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Der junge Jedi-Schüler Anakin Skywalker beginnt sich allmählich zu einem grossen und ernstzunehmenden Jediritter zu entwickeln, der unter der Führung von Obi Wan-Kenobi steht. Jedoch hat er auch seine Problemzonen - diese bestehen aus der eigenen Arroganz, seiner nicht wissentlich vorhandenen grenzenlosen Macht, und der ihm verbotenen Liebe zu Königin Amidala. Auf diese werden kurz vor wichtigen Entscheidungen im Senat der Republik mehrere Attentate verübt, die jedoch vereitelt werden können. Daraufhin teilen sich Anakin und Obi-Wan auf: während Anakin auf Amidala aufpaßt, verfolgt Kenobi den Attentäter Jango Fett. Er kommt einer erschaffenen Klon-Armee auf die Spur, die mittels mysteriösem Auftrag geschaffen wurde und findet in dem ehemaligen Jedi Count Dooku einen neuen Gegner für die Hüter der Macht...
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Kritik

Worte über Worte, Meinungen über Meinungen, Hasstiraden über Hasstiraden wurden bereits über die Prequels verloren und sie alle entsprechen doch einem gewissen Konsens: Besonders begeistert sind wir nicht von George Lucas Wiedereintritt ins "Star Wars"-Universum. Aber das ist nichts Neues. Bei Moviebreak haben wir es uns vorm großen Hoffnungsträger, vorm Messias aller Filmsequels und Heilsbringer aller Spielzeugketten "Das Erwachen der Macht“ zur Aufgabe gemacht, alle "Star Wars“-Filme noch einmal Revue passieren zu lassen. Und anstatt dem werten Leser hier nun möglichst objektiv und distanziert eine kleine Filmanalyse vorzustellen, nehme ich mir als "Star Wars“-Fan die Freiheit das Ganze etwas Persönlicher zu formen, die Aspekte anzusprechen, die dieser Film in meinem Empfinden vollkommen in den tatooin‘schen Sand setzt und jene, die vielleicht gar nicht so schlecht funktionieren. Dem entsprechend: Vorsicht vor SPOILERN im Text.

Dass "Die dunkle Bedrohung“ für manch einen Fan eventuell eine klitzekleine Enttäuschung war, ist hinlängst bekannt. Und trotz aller franchisezerstörenden Momente des ersten Teils, war die Erwartungshaltung an "Angriff der Klonkrieger“  immer noch immens. Vielleicht hat der gute Lucas ja aus dem ersten Teil gelernt? Ach, "Die dunkle Bedrohung“ war doch nur ein Witz, oder? Ein Späßchen, George Lucas ist einer dieser verrückten Trolls, der uns austricksen will, nur um am Ende mit dem echten Prequel um die Ecke zu kommen, nicht wahr? Immerhin zeichnen sich die "Star Wars“-Prequels ja eigentlich als "Darth Vader“-Prequels aus, Jake Lloyd und seine Performance waren 1999 eine Ausnahme, eine Anomalie, an den Rand gedrückt von anderen, weit nebensächlicheren Charakteren. Dieser neue, dieser .. ehm .. Hayden Christensen ("Jumper"), genau, der aus der "Gänsehaut“-TV-Serie, der wird die Balance zurück in die Prequels bringen, den Fokus richten.  

Entschuldigung, dieses offensichtlich zum Scheitern verurteilte Build-Up war etwas zu lang. Natürlich steht am Ende ein neonleuchtendes, Mücken verschlingendes NEIN. Doch wer konnte ahnen, dass Lucas es tatsächlich bewerkstelligt einen enttäuschenderen Film als "Die dunkle Bedrohung“ zu fabrizieren? Wer konnte ahnen, dass gerade der Fokus auf Vader-to-be  zum größten Problem der Prequels heranwachsen würde? Episode 1 versprühte in meinen Augen nämlich durchaus noch die bekannte "Star Wars"-Magie, sei es bei den schönen Set-Pieces, dem aufregenden Pod-Racer Rennen oder dem grandiosen Lichtschwertkampf gegen Darth Maul zum Schluss. "Angriff der Klonkrieger“ verliert dieses magische Gefühl jetzt aber komplett, ersetzt es durch gähnende Leere und wirkt nur auf den ersten Blick so, als hätte man aus den Fehlern des ersten Teils gelernt. Ein Minus an Jar-Jar formt den Film nämlich nicht automatisch zum großen, emotionalen Erfolg.

Auf dem berühmten Papier will so mancher Moment dann aber doch irgendwo funktionieren. Erinnern wir uns zum Beispiel an den Tod von Anakins Mutter und seinem Anschließenden Massenmord an den Tuskenräubern: Eine einnehmende, musikalisch beeindruckend unterlegte Szene, eine der wenigen, die den Zuschauer wirklich gefangen nehmen kann, die Welt um ihn herum vergessen und die Welt des Sternenkriegs wirklich werden lässt. Auch Obi-Wans (nach wie vor einer der positivsten Aspekte der Prequels: Ewan McGregor) Reise durch verschiedene Sternensysteme und seine (zugegeben arg forcierte) Suche nach dem Bountyhunter Jango Fett wirkt allein vom Grundriss interessant. Wer will einem Jedi nicht gerne bei einer Schnitzeljagd zusehen?

