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Nach dem Entkommen aus dem Labyrinth sind Thomas und seine Mitstreiter noch immer nicht in Sicherheit. Stattdessen wartet eine neue Herausforderung auf sie: Betrogen von der geheimnisvollen Organisation WCKD landen sie in der Brandwüste, einer trostlosen Landschaft, in der sie sich erneut unglaublichen Gefahren stellen müssen. Die Gruppe um Thomas verbündet sich mit Widerstandskämpfern, auf die sie treffen, um die schockierenden Pläne der mächtigen Institution WCKD zu enthüllen und das Rätsel, um die Brandwüste und warum sie hier sind zu lösen...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Ist es wirklich schon wieder ein ganzes Jahr her? Normalerweise fällt einem der rapide Verlauf des Jahres an großen Momenten wie Weihnachten, Silvester oder dem eigenen Geburtstag auf, doch heutzutage scheinen eher Jugendbuchverfilmungen die großen Indikatoren für den flott an einem vorbeirauschenden 365-Tager-Zyklus zu sein. Gefühlt rannten und kämpften sich Thomas und seine überlebenswillige Gruppe vor gerade mal ein paar Monaten durch das riesige Labyrinth, jetzt befinden sie sich schon in der Brandwüste und rennen und kämpfen ein weiteres Mal um ihr junges Leben. Ob das auch beim zweiten Mal funktionieren mag, war ja zu bezweifeln, immerhin glänzte der erste „Maze Runner“-Film nicht unbedingt durch ein befriedigendes Finale. Viel eher stieß die inhaltliche Richtung des Endes dem Zuschauer gehörig vor den Kopf, warf mehr Fragen auf, als beantwortet wurden und wirkte nicht nur im inhaltlichen Rahmen heftigst forciert. Die Ernüchterung gleich vorweg: „Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste“ versucht zwar die Stärken des ersten Teils aufzunehmen, verliert sich aber immer mehr in der unzusammenhängenden, lahmen und über weite Strecken unheimlich konstruierten Geschichte. Ein Lernprozess der Macher fand hier also scheinbar nicht statt.

Regie führte erneut der visuell durchaus begabte Wes Ball („Maze Runner“), der schon beim Vorgänger (übrigens sein Erstlingswerk) immer wieder nachdrücklich beweisen konnte, was für ein kinematographisches Talent in ihm steckt. Und auch beim zweiten Teil des Franchises darf Ball seine visuellen und inszenatorischen Stärken wieder ausspielen. Die Welt von „Maze Runner“ wirkt zumindest auf der Leinwand ein weiteres Mal pompös, atmosphärisch dicht ausnehmend hübsch designed. Die postapokalyptische Welt kommt erbarmungslos und erdrückend daher, mit großartigen Schauwerten und einigen sehr hübschen, audiovisuellen Spielerein. Hier bleibt sich das Franchise also treu. Ebenso wie in Sachen Action, wird hier doch stets versucht die Stärken des ersten Teils zu kopieren. Da wird gerannt und ausgebrochen was das Zeug hält, vor allem die ersten dreißig Minuten werfen Thomas und seine Gruppe wieder in einen labyrinthischen Komplex, aus dem eine waghalsige Flucht in Angriff genommen werden muss. Das mag vom Mysterium dann nicht so spannend sein, wie bei Teil Eins, ist aber erneut erstaunlich rasant und mitreißend inszeniert, sodass einige der inhaltlichen Versäumnisse, die hier an allen Ecken und Enden ihre Köpfe aus den Löchern stecken, zu Beginn noch gar nicht auffallen mögen.

