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Es gibt Tage, an denen einfach alles schiefgeht, was schiefgehen kann. So einen Tag  zumindest, erlebt Driver (Mel Gibson) nachdem er während einer wilden Verfolgungsjagd illegaler Weise die Grenze nach Mexiko überquert hat (oder viel eher übersprungen). Erst von korrupten Polizisten ausgenommen, wird er in ein überfülltes Gefängnis verfrachtet, wo man ihm kurzerhand gar die Schuhe stehlen will. Als er dann daraufhin auch noch in eine anarchistische Gefängnisstadt geworfen wird, mit eigenen Regeln sowie Gesetzen, scheint sein Glück perfekt. Doch Driver denkt trotz unzähliger Schwierigkeiten gar nicht ans aufgeben. Im Gegenteil, denn durch die unerwartete Hilfe eines zehnjährigen Jungen (Kevin Hernandez), kann er sich schnell behaupten und plant bereits sein Geld zurückzuholen. Angesichts von Drogenbanden, einem korrupten US-Polizisten, unzähliger Wachen sowie dem skrupellosen Gangsterboss Frank (Peter Stormare), gestaltet sich dies jedoch schwieriger als gedacht. Doch Driver fängt gerade erst an…

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Kritik

Mel Gibson war zuletzt nicht unbedingt der hellste Stern Hollywoods. Immerhin führten seine unzähligen Verfehlungen dazu, unter anderem betrunkenes Autofahren, antisemitische und rassistische Ausraster sowie häusliche Gewalt, dass er von Studiobossen sowie Regisseuren geradezu gemieden wurde. Und selbst Schauspielkollegen lehnten eine Zusammenarbeit mit dem sogenannten Melraiser kategorisch ab (wie zuletzt bei Hangover 2″). Dennoch dachte Mel keineswegs an Aufgabe und versuchte fleißig weiterhin an seine alten Erfolge anknüpfen zu können. Zwar floppten der Rache-Thriller Auftrag Rache und das Drama Der Biber mehr oder weniger an den Kinokassen, doch Mel blieb eben präsent. 

Vielleicht ein Grund dafür, dass nun nach rund zwei Jahren der Actionfilm Get the Gringo doch noch ein Release erhielt. Zwar erscheint der Streifen in den USA nur als Video-on-demand-Angebot, doch dies trübt kaum den Umstand, dass es sich bei dem Film von Regisseur Adrian Grunberg um einen waschechten kleinen Geheimtipp handelt. Denn wer nach unzähligen Jahren den durchaus sympathischen Mel mal wieder richtig in Action erleben will, ist hier genau richtig. So überrascht der Crime-Reißer mit einer coolen Optik, einer lockeren Atmosphäre, einem triefenden wie glorreich getimten schwarzen Humor sowie mit unzähligen blutigen Szenen, die einen glorreichen Payback – Zahltag in nichts nachstehen und diesen gar übertrumpfen.

Regisseur Adrian Grunberg indes, der zusammen mit Mel Gibson die Story schrieb und gleichzeitig sein Spielfilm-Debüt feiert, weiß genau wie er seinen Star am besten in Szene setzten kann, was vornehmlich auch daran liegt, dass hier Mel Gibson selbst teilweise die Federführung übernahm. Geschadet hat dies Get the Gringo jedoch kaum. Im Gegenteil, denn während die Optik, hervorragend von Star-Kameramann Benoît Debie wunderbar dreckig wie bodenständig eingefangen, einen staubigen wie harten Film offenbart, kann auch die Story trotz simpler Elemente vollends überzeugen. So findet sich Driver kurzerhand nach einem rasanten Einstieg in einer Welt wieder, die voller Merkwürdigkeiten sowie Eigenheiten besteht. 

Cops sind vollkommen korrupt, die Gefängnisstadt ist marode sowie anarchistisch ausgefallen und selbst die Mexikaner, sind schonungslos auf ihre schlechtesten Eigenschaften reduziert. Dies mag provokant sein und typisch Mel Gibson mäßig nicht sonderlich schick, doch durch den schwarzen gar schon sarkastischen Humor, passen alle Elemente wunderbar ineinander. Das Tempo bleibt hoch, die Action flott wie brutal, die Dialoge triefen nur so vor Ironie und auch Driver selbst, gibt sich per Off-Kommentar ungewohnt trocken. Kommt dann noch die passende Musikuntermalung dazu sowie die handwerklich wirklich perfekt inszenierte Action (teils hervorragend in Zeitlupe präsentiert), ergibt dies einen kurzweiligen Abenteuer-Trip der Extraklasse, der Mel Gibson erneut in einem fantastischen sympathischen Licht offenbart. Eben auf die leicht verrückte Art, die seine Fans so lieben.

Während so rasant die rund 90 spaßigen Minuten vorbeijagen, wird spätestens im glorreichen Finale klar, dass Get the Gringo durchaus das Potenzial dazu hat, ein Kultfilm zu werden. Umso schwerer wiegt da die Tatsache, dass eben in den USA, wie vermutlich auch hierzulande, der Film von Regisseur Adrian Grunberg keinen Leinwandauftritt bekommt. Verdient hätte es das sonnendurchflutete wie actionreiche Abenteuer von Driver allemal. Denn besonders wenn zum Schluss, wie einst in Payback, Mel zu absoluten Höchstleistungen auffährt, gibt es für den Zuschauer kein Halten mehr. 

Ungeschönt, kreativ, anders, humoristisch sowie flott, gibt es so einen Action-Reigen, was gerade angesichts seiner letzten Filme vor allem ein Wort wieder hervorruft: Coolnes. Dies liegt auch an Mel Gibsons Performance selber, die endlich wieder charmant sowie abgedreht ausfällt.  Unterstützt wird er schlussendlich hierbei vom Newcomer Kevin Hernandez, der an der Seite von Mel ebenfalls stets frech und cool bleibt, was ein Duo erschafft, welches kurzerhand  die Gefängnisstadt vollkommen auf den Kopf stellt. Was folgt ist ein Action-Feuerwerk alter Schule, welches aber zu jederzeit frisch, modern und unglaublich spannend bleibt. Eben einen staubigen, heißen und dreckigen Trip, welchen man nicht so schnell vergisst.

Fazit

Mit "Get the Gringo" meldet sich Mel Gibson so stark, cool sowie charmant wie eh und je zurück. So offenbart der staubige Action-Reißer von Regisseur Adrian Grunberg einen Abenteuer-Trip der Extraklasse, welcher bereits jetzt den Status Kult verdient. Ungeschönt, brutal, sarkastisch und erfrischend anders, gibt es so ein Action-Feuerwerk, welches perfekte Unterhaltung darstellt. Mels Abstecher nach Mexiko ist so vornehmlich eins: Ein hoffentlich baldiges Comeback.

Autor: Thomas Repenning

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