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Wheeler ist ein knallharter Geheimagent. Doch plötzlich wacht er als Gefangener in einem Atom-U-Boot der CIA auf. Wie er dahingelangt ist und wer ihn in diese missliche Lage gebracht hat, bleibt zunächst unklar. Um der Sache auf den Grund zu gehen und dem Verlies unter Wasser zu entkommen, schließt sich Wheeler mit dem sich ebenfalls an Bord befindenden Agenten Marco und der taffen Cassie Taylor zusammen. Ein gefährlicher Gefängnisausbruch beginnt, bei dem Wheeler und seine Mitstreiter stark in der Unterzahl sind. Dass es den zahlreichen Feinden nicht an tödlichen Waffen mangelt, macht die Sache auch nicht gerade einfacher. Doch das soll für den erfahrenen Agenten kein Hindernis sein...

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Kritik

Nachdem es ihnen in Universal Soldier IV – Tag der Abrechnung und The Expendables 2 verwehrt geblieben ist, sich eine Szene zu teilen, dürfen Jean-Claude van Damme (Mit stählerner Faust) und Dolph Lundgren (Red Scorpion) nach nunmehr fast zehn Jahre in Black Water wieder gemeinsam vor die Kamera treten. Der geneigte Verfechter der beiden Haudrauf-Recken wird natürlich von wohligen Erinnerungen an Roland Emmerichs Univeral Soldier heimgesucht, in dem sich der wendige Belgier und der hünenhafte Schwede zum ersten Mal bis über den Tod hinaus in einem gnadenlosen Privatkrieg gegenüberstanden. Im Regiedebüt des Kanadiers Pasha Patriki, der zuvor beispielsweise als Kameramann beim Dominic Purcell-Vehikel Gridlocked tätig war, dürfen die Koryphäen des Actionkinos nun zum ersten Mal mit angespannten Muskeln an einem Strang ziehen.

Herausgekommen ist dabei vor allem Dutzendware aus dem Direct-to-DVD-Sektor, der zum Unmut aller Fans nicht nur den obligatorischen Endfight zwischen Van Damme und Lundgren von vornherein unterbindet, sondern auch reinrassigen Etikettenschwindel betreibt, wenn sich schlussendlich herausstellt, dass die beiden Genre-Ikonen nicht einmal zehn Minuten zusammen im Film zu sehen sind. Und, das scheint absehbar gewesen zu sein, natürlich sind genau diese Minuten die besten des Films, weil Black Water genau dann verstanden hat, dass man Van Damme und Lundgren nur wirkungsmächtig handhaben kann, wenn man sie von der Leine und den Bösewichtern ordentlich auf die Nase geben lässt. Ansonsten zeichnet sich Pasha Patriki mit seinem Einstand auf dem Regiestuhl für oftmals schwerfällige, kaum energetisch arrangierte Konfektion verantwortlich, die wenig Gespür für Kinetik und Setting besitzt.

In den ersten 15 Minuten gelingt es Black Water, einige Eindrücke aufleben zu lassen, die den Zuschauer nicht vollkommen kaltlassen. Wenn Jean-Claude van Damme auf dem umfunktionierten U-Boot zu sich kommt und erst einmal seine Gedanken sortieren muss, um zu sich zu kommen, dann wird dieser Besinnungsaugenblick nicht nur von einem soliden Klima der Desorientierung begleitet, es folgt auch eine Rückblende, in der sich die Muscles from Brussels in und um ein Hotel schussgewaltig gegen eine Horde Störenfriede zu Wehr setzen darf. Danach versucht sich Pasha Patriki glücklos daran, einen ganz klassischem Thriller nach Hausmannskostrezept auf die Beine zu stellen, in dem sensible Daten dafür sorgen, dass es unter Wasser zu einem klaustrophobischen Kampf um Leben und Tod kommt. Oder besser gesagt: Kommen soll. Ein einnehmendes Gefühl für die beengten Räumlichkeiten des schwimmenden Guantanamo Bay nämlich evoziert Pasha Patriki nicht; letztlich auch aus dem Grund, weil die Location oftmals nach Studiokulisse anmutet – und die CGI-Effekte der Außenaufnahmen des U-Boots dann doch auf ein überschaubares Budget schließen lassen.

Dass die Actionsequenzen zwar schnell geschnitten, aber nicht zerschnitten werden, lässt auf Patrikis vorherige Beschäftigung als Cinematograph schließen, allerdings ist dieser Umstand – gerade gemessen an den recht spärlichen beziehungsweise nie beeindruckenden Set Pieces – nur ein Tropfen auf den heißen Stein, geht Black Water doch jeder schöpferische Geist ab, wenn er Jean-Claude Van Damme und seine Gefährten in eine bräsige Geschichte um Verrat und Kabale einbindet, die sich durch dröge Dialoge selbst konsequent ausbremst. So sehr man auch mit Van Damme und Lundgren sympathisieren sollte, die beiden sind nicht mehr in der Lage, um einen Film durch ihre bloße Gegenwart (und die von Lundgren, der ebenfalls einen Gefangenen der geheimen Gruft darstellt, fällt gering aus) aufzuwerten und über die Ziellinie zu tragen. Einen besseren Film haben sie sich dennoch verdient.

Fazit

Sicherlich gab es schon schlimmere "Alarmstufe:Rot"-Rip offs, aber auch schon weitaus packendere. "Black Water" ist kein Totalausfall, dafür ist er am Ende des Tages auch schlicht zu uninteressant. Was dem Film allerdings fehlt, ist seine Leidenschaft zur Materie. Regie-Debütant Pasha Patriki weist kaum Gespür für choreographische Dynamik und Setting auf, was "Black Water" zu einem schwerfälligen, austauschbaren DTV-Vehikel macht. Außerdem: Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren sind nicht einmal zehn Minuten zusammen vor der Kamera zu sehen.

Autor: Pascal Reis

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