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Der Kickboxer Kurt Sloane (Alain Moussi) verdient sein Geld mittlerweile als MMA-Fighter und hat seine düstere Vergangenheit weitgehend hinter sich gelassen. Als er im Anschluss an einen seiner Kämpfe jedoch entführt, zurück nach Thailand verschleppt und dort für den Mord an Tong Po ins Gefängnis gesteckt wird, muss er sich erneut auf einen Kampf auf Leben und Tod einlassen, um diesem Schicksal zu entfliehen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Kickboxing David vs. Anabolic Goliath

Das Kickboxer Franchise hat es im Zeitraum von 1989 bis 1995 immerhin auf fünf Einträge gebracht, die sich qualitativ irgendwo im Niemandsland zwischen passabler Kampfsport-Unterhaltung und unterirdischer Direct-To-Video-Zeitverschwendung bewegen. Ebenso wie viele andere Produktionen diesen Couleurs ist die Prügelreihe Mitte der 90erJahre jedoch in Vergessenheit geraten. Erst Anno 2016 hat Regisseur John Stockwell (Into the Blue) das Franchise mit einem Remake des Erstlings reanimiert, wobei der – im Original von Jean-Claude Van Damme gespielte – Charakter Kurt Sloane in der Neuauflage von Alain Moussi porträtiert wird. Der unterdurchschnittliche Streifen Kickboxer: Vengeance transferiert die simple Rache-Story des Originals in die Jetztzeit und versucht seine fehlende Originalität durch einen ausufernden Endkampf und zahlreiche Cameo-Auftritte von MMA-Stars wie Georges St-Pierre und Fabricio Werdum zu kaschieren.

Bereits zwei Jahre später steht nun die Fortsetzung des Remakes in den Blu-ray Regalen. Kickboxer: Retaliation – abermals aus der Feder von Dimitri Logothesis, der diesmal auch selbst Regie geführt hat – entpuppt sich bei näherer Betrachtung als eine überraschend gut gelungene Aneinanderreihung von Kampfszenen, die den direkten Vorgänger in Sachen Inszenierung und Eigenständigkeit in den Schatten stellt. Klarerweise kann man das Story-Konstrukt, in welches diese Szenen eingebettet sind, nur als morsch und löchrig bezeichnen. Die anfängliche Traumsequenz wirkt in dem reinrassigen Kampfsport-Film ebenso deplatziert wie der aufgesetzt wirkende Nebenplot rund um Sloanes Love-Objekt (Sara Malakul Lane) und die Erblindung von Meister Durand (Jean-Claude Van Damme). Auch der Endkampf gegen Hafþór Júlíus Björnsson aka The Mountain entpuppt sich – wie schon beim Vorgänger – als viel zu lang und ausschweifend. Dies ist jedoch leider ein generelles Problem, an dem das Sub-Genre seit jeher leidet. Der exzessive Einsatz von Kampfsport- (Mike Tyson, Roy Nelson), Sport- (Ronaldinho, Brian Shaw) und 80s-Action-Stars (Neben Van Damme auch Christopher Lambert) wirkt streckenweise ebenfalls etwas überzogen. Weniger wäre hier, wie so oft, mehr gewesen.

Aber – und dieses „aber“ hat Gewicht – die über eine Laufzeit von knapp 111 Minuten verteilten Kampfszenen sind ein wahrer Augenschmaus. Neben der Ästhetik und Körperbeherrschung von Alain Moussi, die in diesem Teil weit besser zur Geltung kommen als noch im Vorgänger, sind es auch die Inszenierung und kameratechnische Orchestrierung der Kämpfe, die begeistern. Besonders hervorzuheben ist hier natürlich die knapp dreiminütige Single-Shot-Kampfszene, in welcher sich der Hauptcharakter gemächlich und unglaublich gut gefilmt durch ein halbes Gefängnis kämpft. Sichtbar von The Protector und Ong Bak inspiriert, versprüht diese zwar nie die Kraft und Intensität der beiden The Raid Teile, ist jedoch trotzdem – gerade, weil es sich bei Kickboxer: Retaliation lediglich um eine Direct-to-DVD Produktion handelt – bemerkenswert. Insgesamt hievt sich der Streifen folglich in ein knapp überdurchschnittliches Bewertungsspektrum, dass im bereits angedachten dritten Teil ruhig beibehalten beziehungsweise gesteigert werden darf.

Fazit

"Kickboxer: Retaliation" ist ein Kampfsport-Actioner wie er im Buche steht. Handlungsentwicklung und Schauspielqualität sind eher unterentwickelt. Dafür wissen die Inszenierung und Produktion der Kämpfe durchwegs zu begeistern.

Autor: Christoph Uitz

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