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John Nada (Profi-Wrestler Roddy Piper), ein arbeitsloser Bauarbeiter auf der Suche nach einem neuen Job, stößt eines Tages auf eine mysteriöse Sonnenbrille, die ihm die menschliche Weltbevölkerung in einem neuen Licht erscheinen lässt: Als eine von Aliens unterwanderte und durch Gedankenkontrolle ruhig gestellte Spezies, die dank ihres Hangs zu Konsumgier und Machtzuwachs, ihren eigenen Untergang nur allzu bereitwillig vorantreibt. Gemeinsam mit seinem Freund Frank Armitage (Keith David aus „Pitch Black“) macht sich John Nada auf, die extraterrestrischen Invasoren zu vernichten.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Put the glasses on! Put 'em on!

Retrospektiv betrachtet hatte Regieveteran John Carpenter seinen Zenit Ende der 80er Jahre bereits überschritten. Nach dem eindrucksvollen Erstlingswerk „Dark Star“ (1974), dem ausgezeichneten „Assault on Precinct 13“ (1976), dem Slasher-Urgestein „Halloween“ (1978) und den beiden Wahnsinnsproduktionen „Escape from New York“ (1981) und „The Thing“ (1982) folgte nur noch der unterhaltsame „Big Trouble in Little China“ (1986) bevor Carpenters Stern in Hollywood endgültig zu sinken begann. Dabei fällt „They Live“ (1988) gerade noch in jene Phase, in der Carpenter nicht bloß kreativitätsbefreit seine früheren Erfolge recycelt, sondern zumindest etwas partiell Eigenständiges auf die Beine gestellt hat. Zwar verströmt „They Live“ zu keiner Sekunde jene Genialität, die man Anfang der 80er Jahre noch von einem Carpenter Streife erwarten konnte, unterhält aber dank der flotten Inszenierung und des tollen Soundtracks mühelos über die knapp 90minütige Laufzeit. Studiocanal bietet ab April 2015 eine identische Neuauflage der erst im Dezember 2014 erschienenen deutschsprachigen Blu-ray Erstveröffentlichung.

Eine Sonnenbrille, die ihrem Träger die Fähigkeit verleiht extraterrestrische Eroberer zu erkennen; eine (schwarz/weiße) Welt, in der die Medienlandschaft mit unterschwelligen Botschaften dazu beiträgt die Bevölkerung dumm und hörig zu halten; eine konsumgeile Elite, die sogar eine außerirdische Invasion zu ihrem Vorteil zu nutzen versucht; ein Bauarbeiter der sich zum Retter der Welt aufschwingt und mit einer Shotgun bewaffnet auf Alienjagd geht.

Kreativitätsmangel kann John Carpenter, der sich auch für Drehbuch und Soundtrack der Sci-Fi Satire „They Live“ verantwortlich zeichnet, nicht vorgeworfen werden. Zu einer überproportionalen Menge unterhaltsamen 80er Jahre (Größen-)Wahnsinns gesellen sich gesellschaftskritische Aspekte, eine gehörige Portion handgemachte Action-Szenen und eine comedylastige Inszenierung. Eine gewagte und schlussendlich auch streckenweise etwas inkonsistente Mischung, die vor allem dank einer unglaublich übertriebenen Kampfszene unter Freunden, einiger abstruser Handlungssprünge, unzähliger (alle Satirebarometer sprengender) Zitate und eines etwas zu raschen Endes, nicht zur Gänze überzeugen kann.

Darstellertechnisch setzt John Carpenter mit dem Casting von Wrestler Roddy Piper auf den berühmt berüchtigten Holzhammer. Mit diesem wird versucht, auch dem begriffsstutzigsten Betrachter einzubläuen, dass die Auswahl eines tumben Totschlägers als Helden ebenso eine Parodie auf das 80er Jahre Kino darstellt wie sich das (Totenkopf-)Design beziehungsweise die Profitorientierung der bösen Aliens als eine Reaktion auf die neoliberale Politik unter Präsident Ronald Reagan verstehen lässt.  

Als vollkommen gelungen können jedoch der tolle Soundtrack - musikalisch trifft Carpenter wie gewohnt auch bei „They Live“ immer den richtigen Ton - und die Arbeit des Special-FX Departments bezeichnet werden.

Fazit

They Live“ ist ein typisches Werk der auslaufenden 80er Jahre. Der Streifen vermengt eine abgedrehte Grundidee mit kreativen visuellen Spielereien, guten handgemachten Effekten, einer üppigen Portion Gesellschaftskritik und einer gehörigen Prise Wahnsinn zu einem unterhaltsamen Gesamtkonstrukt, das sich jedoch mit durchschnittlichen Darstellerleistungen, einem bemühten Skript, streckenweise lachhaften Dialogen und einem abrupten Ende selbst sabotiert. Ein Film mit Charme und einem überdurchschnittlich hohen Nostalgie-Faktor, den man sich ohne weiteres zu Gemüte führen kann.

Autor: Christoph Uitz

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