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Inhalt

Nachdem Robert Langdon in einem italienischen Krankenhaus mit Amnesie erwacht ist, tut er sich mit der jungen Ärztin Sienna Brooks zusammen, weil er hofft, dass sie ihm dabei helfen kann, seine Erinnerung wieder zurück zu erlangen. Außerdem müssen sie einen Wahnsinnigen davon abhalten, eine globale Seuche zu verbreiten, die mit Dantes "Inferno" zusammenhängt.
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Kritik

Knapp 7 Jahre nach Illuminati, dem zweiten Abenteuer von Professor Langdon, wird die Reihe nun endlich fortgesetzt, dieses Mal jedoch in einem etwas peppigerem Gewand. Statt eines langsamen Aufbaus drückt der Film von der ersten Minute aufs Gaspedal, und so folgt die erste Actiosequenz, samt heilloser Flucht aus einem Krankenhaus, bereits 5 Minuten nach der Eröffnungsszene, die den Zuschauer naturgemäß vor viele ungelöste Fragen stellt. Zu allem Überfluss leidet Protagonist Langdon, erneut gespielt von Tom Hanks, auch noch am Verlust seines Kurzzeitgedächtnis, an dessen Stelle immer wieder düstere Vision von der sprichwörtlichen Hölle auf Erden treten.

Erstaunlicherweise fällt vermutlich in besagten 15-20 Minuten bereits die finale Entscheidung, ob einem der Film am Ende gefällt, denn das stakkatoartige Schnittgewitter zieht sich wie ein roter Faden durch den Film, wodurch dieser auf der einen Seite zwar wesentlich moderner wirkt als alte Teile der Reihe, zur gleichen Zeit jedoch auch einen Teil seines Charmes verliert.

Das rasante Tempo hilft indes dabei diverse Logiklöcher, von denen es bei Autor Dan Brown wie üblich eine Menge gibt, gut zu kaschieren, denn bevor man als Zuschauer über Sinn und Unsinn der vergangenen Szene philosophieren kann, folgt auf der Leinwand bereits die nächste aberwitzige Szene.  

Leidtragender ist bei dem Tempo leider Tom Hanks, denn auch wenn man ihm die Rolle des Professors abkauft, gerade wenn er vor einem beeindruckenden Kunstwerk steht und den auswendig gelernten Wikipedia Artikel herunter rezitiert, so ist es doch der Rest des Films, in dem er etwas aus der Rolle fällt. Er rennt, klettert, schwimmt, springt und kämpft, getreu der literarischen Vorlage, nur ist der dortige Langdon eben um etliche Jahre jünger und auch um ein paar Kilo leichter als der 60 jährige Hanks, sodass dieser auf der Leinwand etwas behäbig wirkt – nichts für ungut Mr. Hanks.

Der Rest des Casts wirkt hingegen recht stimmungsvoll, sei es Felicity Jones, die sich in der Rolle der Dr. Sienna Brooks an der Seite von Langdon auf die Jagd nach dem Inferno-Virus begibt, Sidse Babett Knudsen, welche als Leiterin der WHO ebenfalls hinter dem Virus her ist, oder Irrfan Khan, welcher als Vorstand einer geheimen Organisation im Hintergrund die Fäden zieht.

Die Schauspieler profitieren dabei vor allem durch die interessant geschriebenen Figuren, welche auf den ersten Blick zwar etwas klischeehaft gezeichnet wirken, doch wer Dan Brown kennt weiß, dass man besser keine voreiligen Schlüsse über die Motivation mancher Figuren ziehen sollte, denn am Ende fällt man damit gerne auf die Nase. Zwar wirken einige plötzlichen Wendungen im Storystrang etwas bemüht, doch erneut gilt die Tugend: solange der Zuschauer kein Zeit hat über die Szene nachzudenken, kann man auch dumme Entscheidungen treffen, schließlich will der Film in erster Linie unterhalten und dies gelingt ihm, vorausgesetzt man lässt sich auf das Tempo und das leicht absurde Szenario ein.

Ein großes Lob verdient ebenfalls die Wahl der Drehorte, denn die Schauplätze sind wieder einmal wunderschön in Szene gesetzt, gleiches gilt natürlich auch für die diversen Kunstgegenstände, hinter denen sich wie so oft mehr verbirgt, als das bloße Augen auf den ersten Blick erkennt. Man möchte nach dem Film am liebsten den nächsten Flieger nach Florenz oder Istanbul nehmen, um selbst durch die malerischen Straßen und prachtvollen Museen zu schlendern. Einzig so leer wie im Film dürfte es dort im realen Leben wohl leider nur sehr selten sein.

Letzten Endes bedient sich der Film altbekannter Muster und würzt diese durch eine Prise moderner Action auf. Wer bisher mit den Abenteuern von Professor Langdon Spaß hatte, der wird auch diesen Kinobesuch nicht bereuen und vice versa.

Fazit

Inferno reiht sich ein in eine lange Riege von Thrillern, die durch eine temporeiche Handlung, gepaart mit einer globale Bedrohung, diverse Schwächen in der Charakterzeichnung und Logik gut kaschieren können. Über die volle Laufzeit des Films schafft es dieser so den Zuschauer ganz gut zu unterhalten, bricht man die Geschichte jedoch nach dem Kinobesuch runter, so offenbart sich einem ein Flickenteppich aus Ungereimtheiten und Logiklöchern.

“In the middle of the journey of our life I found myself within a dark woods where the straight way was lost.”

Autor: Sebastian Pierchalla

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