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Inhalt

Fünf Freunde, Ash (Bruce Campbell), seine Freundin Linda (Betsy Baker), Cheryl (Ellen Sandweiss) sowie das Pärchen Scott (Richard DeManincor) und Shelly (Theresa Tilly), machen einen gemeinsamen Ausflug in eine abgelegene Waldhütte in Tennessee. Doch während bereits der Weg zur kleinen Tortur wird, geraten die Dinge vor Ort völlig außer Kontrolle. Denn nachdem die Gruppe ein mysteriöses Buch , das sogenannte Necronomicon, sowie einige Aufzeichnungen im Keller des alten Hauses gefunden hat,  wird durch eine ausversehen abgespielte Beschwörungsformel das ultimative Böse entfesselt. Fortan wird nicht nur der Wald lebendig und Geister machen den Fünf das Leben schwer, sondern auch furchtbare Dämonen finden den Weg in unsere Welt…

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Kritik

Mit gerade einmal 22 Jahren, brachte Regisseur Sam Raimi seinen ersten Kinofilm auf die Leinwand und erschuf somit ein Werk, welches nicht nur schnell Kultstatus erreichte, sondern auch eine Debatte sondergleichen auslöste. Schockierend, viel zu brutal, Gewaltverherrlichend sowie ekelhaft. Dies waren nur einige der Bezeichnungen, die Tanz der Teufel im Jahre 1981 von seinen Kritikern bekam. Was folgte war die Indizierung und Beschlagnahmung in Deutschland sowie eine Anheizung der Debatte über Gewaltfilme. Doch gerade dies, verstärkte den eigentlichen Kult um das ungewöhnliche Werk noch um ein vielfaches. Und ungewöhnlich war es allemal. Denn obgleich die B-Movie-Mentalität offen zelebrierte wurde und das Independent wie Low-Budget Projekt teils mit minimalistischer Inszenierung aufwartete, konnte der erfrischende Splatterbeitrag das Genre revolutionieren. Denn Raimi, der schon als Kind auf Super 8 Filme drehte und auch ein riesiger Comic-Fan ist, überzeugte durch viele hervorragende Ideen, einer kreative Kameraarbeit, einer düsteren schauderhaften Atmosphäre sowie mit einem Hauptdarsteller, der selber noch Kultstatus erlangen sollte.

Die Geschichte basiert hierbei auf einer eigenen Idee von Raimi, die er bereits Jahre vor dem eigentlichen Film mit seinen Freunden Robert Tapert, der als Produzent fungierte, und Bruce Campbell, der Hauptdarsteller wurde, umsetzte. Der Kurzfilm Within The Woods, sollte dabei als eine Art Werbung dienen, um Kapital für den richtigen Film zu sammeln. Zwar klappte dies nicht (Aufgrund von Urheberrechtsproblemen bei der Musik, ist der Film bis heute nicht veröffentlicht), doch nur rund drei Jahre später konnte die Story dann doch umgesetzt werden. Zum Glück, denn trotz vieler bekannter Motive (einem leeren gruseligen Haus im Wald, einer Menge Nebel, viel Suspense sowie entstellten Dämonen), überraschte der Splatterfilm mit einer Menge Innovation, die trotz geringer Möglichkeiten beim Dreh eine fast schon unbeschreibliche Wirkung entfalteten. Von der ersten Minute an, herrschte eine ständige Bedrohung, die stets das Gefühl vermittelte, dass hier etwas Furchtbares vorgeht. Die Atmosphäre ist so auch heute noch spannend, bedrückend, klaustrophobisch sowie unsagbar packend. Vor allem der dunkle Wald und die leere Hütte am Anfang, ergeben ein Gesamtbild, dass sich so manch ein Genre-Vertreter noch abschauen könnte. Denn zu Beginn zählt nicht der Splatter, sondern die Überraschung, das Unbekannte und das Spiel mit dem Zuschauer. Spätestens aber wenn das Necronomicon seinen Auftritt bekommt, geht der Spaß erst so richtig los.

