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Inhalt

Im Winter 1873 soll ein Militärzug Soldaten in das abgelegene Fort Humboldt befördern, das angeblich von einer Diphterie-Epidemie heimgesucht wird. Mit an Bord sind Gouverneur Fairchild und Marshall Pearce mit seinem Gefangenen Deakon. Nach einigen bösen Zwischenfällen - Waggons mit Soldaten werden vom Zug gelöst, ein Arzt wird vergiftet - erweist sich Deakon als Helfer und Agent, der Fairchild eine Intrige nachweist. Als Indianer angreifen, bereinigt er die Sache mit Dynamit und stellt Fairchild.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Ich bin kein Mann der Gewalt.“

Ein Güterzug macht einen Zwischenstopp in Myrtle City, einem einsamen Städtchen in den Rocky-Mountains. Marshal Nathan Pearce (Ben Johnson, Sugarland Express) beschreibt die Gegend sehr treffend als einen Ort, an dem man nicht mal beerdigt werden möchte. Dass die Zeit jedoch bald dafür reif sein wird, einige Gräber auszuheben, möchte einem spätestens der erste Auftritt von John Deakin (Charles Bronson, Ein Mann sieht rot) einreden. Ein Falschspieler, Mörder und Attentäter, entgegen aller Missbilligung durch die weiteren Offiziere an Bord des Zuges gebracht wird, um vor einem Militärgericht verurteilt zu werden. Nevada-Pass von Tom Gries (Helter Skelter - Die Nacht der langen Messer) bewegt sich allerdings nicht eine Richtung wie etwa Zähl bis drei und bete, sondern orientiert sich vielmehr an Alfred Hitchcock, Patricia Highsmith oder ganz klar Agatha Christie.

Das Western-Genre bildet eher den atmosphärischen Rahmen der im Jahre 1987 angesiedelten Handlung, während sich im Kern eine durch und durch klassische Kriminalgeschichte entspinnt, deren Vorbilder unverkennbar die Namen Der Fremde im Zug oder Mord im Orient-Express tragen. Nachdem John Deakin nämlich in Ketten im Inneren der Eisenbahn angekommen ist und diese sich schnaubend durch die verschneite Bergkulisse qualmt, entfaltet sich eine Serie seltsamer Ereignisse: Menschen verschwinden spurlos, die Technik versagt, leblose Körper werden aufgefunden. Eine unglückliche Verkettung von Zufällen? Natürlich nicht, darüber sind sich alle Passagiere im Klaren, irgendjemand fungiert als hinterlistiger Saboteur, jederzeit in der Lage, einen Mord zu begehen. Und obwohl Deakin eigentlich ein Gefangener ist, kann der anwesende Arm des Gesetzes nicht auf seinen detektivischen Spürsinn sowie sein medizinisches Fachwissen verzichten. 

Man merkt Nevada-Pass bereits im ersten Drittel an, dass es der Regie nicht gelingen möchte, das Western-Sujet mit dem Kriminal-Plot auf einen harmonischen Nenner zu bringen, was auch dazu führt, dass Kameramann Lucien Ballard (Getaway) das Geschehen für seine Verhältnisse überraschend schmucklos und ideenarm fotografiert. Ohnehin fehlt es Nevada-Pass an schöpferischer Individualität, denn so vielversprechend die hier involvierten Personen auch klingen mögen, künstlerisch beugen sie sich, bis auf den wunderbar schwärmerischen Score von Jerry Goldsmith, dem risikobefreiten Dienst nach Vorschrift. Dass Nevada-Pass dennoch funktioniert, liegt nicht nur an der für sich genommen soliden Inszenierung seitens Tom Griers, sondern auch am angenehm gefassten Auftritt von Charles Bronson, dessen stoische Präsenz in diesem Fall auch subtiler Nährboden charakterlicher Fragilität sein darf. 

„Ich bin das Gesetz.“

Fazit

Kein Pflichtprogramm für Western- und Krimi-Fans, aber ein ordentlicher Eintrag in das 1970er Jahre Schaffen von Charles Bronson. Der präsentiert sich hier gewohnt charismatisch unter der routinierten Regie von Tom Griers. Mag "Nevada-Pass" auch nicht immer stimmig wirken und künstlerisch kaum über den Tellerrand hinausblicken, solides Genre-Kino bekommt man hier über knapp 100 Minuten allemal geboten.

Autor: Pascal Reis

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