Familie etwas zu Leide zu tun. Schafft er es dem Drang zu wiederstehen?

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Kritik

Der Moviebreak Horroctober: 14.10.2015 (Haunted House)

Und da sind wir auch schon beim Finale unserer zweiten Kategorie des Moviebreak Horroctobers angelangt - Hat sich doch gelohnt! Ab morgen werden dann ausschließlich klassische Seiten aufgezogen.

Heute endet der zweite Themenbereich des Horror-Oktobers. Seit einer Woche beschäftigen wir uns mit „Haunted House“ Filmen und widmen uns heute einem Klassiker aus den 70ger Jahren. Mit insgesamt sieben Fortsetzungen, einem Remake und einem kommenden Reboot kann man schon fast von dem Phänomen „The Amityville Horror“ sprechen. Doch die Fortsetzungen floppten. Das Remake ist immerhin bei Filmfreunden relativ anerkannt und gilt als eins der besseren Remakes. Höchste Zeit sich das Original anzusehen und zu überprüfen, ob das Phänomen gerechtfertigt ist oder nicht.

Nach einer wahren Geschichte – schon 1979 war den Filmemachern bewusst, dass wahre Geschichten die Leute ins Kino ziehen. Und so wurde auch „The Amityville Horror“ promoted. Die angeblich wahren Ereignisse sollen der Familie Lutz passiert sein. Diese sind jedoch ausreichend belegt, um diese zu bestätigen. Jedoch reichten die Aufzeichnungen sowie die Berichte der Familie aus, um den Film dementsprechend zu vermarkten. Und es hatte Erfolg.

Doch nicht nur das Mysterium um die angeblich wahre Geschichte der Familie Lutz sorgte für den Erfolg des Filmes. Die Kritiker sind sich größtenteils einig, dass „The Amityville Horror“ mehr richtig als falsch macht. Eine Oscar- und Golden Globe - Nominierung waren die Folge. Doch was genau macht der Film im Vergleich zu vielen anderen Horrorstreifen oder gar zu seinen Nachfolgern richtig?

Hauptursache für das Funktionieren von „The Amityville Horror“ sind die beiden Hauptdarsteller James Brolin und Margot Kidder. Beide harmonieren sehr gut miteinander und besonders die Darstellung von James Brolin als verrückt werdender Familienvater ist hervorragend und überzeugend. Die Stärke von „The Amityville Horror“ liegt in der langsam ansteigenden Spannung der Situation. Und genau hier setzen Brolins Schauspielkünste die entscheidenden Akzente. Zu jeder Zeit merkt man seine innere Zerrissenheit. Einmal böse und im nächsten Moment wieder ganz der treusorgende Familienvater. Das ständige Hin und Her Springen macht Brolin nichts aus und somit überzeugt er von Anfang bis Ende. Auch Kidder als verzweifelte und verängstigte Ehefrau funktioniert super in diesem Szenario. Mit beiden hat Regisseur Stuart Rosenberg einen Glücksgriff gemacht und sowohl Kidders als auch Brolins Darstellung sind entscheidend für das Funktionieren des Filmes.

Die Darsteller müssen in diesem Szenario auch funktionieren, da „The Amityville Horror“ weder auf billige Effekte noch auch überladene Jump Scares setzt. Nach und nach werden die Ereignisse im Haus schlimmer und schlimmer. Wo man anfangs noch nach logischen Erklärungen sucht, wird jedem gegen Ende klar, dass irgendetwas schreckliches hier vorgeht. Die Spannungskurve steigt von Minute zu Minute weiter nach oben. Und hier liegt die Stärke. Nie überzogen, nie konstruiert und immer atmosphärisch umgesetzt. Billige Schockmomente sucht man vergebens. Doch könnte genau dies für viele Filmfreunde ein Dorn im Auge sein. „The Amityville Horror“ braucht relativ lange um sich voll und ganz entfalten zu können. Erst gegen Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Was für viele eine Stärke ist, könnte besonders heutzutage als Schwäche gesehen werden. Wir bekommen keinen Horror Overload wie bei „Insidious“, „Conjuring“ oder „Sinister“ geboten. Vergleichbar ist der Aufbau eher mit „Halloween“.

Auch schafft es Rosenberg Horror zu entwickeln ohne etwas zu zeigen. Wir sehen keine Geister, keine Schatten, keine Monster. Der Horror entwickelt sich durch das Szenario und die Schauspieler. Wer einen ruhigen Film einem Horror Overload vorzieht, muss einen Blick drauf werden. Den anderen könnte „The Amityville Horror“ etwas veraltet vorkommen und stellenweise auch langweilig erscheinen.

Fazit

Das Grauen kommt auf leisen Sohlen. Vielleicht etwas in die Jahre gekommen, überzeugt „The Amityville Horror“ vor allem durch den stetigen Spannungsaufbau sowie seine Darsteller. Nicht zu Unrecht wird er sogar heute als Klassiker des Genres betitelt. Jedoch muss man sich über den ruhigen Aufbau bewusst sein, um den Film vollends genießen zu können.

Autor: Christian Kühnemann

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