Die Idee des Necronomicon, welches in allen drei Teilen der Reihe seinen Auftritt bekommt, basiert dabei auf einem Essay des US-amerikanischen Schriftstellers H.P. Lovecraft (History of the Necronomicon) aus dem Jahr 1927. Mit Blut geschrieben sowie mit Menschenhaut gebunden, beinhaltet das Buch der Toten viele Beschwörungszauber, die vor allem Dämonen in unsere Welt rufen. Gerade dies, bekommt die Gruppe rund um Ash am eigenen Leib zu spüren. Zwar ist die Idee eines alten Kellers, in dem ein gruseliges Buch liegt und plötzlich jede Menge Monster die Gegend unsicher machen, nicht gerade unbedingt neu oder gar revolutionär, doch Raimi weiß gekonnt, mit dem Genre umzugehen. Nicht umsonst liegt im Keller auch ein halbes Poster von Wes Cravens Hügel der blutigen Augen. So inszeniert Raimi seine Dämonen-Hatz stets ironisch (was damals noch kritisiert wurde), umgeht gekonnt Klischees oder bedient diese gar, nur um danach eine ganz andere Wendung einzuschlagen. Doch gerade wie Raimi dies in Szene setzt, trug viel dazu bei, dass heute Tanz der Teufel als stilbildend gilt. Denn mit Dingen wie der Shakycam, eine auf einem Brett geschnallte Kamera, die durch den Wald bzw. durch die Hütte gezogen und mit veränderter Geschwindigkeit abgespielt wurde, oder dem ständigen Schwenks oder schnellen hektischen Bewegungen, erschuf Raimi einen Stil, der zu seinem Markenzeichen werden sollte. Dies zusammen mit den ständig präsenten Geräuschen und der seltsam anmutenden Musik, ergibt eben ein Gesamtbild, welches trotz geringer Mittel eine optimale Wirkung entfaltet. So entsteht wahrer Psychoterror, der bis zur letzten Minute fesselt.

Während bereits die erste Hälfte mit vielen Ideen aufwartet, schafft es Regisseur Sam Raimi zusammen mit einer Menge Splatter Richtung Finale hier noch einen draufzusetzen. Mit grandiosen Masken, die wahrlich aus der Hölle stammen, einer Menge Kunstblut sowie einer gehörigen Portion Gore, weiß Raimi durchaus zu faszinieren. Da wird gestochen, gekämpft, geworfen, gekratzt, gebissen, gekaut und schlussendlich werden sogar reihenweise Gliedmaßen abgetrennt. Stets humorvoll aber durchaus ansprechend inszeniert, entsteht so eine schaurig-skurrile Stimmung, die vor allem Richtung Finale Ash zum Star der Handlung macht. Alle anderen Figuren haben indes eh nur die Aufgabe, irgendwann ins Totenreich überzugehen, nur um dann prompt zurückzukehren, um so Ash das Leben schwer zu machen. Eine tiefe Charakterstudie ist Tanz der Teufel deshalb nicht. Was zählt ist eben der Spaß und der kommt zu keiner Zeit zu kurz. Und spätestens wenn im Finale per Stop-Motion-Animation die Gegner in ihre Einzelteile zerschmelzen, ist klar, dass hier keine weiche Kost serviert wird. Denn trotz einer anfangs noch leichten Stimmung, ist der Film nichts für schwache Nerven.

Fazit

"Tanz der Teufel" ist ein blutiges Ideenfeuerwerk, welches 1981 einen Kult initiierte, der noch zwei grandiose Nachfolger nach sich zog. So erschuf Regisseur Sam Raimi trotz geringer Mittel ein Meisterwerk des Splattergenres, das mit einer ungewöhnlichen Kamera überzeugte, einer Menge Gore, viel Ironie sowie mit einem Bruce Campbell, der schon in Ansätzen zeigte, was in ihm steckt. Besonders die Effekte waren für die damalige Zeit wegweisend und auch die ungewöhnlichen wie kreativen Ideen dienten vielen Hobby-Filmern als Inspiration. Für Fans ein Muss, für alle anderen eigentlich ebenfalls Pflicht.

Autor: Thomas Repenning

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