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Atlantischer Ozean in 16.000 Fuß Tiefe - kurz vor dem Ende einer 90-Tage-Schicht trifft die Besatzung der Unterwasserbasis Shack 7 in einem Meeresgraben auf das Wrack eines russischen Schiffes. Nach offiziellen Angaben kreuzt die "Leviathan" auf der Ostsee. Das Logbuch des Wracks gibt weitere Rätsel auf: alle Besatzungsmitglieder starben an einer geheimnisvollen Epidemie. Eine Flasche Wodka aus dem Wrack bringt den Stein ins Rollen: nach dem Wodkagenuß stirbt der Taucher Sixpack unter seltsamen Umständen, nach seinem Tod fängt sein Körper an sich zu verändern. Noch stehen alle vor einem Rätsel, da äußert der Mannschaftsarzt einen schockierenden Verdacht: es handelt sich hier um genetische Veränderungen. Wurde die Besatzung der "Leviathan" Opfer eines fehlgeschlagenen Gen-Experiments? Noch sucht die Crew der Shack 7 nach einer Antwort, da erwacht der Körper des toten Sixpack zu neuem Leben: als eine Art Fischungeheuer wird er für alle zu einer tödlichen Bedrohung...

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Kritik

Es gibt Filme, die sind im Vorfeld schon zum Scheitern verurteilt. Dies liegt an der Schauspielerauswahl (neuere Filme mit „Adam Sandler“), am Regisseur (siehe „Uwe Boll“) oder auch am dahinter stehenden Team (hier fällt mir spontan „Damon Lindelof“ein). Hier ist schon zu Produktionsbeginn klar, dass wird mal wieder nix. Nur äußerst selten werden die Fans doch positiv überrascht. Und dann gibt es Filme, die können aufgrund des Teams dahinter gar nicht so schlecht werden. Zwar ist dies immer subjektiv betrachtet aber gewisse Namen stehen für Qualität oder zumindest mäßiger Qualität. Zu Beginn der Produktion von „Leviathan“ hat wohl keiner damit gerechnet, was für eine Katastrophe im Endeffekt dabei heraus kommt.

Gucken wir uns das Team hinter „Leviathan“ an.  Alleine von den Schauspielern her wurde nicht so viel falsch gemacht. „Peter Weller“ konnte kurz vorher noch seinen größten Erfolg mit „Robocop“ erzielen und auch „Richard Crenna“ ist seit Jahren eine Größe im Geschäft. Regisseur „George Pan Cosmatos“ ist auch kein unbeschriebenes Blatt. Seine Filme wie „Treffpunkt Todesbrücke“, „Die City Cobra“ oder auch „Rambo 2“ sind zwar keine Meisterwerke, dennoch sehenswert und genießen bei Fans teilweise sogar Kultstatus. Altmeister „Stan Winston“ ist auch eine der Größen (wenn nicht sogar der Größte) im Filmgeschäft was Effekte angeht (Oscar für „Terminator 2“, „Aliens – Die Rückkehr“ und „Jurassic Park“). Neben Winston haben es noch viele weitere in den Stab von „Leviathan“ geschafft, welche maßgeblich an der „Alien“-Reihe beteiligt waren. Eigentlich ist ein katastrophaler Film schon fast ausgeschlossen und zumindest ein vernünftiger B-Movie wäre zu erwarten. Doch was genau ist schief gelaufen bei „Leviathan“?

Böse Zungen behaupten, der finanzielle Flop lag am zeitgleich angelaufenem „The Abyss – Abgrund des Todes“ von „James Cameron“. Klar ist „Abyss“ größer und besser, aber ist er alleine für den Flop verantwortlich? Nein. Leviathan macht gar nichts richtig und konnte daher nur neben Camerons Werk verblassen.

Zum einen weiß „Leviathan“ gar nicht was er sein möchte. Sowohl die Aspekte des Thrillers als auch des Creature-Kinos werden hier verarbeitet aber nie vollends ausgearbeitet. Betrachten wir es genauer stellen wir fest, dass sämtliche Ideen und Szenen von bekannten Genrevertretern geklaut worden sind. Die Kreatur sieht nicht nur so aus, sondern verhält und entwickelt sich genau so wie „Das Ding“ aus dem gleichnamigen „John Carpenter“ Klassiker. Die Unterwasserstation sieht aus wie die Kulisse von „Alien“ mit Einflüssen aus „Aliens – Die Rückkehr“.

Ok zugegeben, nicht alles was zusammengeklaut ist muss zwangsläufig schlecht sein, aber neben der Ideenlosigkeit des Ganzen kommt auch niemals Spannung auf. Die Szenerie ist dazu prädestiniert eine spannende Atmosphäre zu kreieren. Hier Fehlanzeige. Gelangweilt spulen die Schauspieler ihre eindimensionalen Rollen herunter. Zu keiner Zeit fiebert man mit sondern schaut sich gelangweilt die gezeigten Bilder an. Zudem sind sporadisch eingeworfene Jump Scares kein Garant für einen spannenden Film.

Aber bestimmt sind die Effekte von Stan gut geworden. Negativ. Nicht nur, dass das Wesen sehr künstlich aussieht (kein Vergleich zu seinen anderen Filmen), wir sehen das Wesen nicht einmal vernünftig. Bis auf die letzten 2 Minuten wird es dem Zuschauer vorenthalten. Zwar wird mal ein Tentakel, mal eine Hand und auch mal ein Gesicht eingeblendet, jedoch wird es erst im Finale in Gesamtheit gezeigt. Taucht es auf wissen wir warum sich die Filmemacher dafür Zeit gelassen haben... Es sieht einfach schlecht und billig aus.

Wenn also ein Film weder durch Effekte, Schauspiel oder Spannung überzeugen kann, bestimmt durch eine tolle Geschichte. Leider auch Falsch. Die Story ist komplett von den bereits genannten Vorgängern geklaut und zu einer öden Kopie zusammengewürfelt wurden, welche so dermaßen klischeehaft ist, dass es weh tut. Wir haben eine an den Haaren herbeigezogene Liebesgeschichte, welche so gar nicht in den Film passen möchte. Wir haben eine Gesellschaft, welche über die Kreatur Bescheid weiß aber nichts sagt (Klingt bekannt oder?). Und wir haben den Held, welcher sich alleine dem Wesen in den Weg stellt. Zusätzlich haben wir sämtliche Charaktere, welche so ein Filmvermuten lässt. Den Sexisten, den Pessimisten, den Arbeiter, die hübsche Mitarbeiterin, welche rein gar nichts in dieser Umgebung zu suchen hat... alle vorhanden aber dermaßen schwach zur Schau gestellt,dass diese dem Zuschauer egal sind.

Zu allem Überfluss sind die letzten Minuten insbesondere die Rettung der Überlebenden so albern und dämlich dargestellt, dass es weh tut. Dies setzt dem ganzen die Krone auf und wenn man bis jetzt nicht lauthals losgelacht hat (dies war nicht im Sinne des Regisseurs) wird man das jetzt tun.

Fazit

Leviathan“ dürfte nur hartgesottenen Fans des Creaturehorrors gefallen. Doch auch diese werden Ihre Probleme haben. Hier lieber zu den Klassikern wie „Das Ding“ oder „Alien“ greifen und "Leviathan" schnell vergessen.

Autor: Christian Kühnemann

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