Und dennoch sind diese Momente viel zu selten, viel zu abgekürzt oder sie scheitern aufgrund erzählerischer Versäumnisse. Der ganze Quark um Obi-Wans Entdeckungen der Klonarmee von Meister Sifo-Dyas, der Verschwörung des Senats und die damit einhergehende (von Jar Jar Bings ausgehändigte) Notfall-Vollmacht für Plapatine mag bei der Filmsichtung vielleicht noch bei der Stange halten und nicht allzu negativ auffallen (vielleicht weil es so nebensächlich daherkommt), schon beim kurzen darüber Nachdenken fällt dieses wackelige Kartenhaus aber in sich zusammen. Wie unheimlich forciert Lucas seine Figuren hier über das computeranimierte Schachbrett drückt, sie auf Felder stellt, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben und dann letztlich mehr schlecht als recht zum zweifelhaften Ziel kommt, hinterlässt einen sehr faden Beigeschmack. Bestes Beispiel sind dafür vermutlich Mace Windu (Samuel L. Jackson) und Grün-Großmeister Yoda (Frank Oz) selbst, die in diesem Film zu faulen Idioten verkommen, die nichts, wirklich gar nichts, von all den bösen Machenschaften mitbekommen, die direkt unter ihren Nasen auf auffällig unauffällige Weise zusammengebraut werden. Wenn das mal kein gutes Licht auf die Jedi wirft.

"Angriff der Klonkrieger“ erzählt einfach nichts von großer Bedeutung, während der Film dennoch vor Exposition nur so strotzt. Was bringt uns eine gelungene Death-Sticks-Szene ("You want to go home and rethink your life"; "I want to go home and rethink my life"), wenn dieses 142-minütige CGI-Fest des Grauens nur von einer Actionszene in die andere stolpert, nebenher ein paar umständlich vorgetragene Expositionsmomente vorstellt, bei denen roboterhafte Menschen vor Blue- und Greenscreens durch die Gegend laufen und sich gegenseitig haargenau erklären, was gerade in diesem Film passiert. Spaß macht das kaum, spannend ist das nie. Dieser Film wirkt als Mittelteil der Trilogie immer nur wie eine große Set-Up-Maschinerie, nichts weiter als eine Brücke zu Teil drei, die wenig eigene Faszination versprüht. Dabei zeigte uns "Das Imperium schlägt zurück“ doch so vorbildlich, wie man so einen Brückenfilm gelungen inszenieren kann.

Dem Film einen gewissen Unterhaltungswert abzusprechen wäre natürlich dennoch unfair. So gestelzt, mies gespielt und forciert diese Geschichte und ihre Figuren hier doch vorangetrieben werden, manche Actionszene hat ihren visuellen Reiz und am Ende passiert sowieso ständig so viel hyperaktiver Kram, dass der Zuschauer apathisch in seinen Sitz gedrückt wird und dieses Videospiel auf sich wirken lässt. Berieseln lassen kann man sich hier ganz wunderbar, langweilig wird’s nicht, spannend aber auch nie. Und das führt mich auch zum Ende dieser Kritik, wenn man sie denn so nennen will. Ich …. Wie bitte? Ich habe noch etwas vergessen? Eine Liebesgeschichte? Dieser Film war in Wirklichkeit eine Romanze? …

Natürlich. Natürlich, ich vergaß. Der Weg, den Anakin innerhalb dieses Films antritt um der böse Lord Vader zu werden, beginnt mit Sand. Dieser Sand ist unangenehm und er kommt überall hin und Anakin zufolge grenzt das seine geliebte Amidala von diesem Erdprodukt ab. Diese sei nämlich weich. Dass die gute Dame diesen wunderschönen Liebeszeilen selbstredend nicht lange widerstehen kann, ist kein Geheimnis und so entwickelt sich wahrlich eine der forciertesten Liebesgeschichten aller Zeiten. Viele Leute haben bereits hasserfüllt über die Lovestroy zwischen Anakin und Padme berichtet, aber auch diese Kritik will sich dazu erneut auslassen. Warum? Weil sie für die Story so unheimlich essentiell ist. Anakins Weg zur dunklen Seite, eine Wandlung, auf die wir trotz all der Enttäuschungen immer noch sehr gespannt waren, hängt zum Großteil mit Padme und der verbotenen Romanze zusammen. Doch Lucas schafft es nicht uns diese Liebe glaubhaft zu verkaufen, nicht einmal so etwas wie Chemie mag sich zwischen Hayden Christensen und Natalie Portman (was stimmt eigentlich mit ihrer Stimme nicht?) einstellen. Im "Star Wars“-Universum von Lucas ist Liebe nichts was man fühlt oder zeigt, sondern etwas, was man sagt. Und so verkommen Sätze wie „I truly deeply love you“ zu Kopfschüttelmomenten der ganz großen Sorte, deren Scheitern sich komplett selbst erklärt und eine längere Auseinandersetzung mit dieser Liebelei nichtig machen. Und das führt uns nur erneut vor Augen, dass Anakins Reise in die düsteren Abgründe seiner Seele niemals funktionieren kann. "Angriff der Klonkrieger“ setzt dies endgültig fest.

Ach und das größte Problem dieses Films? Er schafft es Natalie Portman unattraktiv zu machen! Damit ist dann alles gesagt.

Fazit

Der Versuch den Prequels durch Romantik und Zorn eine emotionalere Note zu verleihen, scheitert in "Angriff der Klonkrieger“ kolossal. Am Ende steht ein in weiten Zügen unterhaltsamer, allerdings absolut CGI-überladener und in seinen Figuren und Plotpoints unheimlich unglaubwürdiger und forcierter Science Fiction-Film, dem die nostalgische "Star Wars“-Magie endgültig abhanden kommt. Immerhin: Das Schlimmste haben wir hinter uns.

Autor: Thomas Söcker

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