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Anastasia versucht, Christian zu vergessen und stürzt sich in ihren neuen Job. Doch Christian tut alles in seiner Macht, um sie zurückzugewinnen. Als auch Ana ihr Verlangen nicht länger unterdrücken kann, wirft Christians Vergangenheit einen dunklen Schatten...
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Kritik

Kaum ein Franchise polarisierte in den letzten Jahren so sehr,  wie Fifty Shades of Grey. Mit 100 Millionen verkauften Exemplaren und einer halben Milliarde Dollar am internationalen Box Office, ist die große Fanbase und der damit einhergehende finanzielle Erfolg der "Mommy Porn" Reihe kaum zu leugnen. Doch lassen Kritiker kein gutes Haar an der von E. L. James am Blackberry verfassten Twilight Fan-Fiction. Diese stören sich vor allem an dem - gelinde gesagt - furchtbaren literarischen Niveau der Buchreihe. Entsprechend fielen auch die Kritiken zum ersten Film aus, der ganze fünf Goldene Himbeeren gewann. Doch lässt sich Universal, ob des finanziellen Erfolgs der Reihe, natürlich nicht von den Kritikern beirren und bringt morgen den zweiten Teil in die hiesigen Kinos. Trotz erheblicher qualitativer Defizite wird auch dieser dem Studio viel Geld in die Kassen spühlen.

Nachdem Christian Grey (Jamie Dornan) der schüchternen Anastasia "Ana" Steele (Dakota Johnson) zum Ende des ersten Teils zweimal zu viel auf den Hintern geschlagen hat, trennte sie sich von ihm. Genau nach dieser Trennung setzt der zweite Film ein. Ana lenkt sich mit ihrem neuen Job vom Liebeskummer ab. Doch als Christian wieder in ihr Leben tritt und Besserung gelobt, gerät ihre Gefühlswelt vollkommen durcheinander. Nach einigen Avancen möchte auch sie der Beziehung eine zweite Chance geben – diesmal aber ohne Bedingungen. Doch als hätten die beiden mit der neuen Situation nicht schon genug zu kämpfen, versuchen Anastasias Boss (Eric Johnson), Christians ehemalige "Lehrerin" (Kim Basinger) und eine mysteriöse Fremde (Bella Heathcote) die Beziehung zu sabotieren. Dabei steht am Ende nicht nur die Liebe, sondern gar das Leben der beiden auf dem Spiel.

Mit Niall Leonard schrieb diesmal der Ehemann von E. L. James das Drehbuch zum Film. Etwas positives Vorweg: Es enthält keine Vertragsverhandlungen. Im Vergleich zum Vorgänger bewegt sich Leonard dafür aber teilweise noch näher am Kitsch und den unsagbar schlechten Dialogen des Buches. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Neben faulem Erzählen mittels Handynachrichten, fällt vor allem der unausgegorene Fortlauf der Story negativ ins Gewicht. Außer Anastasia und Christian wirkt jeder der Charkatere wie ein bloßer Plot Device, der mit Mühe und Not die sehr dünne Handlung voran treiben soll. Darunter zu leiden haben insbesondere die drei Antagonisten des Films. Diese tauchen genauso unvermindert auf, wie sie wieder verschwinden. Spannung kann dank dieser Vorgehensweise natürlich nicht aufkommen. Immerhin bietet der Film einige unfreiwillig komische Momente. An dieser Stelle soll aber natürlich nichts vorweg genommen werden, da diese Momente für jene von euch, die zur Sichtung des Films genötigt werden, den einzigen Mehrwert darstellen werden.  So viel sei aber verraten: Auf den im Trailer bereits angeteaserten Hubschrauberabsturz, folgt eine der wahrscheinlich witzigsten Szenen des Jahres.

Selbst der talentierteste Cast hätte Probleme damit, dieses fragwürdige Drehbuch auch nur halbwegs überzeugend auf die Leinwand zu bringen. Mit den zwei semi-talentierten Darstellern Dakota Johnson und Jamie Dornan in den Hauptrollen, wird das ganze dementsprechend nicht besser. Die Gewinner der Goldenen Himbeere für das schlechteste Leinwandpaar, überzeugen auch im zweiten Teil mit einer so unglaublichen Chemie, wie es bisher nur Hayden Christensen und Natalie Portman in Star Wars: Episode 2 geschafft haben. Das macht die ohnehin schon übertrieben kitschige und melodramatische Romanze noch unglaubwürdiger. Und man behalte bitte im Hinterkopf, dass diese beiden noch die best geschriebendsten Charaktere spielen.

Trotz all der inhaltlichen Mängel kann man dem Film einen gewissen Produktionswert nicht absprechen. Auf technischer Seite ist er durchaus solide, wenn auch von Regisseur James Foley (House of Cards) eher zweckdienlich inszeniert. Große Schwächen zeigt er aber ausgerechnet in dem Bereich, der für diesen Film so ungeheuer wichtig ist - dem Sex. So verklärt wie die Romanze erzählt wird, so verklärt wird auch der Sex im Film inszeniert. Wenn die in höchsten Maße uninspirierte Hollywood Ästhetik dem Film noch ein bisschen sexyness lässt, dann wird diese durch den furchtbar generischen Soundtrack ruiniert, der zu jedem Zeitpunkt besingen muss, was gerade passiert. Ein Film über Sex könnte kaum weniger sexy sein.

Fazit

Der zweite Teil der Fifty Shades of Grey Reihe stellt weder eine Verbesserung, noch eine Verschlechterung zum ersten dar. Wer also trotz der erheblichen qualitativen Defizite und der prüden, vor Kitsch und Melodrama triefenden Geschichte bisher Spaß am Franchise hatte, der wird auch mit Gefährliche Liebe auf seine Kosten kommen.

Autor: Tobias Bangemann

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