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Karla (Halle Berry) ist eine alleinerziehende Mutter, die verzweifelt versucht ihren Job als Kellnerin und die Betreuung ihres 6-jährigen Sohnes Frankie unter einen Hut zu bringen. Als ihr Sohn, während eines nachmittäglichen Besuchs in einem Vergnügungspark, vor ihren Augen entführt wird, heftet sie sich an die Fersen der Entführer und wächst dabei über sich selbst hinaus.

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Kritik

Do not underestimate maternal instincts

Der Entführungsthriller Kidnap wurde zwar bereits 2014 fertiggestellt, lief auf Grund des Bankrotts des Produktionsstudios Relativity Media jedoch erst 2017 in den amerikanischen Lichtspielhäusern an. Unter der Schirmherrschaft von Aviron Pictures erwirtschaftete Luis Prietos (Pusher) US-Debut schlussendlich 32 Millionen Dollar und spielte damit immerhin seine Produktionskosten von knapp über 20 Millionen Dollar wieder ein. Die Werbekosten miteingerechnet blieb der Film jedoch klar hinter den Erwartungen zurück und wurde folgerichtig im deutschsprachigen Raum lediglich am Heimkinomarkt veröffentlicht.

Für Hauptdarstellerin Halle Berry stellt Kidnap nach Brad Andersons The Call bereits den zweiten Entführungsthriller innerhalb kürzester Zeit dar. Während der Oscarpreisträgerin in The Call eine weitgehend passive Beobachterrolle zugekommen ist, offeriert ihr das Drehbuch von Knate Lee die Möglichkeit ihr Potential als Action-Heldin unter Beweis zu stellen. Das mag in den wenigen wirklich actionlastigen Szenen – wenn ein Auto gerammt, ein Fußgänger umkurvt oder ein Bösewicht gemeuchelt werden muss – durchaus für ein gewisses Prickeln sorgen. Dieses Aufflackern von Spannung ist jedoch in letzter Konsequenz vor allem der guten Kamera- und Schnittarbeit zu verdanken und verliert im Zuge der schier endlosen, ausgesprochen eintönigen Verfolgungsjagd, der dutzenden Oh mein Gott Ausrufe und der im Grunde noch nicht einmal kurzfilmtauglichen Handlung sehr rasch an Bedeutung.

Ein Film, der in Zeiten der totalen Überwachung allen Ernstes eine Story präsentiert, deren Kern eine mehrstündige, beinahe ungestörte und weitgehend ungeahndete Verfolgungsjagd mit mehreren schweren Unfällen darstellt, wäre bereits bedenklich genug. Wenn dazu auch noch farblose Gegenspieler, schlecht vorbereitete Plottwists und ein dermaßen zuckersüßes Ende gemischt werden, dass beim Hinsehen bereits Karies entsteht, stellt sich durchaus die Frage, ob die 94 Minuten Laufzeit nicht anderweitig besser investiert gewesen wären.

Fazit

Kidnap ist ein kamera- und schnitttechnisch gut gelungener Thriller, der dem Wort geradlinig eine neue Bedeutung verleiht. Ohne wirkliche Höhepunkte quält sich die Handlung schnurgerade von Entführung zu Happy End und präsentiert dem geneigten Zuschauer vor allem schöne Aufnahmen eines roten Minivans, der einen grünen Mustang verfolgt.

Autor: Christoph Uitz

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