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Pirat Sparrow hat nach einer Meuterei sein Schiff verloren. So erklärt er sich bereit, mit dem jungen Schmied Turner seine ehemalige Crew zu verfolgen, die Turners große Liebe, Gouverneurstochter Elizabeth, entführt hat. Mit ihrem Blut will Sparrows Ex-Maat Barbarossa den Fluch aufheben, der ihn und seine Männer zu Zombies gemacht hat.

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Kritik

Vor Gore Verbinskis Verfilmung einer Disney-Vergnügungsparkattraktion im Jahr 2003, fristete das Piratengenre ein jahrzehntelanges Nischendasein in Hollywood. Seit Filme wie „Der Herr der sieben Meere“ oder „Der rote Korsar“ in den vierziger und fünfziger Jahren für Furore sorgten, hat es keine größere Seeräuberposse mehr geschafft, wirklich bleibenden Eindruck (sei es beim Publikum oder den Geldgebern) zu hinterlassen. Mit Ausnahme der beiden Kassenflops „Piraten“ im Jahr 1986 (mit einem absolut gegen den Strich besetzten Walter Matthau in der Hauptrolle) und „Die Piratenbraut“ knapp zehn Jahre später (Renny Harlins durchaus gelungene, aber deutlich gefloppte Vision einer Schatzsuche) waren es hauptsächlich günstig heruntergekurbelte Kleinproduktionen wie das Bud Spencer und Terrence Hill Vehikel „Freibeuter der Meere“ die der Piraterie frönten. Gore Verbinskis 140-Millionen-Plus-Interpretation der gleichnamigen Disney-Themenpark-Attraktion war somit durchaus mit einem gewissen Risiko verbunden. Im Nachhinein betrachtet, machte sich das Abenteuer von ihm und Produzent Jerry Bruckheimer jedoch mehr als nur bezahlt – knapp über 2 Milliarden Dollar spielten „Fluch der Karibik“ und dessen beide Nachfolger bisher weltweit ein. Doch was hat diesen Film so dermaßen erfolgreich gemacht? 

Die zwar rasant inszenierte aber im Grunde einfach gestrickte Romeo-und-Julia-Story um das Findelkind William Turner (Legolas Orlando Bloom) und seine (Piraten-)Abenteuer kann es nicht gewesen sein. Denn diese läuft genauso ab, wie schon unzählige große Geschichten zuvor. Will verliebt sich in die bildhübsche Elizabeth Swann (Keira Knightley; vor „Fluch der Karibik“ hauptsächlich durch das Brit-Pic „Kick it like Beckham“ bekannt), Tochter von Gouverneur Weatherby Swann (Jonathan Pryce aus „Ronin“) und bricht, nach deren Entführung durch Piraten, alle Regeln um seine Geliebte gemeinsam mit dem schiffslosen Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) auf besonders abenteuerliche Art und Weise aus den Klauen des Bösen zu befreien. Nachdem Will mit Hilfe des dauerhaft lallenden Captain die verfluchten Entführer besiegt und das Mädchen (so viel sei an dieser Stelle verraten) erobert hat, darf er noch schnell den pathetischen Helden spielen und für ein absolutes (Disney-)Happy End sorgen. Soweit so gut.

Auch das (Karibik-)Setting, in welches die Story eingebettet ist, wird nicht allein für den durchschlagenden Erfolg verantwortlich gewesen sein (was vor allem die beiden zuvor genannten Flops beweisen). Natürlich spielt „Fluch der Karibik“ zu Zeiten der Piraten und bietet neben markigen Sprüchen, tollen Schauplätzen und Untoten Piraten auch noch Seeschlachten, einsame Inseln, geheime Schätze und einen uralten Fluch. Aber um ganz ehrlich zu sein, gibt es nicht das Geringste zu sehen, das nicht schon hunderte und aberhunderte Mal (genau so oder so ähnlich) über die Leinwände dieser Welt gehuscht ist.

Was den Film jedoch klar vom Gros ähnlicher Hollywoodproduktionen abhebt, ist die Beteiligung eines äußerst spielfreudigen Johnny Depp in der Rolle des Piraten Captain Jack Sparrow. Immer leicht wankend und verwirrt dreinblickend, stolpert er trotz aller Widrigkeiten von einem Sieg zum Nächsten und erobert die Herzen des Publikums im Sturm. Das perfekt getimte Drehbuch bietet ihm die Möglichkeit einen Kultsatz nach dem anderen zu zelebrieren und dem abgedroschenen Piratengenre neue Facetten abzugewinnen. Seinem Auftritt ist es somit auch zu verdanken, dass die Reihe just in diesem Monat in die vierte Runde geht.

Verstärkend kommt hinzu, dass die Effekte überraschend gut gelungen sind und sich ausgezeichnet in die Filmumgebung einfügen, wobei dieses natürlich bei einer Produktion dieses Ausmaßes auch zu erwarten war. Der Soundtrack von Klaus Badelt, dem man seine Nähe zu Hans Zimmer überdeutlich anmerkt, peitscht den Film ebenfalls voran, wobei vor allem (wie könnte es auch anders sein) das „Captain Jack Sparrow Theme“ Wiedererkennungswert besitzt.

Aus diesem Grund könnte man natürlich getrost behaupten, dass „Fluch der Karibik“, dieselbe Bedeutung für das Piratengenre hatte, wie „Scream“ für das Slashergenre und „Gladiator“ für das Sandalengenre – eine Art Wiederbelebung. Dem ist jedoch nicht so. Trotz des offensichtlichen Erfolgs der Reihe, kann man „Fluch der Karibik“ nicht in einem Atemzug mit den beiden zuvor genannten modernen Klassikern nennen, da Gore Verbinskis weichgespülte Piratenstory lediglich einen Hype um Johnny Depp, jedoch nicht um das Genre an sich ausgelöst hat. Bei näherer Betrachtung könnte man sogar so weit gehen, „Fluch der Karibik“ als ersten Teil der Johnny Depp Show zu bezeichnen, was leider die flüssige Regiearbeit, die tollen Kulissen und den treibenden Score in den Hintergrund manövriert.

Fazit

Fantasy, Action, Abenteuer, Spannung und Romantik vereint in einem toll besetzten und flüssig inszenierten Piratenfilm, vor traumhafter Karibik-Kulisse, der leider vor allem gegen Ende hin deutlich an Biss verliert und eine Disney-Hörigkeit an den Tag legt, die ihres gleichen sucht.

Autor: Christoph Uitz

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