Diese werden dann aber spätestens in der zweiten Hälfte des Films so präsent, dass auch die visuelle Wucht und die rasante Action des Films nicht mehr viel retten können. Teil 2 des Filmfranchises orientiert sich dabei nur noch in ganz wenigen Zügen an der literarischen Vorlage und ändert diese (zum Gefallen der Fans, das zweite Buch zeichnete sich scheinbar durch eine noch dämlichere Story aus) zum Großteil einfach mal ab. Das Ergebnis ist aber nicht, wie erhofft, eine interessante Erkundung der postapokalyptischen Welt, sondern eine extrem sprunghafte und fast videospielartige („Ich spring von Level zu Level zu Level“) Erzählung, die sich nicht nur überraschend wenig Zeit für Erklärungen lässt, sondern auch die Charaktere komplett an den Rand schiebt. Thomas (Dylan O’Brien - "Prakti.com") und seine gesichtslosen Freunde (bestehend aus Kaya Scodelario - "Pirates of the Caribbean 5", Thomas Brodie-Sangster - "Game of Thrones" und Ki Hong Lee - "Unbreakable Kimmy Schmidt") bleiben lahme Klischees, denen der Film  weder eine vernünftige Exposition noch neue Facetten zugesteht. Da werden dem Zuschauer stattdessen eine Menge neuer, total uninteressanter und zum Großteil ebenfalls durchsichtig klischeehafter Figuren an den Kopf geworfen, die  nur ein müdes Schulterzucken nach sich ziehen. War man im ersten Teil immerhin noch am Ausgang des Films interessiert, verliert sich „Maze Runner 2“ zusehends in der eigenen Sprunghaftigkeit und kann somit weder auf inhaltlicher, noch auch emotionaler Ebene überzeugen.

Sowieso bleibt nach der Filmsichtung die Frage offen, an welche Zielgruppe sich dieses Werk richten soll. Für Erwachsene ist der Film inhaltlich als auch charakterlich zu durchschaubar und klischeebeladen, für Jugendliche und Kinder ist die Visualität zu erbarmungslos und brutal. Augenlose, verweste Zombies, klaffende, blutige Wunden und wilde Schießereien sind Hauptbestandteile des Films. Und so toll das dann auch aussehen mag, die Freigabe ab 12 wird hier teilweise heftig strapaziert*, nicht nur in visueller Hinsicht: Ganz im Sinne des Franchises tischt „Maze Runner 2“ dem Zuschauer erneut ein absolut blödsinniges Ende auf, welches sich aber weniger durch eine doofe inhaltliche Überraschung auszeichnet, sondern durch die Abwesenheit jeglicher Moral. Da schießen die (als zweifellos gut porträtierten) Hauptfiguren mit scharfer Munition auf die (zweifellos als böse dargestellten) Gegner, während diese ausschließlich Betäubungs-Munition benutzen. Die Möglichkeiten hier mit Graustufen zu arbeiten und die eigenen Figuren zu hinterfragen, lässt „Maze Runner 2“ gekonnt links liegen und verlässt sich lieber auf lahme Schwarz-Weiß-Malerei mit einer omnipräsenten, bierernsten  Rachemoral. Der Film entzieht sich also nicht nur inhaltlich und visuell jeglicher Zielgruppe, sondern auch von der Aussage. Da mag der Abschluss des Franchises „Die Auserwählten in der Todeszone“ zwar schon wieder in etwas mehr als einem Jahr auf der Leinwand erscheinen, wirklich herbeisehnen kann man sich diesen aber nicht.


*Auf Schnittberichte.com wurde nun berichtet, dass der Film in Deutschland um circa 90 Sekunden gekürzt wurde, um das 12er Rating zu erreichen. "Maze Runner 2" ist somit die erste Jugendbuchverfilmung, die in der kompletten Version die FSK 16 bekommen hat.

Fazit

Das „Maze Runner“-Franchise bleibt sich treu: Einer tollen Inszenierung, inklusive mitreißender Cinematographie und rasant inszenierter Action steht eine sprunghafte, konstruierte und viel zu oft einseitige Erzählung gegenüber, die gekonnt jegliche inhaltlichen Möglichkeiten links liegen lässt und sich lieber auf die Action konzentriert. Könnte dies erneut für einen spaßigen Abend ausreichen, entzieht sich „Maze Runner 2“ durch die kindgerechte Narrative, der aber überraschend brutalen Visualität jedweder Zielgruppe und mag auch mit seinem blödsinnigen Ende und der diskutablen Rachemoral nur erneut zu enttäuschen. Aus seinen Fehlern konnte Teil 2 des „Maze Runner“-Fanchises also nicht lernen, viel eher fügt er dem wackeligen Kostruckt weitere Ungereimtheiten hinzu. Ob der Abschluss der Serie, der ja auch schon wieder in etwas mehr als einem Jahr erscheint, da noch etwas retten kann, sei also bezweifelt. 

Autor: Thomas Söcker

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