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Inhalt

Christine arbeitet in einer Bank und hat dabei nicht immer die leichtesten Aufgaben zu tun. Nicht selten kommt es vor, dass sie mit einer Entscheidung das Leben eines Menschen kompett verändert. Als eine alte Zigeunerfrau darum bittet, das ihr Kredit, den sie nicht bezahlen kann, verlängert wird, lehnt Christine ab. Als sie ihren Arbeitstag beendet und ins Parkhaus zu ihrem Auto geht, lauert ihr die alte Frau auf und belegt sie mit einem Fluch.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Dass Sam Raimi es nach seinen Ausflügen in den hochbudgierte Marvel-Mainstream mit seiner „Spider-Man“-Trilogie wohl mal wieder bitter nötig hatte, zurück zu seinen glitschigen Wurzeln zu kehren, wird in „Drag Me to Hell“ wohl in jedem Frame überdeutlich. Mit dem Franchise um den weltberühmten Wandkrabbler hat Raimi sich in den Fängen der Blockbustermaschinerie wiedergefunden, sich in den quietschenden Mühlen dieser allerdings nicht zermahlen lassen, sondern mit jeder Menge Leicht- und Aufrichtigkeit bestes Unterhaltungskino inszeniert, um der künstlerischen Abstumpfung so lautstark Paroli bieten zu können. „Tanz der Teufel“, „Tanz der Teufel 2“ und Armee der Finsternis“ haben dem Horror- respektive Splatter-Genre neue Impulse gesetzt, weil Raimi es verstand, seine deftigen Ekelpassagen mit skurrilem Humor und einem wunderbaren Maß an Originalität zu kombinieren. Und genau dort setzt Sam Raimi mit „Drag Me to Hell“ wieder an, einer vortrefflichen Fingerübung, die gleichzeitig auch einem wahren Befreiungsschlag gleichkommt.

Mit dem All-American-Girl Christine (Alison Lohman) kann man sich als Zuschauer schnell arrangieren, macht sie doch einen geerdeten und zielstrebigen Eindruck, ohne zu sehr in eine befremdliche Versessenheit in ihrem Gehabe abzudriften. Dass es dann ausgerechnet ein karrieristischer Schritt ist, der Christine in einen Alptraum stolpern lässt, kann sich wohl als Sam Raimis ganz eigener, allegorischer Kommentar zu den gnadenlosen Spielregeln der Wirtschaft verstehen: Wer in dieser auf Leistung bedachten Welt etwas erreichen will, muss sein Verhalten bar jeder Moral ansiedeln. Christine, eine engagierte Bankangestellt mit Aussicht auf Beförderung, nämlich erklärt der unheimlichen Zigeunerin Sylvia Ganush (Lorna Raver), dass es nicht in Frage kommt, ihr einen dritten Kredit für die Fristverlängerung ihres Hauses zu gewährleisten. Nachdem die alte Dame sogar auf die Knie fällt und regelrecht um die Hilfe Christines bettelt und trotzdem auf taube Ohren stößt, wird Christine mit einem alten Fluch belastet: Dem Lamia! Passend ist dann auch, dass Christines Freud Clay (Justin Long) ein freudianischer Psychologe ist – Und in seiner Weltanschauung ist kein Platz für Esoterik.

„Drag Me to Hell“ manifestiert sich fortan als eine ganz und gar klassische Gruselgeschichte. Schon das Opening, in dem turbulente Kamerafahrten die Winkel einer schaurigen Villa in herrlichen Einstellungen abgrasen und ein wummernder Score (Christopher Young) eine Familie in ihrer Verzweiflung zu einer Exorzistin begleitet, zeigt auf, in welchem Jahrzehnt wir uns mit „Drag Me to Hell“ wiederfinden werden, selbst wenn er in der Jetztzeit angelegt ist: In den urigen 1980er Jahren. Mit einem angenehmen Trashfaktor im Schlepptau, imaginiert Sam Raimi ein unvorhersehbares Bedrohungsszenario, in dem Christine von den dunklen Mächten überall und in jedweder Form angegriffen werden kann: Ob es nun die langen Schatten hinter der Tür sind, die ihre Klauen nach Christine ausstrecken oder auch das Taschentuch der Zigeunerin, das sich hartnäckig bis ins Auto vorkämpft. In „Drag Me to Hell“ besitzen die Effekte ein Eigenleben und unterdrücken die eigentliche Geschichte zu keiner Zeit, sondern werden ein Teil dieser.

Da geht es dann auch mal reichlich absurd vonstatten, „Drag Me to Hell“ allerdings wird niemals so abstrakt, dass er die haptischen Gesetzen des Raimi-Universums zu torpedieren vermag. Hier währt die schiere Phantastik am längsten und Raimi schöpft diese in aller Süffisanz aus: Widerwärtiger Schmodder, ein blökender Ziegenbock und die womöglich letzte Rettung: Eine Seance. Hyperrealismus hat hier nun mal keinen Platz und der Handlungsrahmen, der einer reinen Funktionalität entsprechen könnte, wird von Raimi immer wieder ironisch gebrochen. „Drag Me to Hell“ pflegt seinen B-Movie-Charakter, ist handwerklich aber so sorgsam montiert, soundtechnisch brillant und sympathisch detailverliebt, wie es so manch offensichtliche A-Produktionen nicht zu bewerkstelligen imstande sind. Dass es dann auch noch eine Waldhütte sein soll, in der Christine endlich wieder zu Kräften finden möchte, ist natürlich noch einmal ein ganz heftiger Fingerzeig in Richtung Sam Raimis großen Klassikern – Doch ob sie diese überhaupt erreichen wird, steht bis zum hundsgemeinen Finale in den Sternen.

Fazit

Sam Raimi kehrt zurück zu seinen Wurzeln und inszeniert mit „Drag Me to Hell“ eine ungemein klassische Gruselgeschichte. Dabei schöpft Raimi aus den Vollen, setzt wunderbare Effekte in Szene, entfacht eine ungemein atmosphärisches Sounddesign, lässt den schleimigen Ekel florieren und kann sich auf seine überzeugenden Schauspieler verlassen. Ein wahrhaftig phantastisch-schauriges Erlebnis, wie man es in dieser Form zuletzt in den 1980er Jahren antreffen hätte können.

Kritik: Pascal Reis

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