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Da er eine Schwäche für alles Britische hat, nimmt der ebenso tollpatschige wie liebenswerte Bär Paddington die Reise aus dem "finstersten Peru" bis nach London auf sich. Als er sich aber mutterseelenalleine an der U-Bahn Station Paddington wiederfindet, wird ihm bewusst, dass das Stadtleben doch nicht so ist, wie er es sich vorgestellt hat. Doch zum Glück findet ihn die Familie Brown und bietet ihm ein neues Zuhause an. Es scheint, als hätte sich sein Schicksal zum Guten gewandelt - wäre da nicht eine zwielichtige Tierpräparatorin, die es auf den seltenen Bären abgesehen hat...
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Kritik

Zehn Bücher, zwei Kinderserien und nun auch ein Kinofilm. Ziemlich erfolgreich dieser sprechende Bär aus dem finstersten Peru, der sprechen kann, gute Manieren besitzt und bei Orangenmarmelade schwach wird. Der Bär mit Hut und Mantel ist vor allem in seinem literarischen Heimatland Großbritannien eine Institution, wenn es um Kinderunterhaltung geht. Das erste Buch erschien 1958 und noch heute lieben Eltern wie deren Nachwuchs den knuddelig, leicht gutgläubigen Bären. Paul King, Autor und Regisseur des ersten Kinoauftritts des Bären, war der bärigen Würde scheinbar stets bewusst. Zwar modernisierte er die Geschichte des Bären und seiner Adoptivfamilie etwas, im Herzen ist „Paddington“ aber als altmodischer Film. Altmodisch im durch guten Sinn.

Paddington“ besitzt nämlich trotz seiner familiengerechten Fixierung durchaus anarchisches Potenzial. Der peruanische Bär dreht das geregelte Leben der Familie Brown, angeführt vom Risikoanalysten Mr. Brown (Hugh Bonneville) auf links. Wo früher Ordnung war, ist nn Chaos angesagt. Das ist alles hübsch in Szene gesetzt und verfügt über ein gutes Erzähltempo. Dass „Paddington“ letztlich vielleicht doch eher für Kinder geeignet ist und die Großen das eine oder andere Mal aufstöhnen könnten, da der Film alte Tableaus benutzt, die man schon zigmal gesehen hat, ist nicht schlimm. Zwar lässt die Komödie durchaus etwas den Willen vermissen ihren anarchischen Unterton an die Oberfläche zu lassen, ob das dem angepeilten Publikum jedoch gefallen hätte, sei mal dahin gestellt.

Innerhalb seiner Erzählung versteckt „Paddington“ neben einer gesunden Dosis Zwangslosigkeit auch ein didaktisches Konstrukt. Die Geschichte des Bären lässt sich durchaus aus als Parabel über Immigration lesen. Dargeboten als universale Botschaft der Toleranz und des Respekts. Das tischt die Komödie allerdings ohne große Trockenheit auf. Stets bleibt „Paddington“ lebendig, quirlig und natürlich knuddelig. In seinem besten Momenten wirkt es gar wie eine Symbiose: moderne, aktionsreiche wie kunterbunte Unterhaltung, trifft auf britisches Understatement, welches meist recht gewitzt und oft auch sehr subtil durch den Kakao gezogen wird. Hier merkt man auch, dass Regisseur King zuvor mit den „Little Britain“- Machern David Walliams und Matt Lucas (welcher im Film in einer kleinen Gastrolle zu sehen ist, selbst verständlich synchronisiert von Oliver Kalkofe) die Mockumentary-Mini-Serie „Come fly with me“ realisierte. Dort ging zwar wesentlich hemmungsloser zu Werke, wenn es darum ging das Establishment komödiantisch zu zerrütten, für die kleinen Zuschauer wäre dies aber gewiss nicht geeignet. So besitzt „Paddington“ dieses humoreske Attribut eher im Verborgenen. Existent ist es aber und es zeichnet die Komödie letztlich auch aus, wie sie sich so abhebt vom sonstigen Einheitsbrei moderner Kinder-, bzw. Familienfilme der großen Studios.

Fazit

Kurzweilig, liebenswert, charmant anarchisch, für Jung wie Alt geeignet. „Paddington“ macht Spaß, ist eingängig inszeniert und besitzt durchaus auch Tiefgang abseits der üblichen, dramaturgischen Ausstattung des Familienkinos. Für die großen Zuschauer fehlt vielleicht hier und da noch etwas mehr komödiantische Würze, aber dieser Bär will niemanden ausschließen. Das ist ihm im Gesamtblick gelungen.

Autor: Sebastian Groß

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