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Vor Jahren hat der als Tarzan bekannte Brite den afrikanischen Dschungel verlassen, um als adliger John Clayton, Lord Greystoke, mit seiner geliebten Frau Jane ein standesgemäßes Leben zu führen. Jetzt wird er vom Parlament als Sonderbotschafter für Handelsfragen zurück in den Kongo geschickt, ohne zu ahnen, dass er nur als Schachfigur in einem tödlichen Komplott aus Rache und Habgier dienen soll - eingefädelt hat es der Belgier Leon Rom. Andererseits begreifen auch die Drahtzieher dieses mörderischen Plans nicht im Mindesten, welche Lawine sie damit ins Rollen bringen.
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Kritik

Wir alle kennen Tarzan, selbst wenn wir die Bücher von Edgar Rice Burroughs nicht gelesen und keinen der vielen Filme gesehen haben. Der bei Affen aufgewachsene menschliche Held, der sich mit Lianen durch den afrikanischen Dschungel schwingt, gehört zu den ikonischsten Heldenfiguren überhaupt, auch wenn in den letzten Jahren kein einziger Film es schaffte, die literarische Figur von seiner Staubschicht zu rehabilitieren. Selbst ein Trickfilm aus dem Hause Disney von 1999, der mittlerweile ein erfolgreiches Musical geworden ist, half nicht dabei Tarzan wieder als zeitgemäßen Held in unser Bewusstsein zu katapultieren.

Warner Bros. will das nun ändern und engagierte den britischen Regisseur David Yates, der ab Harry Potter und der Orden des Phönix alle Teile des Hogwarts-Franchise inszenierte, um mit Tarzan einen neuen/alten Blockbusterhelden in die Kinos zu bringen, damit die Kassen wieder klingeln und die Lianen wieder. Ob das gelingt wird sich zeigen müssen, aber zumindest vertrauen die Macher insofern auf ihren  Helden, dass sie den Film narrativ anders aufbauen als zu erwarten war.

The Legend of Tarzan setzt nämlich vom Publikum voraus, dass sie wissen, mit wem sie es zu tun haben. So beginnt der Film auch nicht mit der ersten Begegnung von Tarzan und Jane, sondern setzt erst nach dem großen Abenteuer ein: Tarzan ist in seine britische Heimat zurückgekehrt, lebt dort mit Jane als seiner Gattin als Graf von Greystoke und versucht den Dschungel endlich abzuschütteln. Das mag ihm nicht gelingen, denn seine Historie ist bekannt und macht aus ihm eine Art Popstar der damaligen Zeit. Ein interessanter Ansatz, der aber nur stiefmütterlich abgehandelt wird

Dennoch wagt sich Yates nicht, die zuvor stattfindenden Ereignisse auszublenden. Diese werden immer wieder in die Handlung als Art Intermezzo eingefügt. Das ist gut für diejenigen, für die Tarzans Geschichte ein Novum ist, hilft dem Film an sich aber zu keiner Zeit weiter und verursacht, dass die eigentliche Handlung sich nur stotternd entfaltet und aufbauen kann. Zumindest beinhaltet diese mit der Kolonisierung Afrikas ein durchaus spannendes Kernelement, welches eine erfrischende und kritische Sicht implantiert. Diese wird allerdings nur zweckmäßig in Gebrauch genommen, genau wie die Origin-Story von Tarzan und seiner Jane.

Diese verkommt im Blockbuster übrigens nicht zur klassischen Damsel-in-Distress. Zwar  wird die von Margot Robbie dargestellte Tarzan-Gattin zum Entführungsopfer und damit auch zum Spielball, sie weiß sich allerdings zu wehren und auch wenn ihr gut gebauter Ehemann letztlich dafür sorgt, dass die Entführer echte Probleme bekommen, erweckt die Jane-Darstellerin doch den Eindruck, dass sie sich auch ganz gut selbst helfen und befreien könnte. Das ändert aber auch nicht daran, dass ihre Jane charakteristisch äußert fade geraten ist. Ihr fehlen Ecken und Kanten.

Doch dieses negative Kompliment gilt für die meisten, eigentlich alle, Figuren von The Legend of Tarzan. Der Titelheld ist auch nicht mehr, als eine gut gebaute Hülle für allerlei Helden-Klischees und Christoph Waltz als Bösewicht? Nun, der vollführt ganz einfach seine patentierte Schurkenshow. Die war einst erfrischend, mittlerweile ist sie aber nicht mehr als repetitive Ermüdung und es wäre wirklich wundervoll, wenn der zweifache Oscar-Preisträger einmalbeweisen kann, dass er mehr kann, als den Judenjäger Hans Landa zu variieren.

Auftritt: Samuel L. Jackson. Der hat sich in den letzten Jahren auch damit einen Namengemacht, dass er in fast allem mitwirkt, was seiner Wege kommt und schaffte somit eine Filmvita, die von Blockbustern bis Trash, von B-Movie bis Arthouse alles umfasst. Genau dieser Samuel L. Jackson ist das wahre Highlight von The Legend of Tarzan. Als treffsicherer Pistolero und Scharfschütze integriert er nämlich etwas was dem Film sonst schmerzlich fehlt: Freude.

The Legend of Tarzan ist stellenweise so freud- und humorlos, dass man glauben könnte Warner Bros hat dem Abenteuerfilm eine Dosis Dark & Gritty, die noch von den letzten DC-Blockbustern übrig war, injiziert. Das Resultat im Endergebnis ist ein wenig mitreißendes Spektakel, das trotz einzelner interessanter Ansätze und Szenen nicht mehr bietet, als es einfach wieder zu vergessen. Eine Legend wie Tarzan braucht solche Filme nicht und wenn doch, sollte sein Legendenstatus eher zweifehafter Natur sein.

Fazit

Trotz guter Ansätze ist „The Legend of Tarzan“ ein wenig einnehmendes Abenteuer geworden. Ohne echte Raffinesse und Freude am Eskapismus ist es nicht mehr als ein handwerklich solider, narrativ recht ungelenker und von den Figuren her größtenteils trister Zeitvertreib. Die Etablierung des Lianenschwingers im Bewusstsein des heutigen Blockbusterkinos ist gescheitert.

Autor: Sebastian Groß

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