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Nick Barrow ist ein Verbrecher – genauer, er plant Verbrechen. Als einer seiner Coups komplett in die Hose geht, muss er den Grund dafür herausfinden, aber je länger er Ursachenforschung betreibt, umso genauer erkennt er, dass sein eigenes Leben akut in Gefahr ist. Als auch noch seine Tochter Cate unerwartet auftaucht ist das Chaos perfekt. Nick versucht alles, um sein verwirktes Leben um lausige 21 Tage zu verlängern, damit seine Tochter zumindest die Lebensversicherung ausgezahlt bekommt …

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Na da hat Regisseur Peter Billingsley mal einen Cast zusammen getrommelt. In seinem zweiten Film nach All Inclusive hat er diverse Stars für sich gewinnen können. Vince Vaughn, Bill Paxton, Hailee Steinfeld, Terrence Howard, Jonathan Banks oder auch Jon Favreau um nur ein paar Namen zu nennen. Bei einem solch namenhaften Cast kann man ja schon mal davon ausgehen, dass Term Life einiges kann und zumindest ein überdurchschnittlicher Streifen geworden ist. Zwar sprechen große Namen nicht zwangsläufig für Qualität, wie diverse Fehlgriffe bewiesen haben, aber dennoch geht man doch davon aus, dass so viele Stars nicht falsch liegen können.

Man möchte bei Term Life nicht so weit gehen, ihn als Katastrophe zu bezeichnen. Dies wäre ehrlich gesagt zu hart. Allerdings wird die zweite Regiearbeit von Billingsley niemandem im Gedächtnis bleiben, weil es nichts gibt, was im Gedächtnis bleiben könnte. Term Life ist eine Aneinanderreihung von genretypischen Klischees und somit ein absoluter Einheitsbrei wie es schlimmer nicht geht. So mag die Story um Vaughn’s Figur Nick Barrow durchaus interessant sein. Einen Film über einen Planer von Raubüberfällen bietet durchaus Potential für einen gelungenen Heist-Film. Doch bewegt sich Term Life in eine ganz andere Richtung und verkommt zu einem Krimi mit Thriller Elementen. Bis auf die Grundprämisse vertieft sich Term Life immer mehr in die Flucht von Barrow mit seiner Tochter und der ständigen Gefahr von den Bad Boys gefunden, gar getötet zu werden.

Dies klingt jetzt aber spannender als es überhaupt ist. Genau diese Story hat man bereits 100-mal gesehen und schon häufig viel besser. Auch die Backroundstory um korrupte Polizisten und einen Gangster, welcher Barrow fälschlicherweise für den Mörder seines Bruders hält ist alles andere als neu. Es fließen weder neue Ansätze noch erfrischende Ideen in Term Life ein und lassen ihn in den Tiefen des Genres untergehen. Dies heißt ja erst mal nichts solange die Action oder die Verfolgungsjagden gut inszeniert sind. Doch auch hier wird auf den absoluten Standard gesetzt. Es dauert viel zu lange bis der Film einmal in Schwung kommt und dann sind die Actionszenen alles andere als Erinnerungswürdig. Hier eine kurze Schießerei ohne nennenswerte Höhepunkte, da eine Verfolgungsjagd, welche viele zu schnell vorbei ist. Handwerklich ist zwar alles vernünftig in Szene gesetzt und die Szenen bereiten auch für die jeweils kurzen Minuten durchaus Spaß aber das Gelbe vom Ei sind diese auch wieder nicht.

Der Cast selbst glänzt durch Abwesenheit. Einzig Vaughn und Steinfeld bekommen etwas mehr Screentime geboten. Und obwohl Vaughn selten in ersten Rollen überzeugen kann, stimmt die Chemie zwischen den beiden und rettet sogar den Film. Die Gags sind durchaus brauchbar und der Vater-Tochter-Konflikt bekommt zumindest ein wenig Tiefe. Der Rest des Casts bekommt maximal ein paar Minuten, wenn überhaupt. Man kann hier ganz klar vom Verheizen der Figuren und Schauspieler sprechen. Nicht, dass Sie ihren Job nicht gut machen, doch kommen diverse Figuren einfach viel zu kurz. Einige verkommen sogar ganz und gar zu Cameoauftritten.

Die Story selbst wäre durchaus ausbaufähiger gewesen. Vieles wird in kurzen Monologen einfach abgearbeitet. Somit bekommt der Zuschauer zwar einen Einblick über das, was als nächstes passiert, kommt sich aber dennoch wie auf einer Hetzjagdvor, in der gewisse Storyelemente einfach Punkt für Punkt abgearbeitet werden. Generell war die Geschichte selbst etwas zu komplex und zu groß für eine Laufzeit von gerade einmal 90 Minuten. Term Life ist einfach zu voll gepackt mit Handlungssträngen, welche zwar in den Grundplot einfließen, aber den Film schlussendlich nicht weiterbringen.

Fazit

Doch was heißt dies genau. Ist "Term Life" nun ein schlechter Film? Schwer zu sagen. Billingsley versucht nicht vom Standard abzuweichen und somit alles richtig zu machen. Doch wäre mehr Mut hier durchaus wünschenswerter gewesen. So ist "Term Life" ein Film, der maximal über seine Lauflänge hinweg unterhält und aufgrund fehlender Highlights niemandem im Gedächtnis bleiben wird.

Autor: Christian Kühnemann

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