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Der Anwalt Rick Magruder (Kenneth Branagh; Kurt Wallander aus der TV-Serie „Wallander“) hilft der Kellnerin Mallory Doss (Embeth Davidtz; Mary Parker aus „The Amazing Spider-Man“) ihren Vater Dixon (Robert Duvall; Lieutenant Colonel Bill Kilgore aus „Apocalypse Now“) in eine psychiatrische Anstalt zwangseinweisen zu lassen. Dieser entkommt jedoch bereits wenige Tage später und beginnt Mallory, Rick und dessen Kinder zu terrorisieren. Gemeinsam mit seiner Kollegin Lois Harlan (Daryl Hannah; Elle Driver aus „Kill Bill: Vol. 1“) und dem Privatdetektiv Clyde Pell (Robert Downey Jr.; Tony Stark aus „Iron Man“) versucht Rick den gefährlichen Psychopaten von seiner Familie fernzuhalten.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Run, run as fast as you can! You can't catch me. I'm the Gingerbread Man!

Der 2006 verstorbene Regisseur Robert Altman dürfte breit interessierten Filmfans vor allem durch die Kriegssatire „M.A.S.H.“ und das Mystery-Drama „Gosford Park“ ein Begriff sein. Neben diesen beiden oscarprämierten Streifen hatte sich Altman über die Jahre hinweg mit Filmen wie „Prêt-à-Porter“, „Short Cuts“ oder „Dr. T and the Women“ hauptsächlich durch überdurchschnittlich gut gelungene Comedy-Dramen einen Namen gemacht. „The Gingerbread Man“ markiert somit – die geniale Crime-Satire „The Long Goodbye“ außen vor gelassen – den einzigen Ausflug Altmans in Richtung reinrassige Thrillerunterhaltung. Diesen Umstand – so viel sei an dieser Stelle bereits vorweg genommen – merkt man dem 1998er Streifen leider auch zu jeder Minute an.

The Gingerbread Man“ lässt nämlich all jene Zutaten vermissen, die die besondere Würze eines spannenden Thrillers ausmachen. Die Story, die auf einem verworfenen Manuskript von John Grisham basiert, ist ungemein vorhersehbar strukturiert und strotzt vor unnötigen Längen. Der finale Plottwist kündigt sich schon zu Beginn des Films überdeutlich stark an und vermittelt somit nur äußerst wenig Suspense-Potential. Auch fesselnde Actionszenen sucht man in Robert Altmans Thriller ebenso vergeblich wie hintergründigen Psychothrill oder pulsbeschleunigende Überraschungen.

Folglich strebt „The Gingerbread Man“ über einen Großteil seiner Laufzeit von immerhin beinahe zwei Stunden, ohne pointierte Wendungen schnurgerade auf einen vorgezeichneten Schlusspunkt zu. Dieser wiederum ist inszenierungstechnisch ausgesprochen gut gelungen und entschädigt für die eine oder andere Länge im vorherigen Handlungsverlauf. Das – von Kameramann Gu Changwei atmosphärisch eingefangene – dauerverregnete Georgia als Haupt-Location und der düstere Score von Mark Isham tragen ihr Übriges dazu bei, den Film vor einer vollständigen filmischen Bruchlandung zu bewahren.

Schauspieltechnisch ist „The Gingerbread Man“ mit einem beachtlichen Ensemble an erlesenen Darstellern ausgestattet. Neben Kenneth Branagh, der in seiner Rolle als verliebter Anwalt entfernt an Richard Gere erinnert, sind es vor allem Robert Downey Jr. und Robert Duvall, die zu begeistern wissen. Auch die ansonsten oft blasse Daryl Hannah und der unterschätzte Tom Berenger („Sniper“) machen eine gute Figur. Leider bleibt Embeth Davidtz in der so wichtigen Rolle der Femme Fatal weit hinter den Erwartungen zurück.

Fazit

Alles in allem ist es mehr als verständlich, dass Robert Altmans Thriller „The Gingerbread Man“ bei seinem Kinostart anno 1998 sowohl von Kritik als auch Publikum eher verhalten aufgenommen worden ist. Trotz einer gelungenen Kameraarbeit, eines thrillertypisch dauerverregneten Settings, eines atmosphärischen Soundtracks und einer talentierten Besetzung, verabsäumt es der Streifen eine durchgehend packende Spannungsstruktur aufzubauen. Auf Grund etlicher unnötiger Längen, einer schwachen Hauptdarstellerin, eines vorhersehbaren Endtwists, einer 0815-Grundgeschichte und einiger beinahe stümperhaft inszenierter Einzelsequenzen, bleibt der Film weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Autor: Christoph Uitz

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