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Los Angeles ist in Gefahr: Ein Tornado zieht unaufhaltsam auf die Millionen Metropole zu und droht alles zu überfluten. Doch im kommenden Wasser wartet noch eine viel größere Gefahr – Haie. Nachdem Bar-Besitzer Fin (Ian Ziering) die drohende Katastrophe bemerkt, macht er sich daher sofort mit seinen Freunden Baz (Jaason Simmons) und Nova (Cassie Scerbo) auf den Weg zu seiner Frau April (Tara Reid), um alle in Sicherheit zu bringen. Als jedoch die ersten Haie blutrünstig durch die Luft schwirren und der Tornado die Stadt zerstört, ist klar, dass eine Flucht undenkbar ist. Einzig ein kühner Plan, welcher Dynamit und einen Helikopter beinhaltet, könnte nun noch die Rettung bringen…
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Kritik

Im Genre des Trashes ergeht es den Haien seit einigen Jahren wahrlich schlecht: Mal entstehen aus ihnen absurde Kreuzungen, welche gut und gerne Haushoch werden und auch mal ein Flugzeug fressen ("Mega Shark Vs. Giant Octopus", "Mega Shark gegen Crocosaurus"), dann dürfen sie mit zwei Köpfen sowie Pornostar-Begleitung durch die Gewässer jagen ("2-Headed Shark Attack"), legen sich mit einem mechanisierten Panzer an ("Supershark") oder vergraben sich gleich im Sand ("Sand Sharks"). Und der Kreativität scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu sein, wie die kommenden Projekte "Zombie Shark" und "Ghost Shark" beweisen. Da mag es dann fast banal wirken, wenn die Mockbuster-Schmiede Asylum mit einem "Sharknado" daher kommt. Doch das Kalkül ging vollkommen auf. Und so wurde der Film des US-TV-Sender Syfy kurzerhand zum Internet-Phänomen, welches nicht nur Matt Damon zu einer eventuellen Beteiligung inspirierte, sondern gar bereits jetzt zu einem Sequel führte. Dabei steckt hinter der scheinbar witzigen Idee vor allem eines: Pure Langweilige verpackt in einem handwerklich miserablen Trash-Abenteuer, welches einzig von seiner mehr als stupiden Grundidee lebt.

Wo Asylum drauf steht, ist nun einmal leider auch Asylum drin. Und das uns das Studio aus Kalifornien, welches uns so schöne Highlights wie "Titanic 2", "Atlantic Rim" oder "Battle of Los Angeles" schenkte, auch mit seinem neuen Blockbuster kein ausgereiftes Kino präsentieren würde, war ebenfalls vorherzusehen. Jedoch hätte gerade die absurde Idee eines mit Haien gefüllten Tornados für eine gehörige Portion Spaß sorgen können. Diese wird allerdings nur in den letzten zwanzig Minuten so richtig ausgelebt, sodass das Zuschauer eine Menge Geduld benötigt. Was vorher passiert sind viele Längen, uninteressante Figuren, eine vollkommen unbeholfene wie fehlplatzierte Tara Reid, klischeehafte Konflikte (vom Hai-Trauma über Beziehungsprobleme), eine Menge CGI-Kunstblut sowie belanglose Dialoge, die einen glatt veranlassen auf Stumm zu schalten. Regisseur Anthony C. Ferrante (der mit "Headless Horseman" sowie "Hänsel und Gretel" bereits keine Meisterwerke ablieferte) gelingt es so kaum, eine gute Mischung aus unterhaltsamen wie amüsanten Trash zu erschaffen, der einen zum Lachen bringt. Wer jedoch auf handwerkliche Mängel (Stichwort normal fahrende Autos im Hintergrund, weil das Straßensperren zu teuer war) steht und auch einmal über eine völlig dilettantische Kamera-Arbeit oder wahrlich schlechte Effekte lachen möchte, findet bei "Sharknado" genau das, was er sucht.

Allerdings ist dann bei dem recht blutigen Treiben doch noch nicht Hopfen und Malz verloren. Denn während der Anfang schon zum abschalten verleitet und das Teenie-Geplänkel Wutausbrüche auslöst, machen gerade die letzten Minuten von "Sharknado" eine Menge Spaß. In bester Tradition e    ines Grindhouse gibt es so Kettensägen, explodierende Haie, irrwitzige Ideen sowie ein ungleicher Kampf gegen einen Feind, der überall zu sein scheint. Natürlich stellt sich hier auch keineswegs die Frage nach einer Logik (es geht immerhin um fliegende Haie in einem Tornado), wodurch das bunte C-Trash-Movie-Treiben gefällt. Doch für einen 86 Minuten Film ist dies letztlich dann doch zu wenig. Da hilft es dann auch kaum, dass Asylum einmal mehr alles an B-Schauspieler-Ware auffährt, die man für wenig Geld bekommt: Ian Ziering ("Beverly Hills, 90210"), Tara Reid ("American Pie - Das Klassentreffen"), Jaason Simmons ("Baywatch") sowie John Heard ("Kevin allein zu Haus"). Vom schauspielerischen Talent kann unterdessen ebenfalls kaum die Rede sein.

Fazit

"Sharknado - Genug gesagt!", so der offizielle deutsche Titel, verspricht eine Menge, hält davon aber erstaunlich wenig. Denn was Asylum einmal mehr hier abliefert, ist purer langweiliger Trash, welcher mit banalen Konflikten, schlechten Darstellern sowie dilettantischen Effekten aufgefüllt wird, ohne merklichen Spaß zu liefern. Zwar fließt eine Menge Blut, Kettensägen dürfen Haie entzweien und das Finale ist absurder Filmgenuss par excellence, doch ein Highlight sind die fliegenden Haie deswegen noch lange nicht.

Autor: Thomas Repenning

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