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Die Rebellion einer Hausfrau, von domestizierter Sklavin zu hundsbeiniger Verweigerin: In BITCH fletscht die Titelheldin buchstäblich die Zähne und erteilt der patriarchalen Ordnung eine knurrende Absage! Jill ist die Frau von Karrieremann Bill und heimgebliebene Mutter von vier Kindern, die es gewohnt sind, dass Mama die eigenen Bedürfnisse erstmal hintenanstellt. Nach einem missglückten Selbstmordversuch taucht vor ihrem Küchenfenster ein wilder Hund auf und schon bald kann Jill das Bellen in ihrem Kopf nicht mehr unterdrücken. Bis es schließlich mit unbändiger Wucht aus ihr herausbricht. Jill kläfft und läuft auf allen Vieren – Jill ist jetzt ein Hund. Aber eben kein zahmer und stubenrein schon gar nicht! Soll Bill sich zur Abwechslung mal um die ganze Scheiße kümmern...

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Kritik

Bitch von Regisseurin, Autorin und Hundemimin Marianna Palka (GLOW) legt einen tollen Start hin und überzeugt in den ersten zehn Minuten mit einem Versprechen, welches im Laufe des Films leider vergessen wird, weil Palka sich in einem Seitenaspekt der Geschichte verfängt und somit vergisst ihr Versprechen einzuhalten.

Die Geschichte der unerfüllten und hoffnungslos überarbeiteten Hausfrau ist nicht wirklich originell, doch ist die Prämisse, die Bitch als Grundlage nutzt (Jill erleidet nach einem erfolglosen Selbstmordversuch einen psychischen Zusammenbruch und glaubt sie sei ein wilder Hund, woraufhin sie in den Keller gesperrt wird), so krank und weit hergeholt, dass sie dennoch fasziniert. Letztendlich wird aber versäumt die Prämisse nach der anfänglichen Etablierung weiterhin bedeutenden Einfluss auf den Storyverlauf haben zu lassen. Es scheint offensichtlich, dass die Auswirkung der “Verwandlung” von Jill auf ihre Umgebung—ihren arbeitssüchtigen und untreuen Karrieremann Bill (Jason Ritter) und undankbaren Gören von Kindern—hier im Fokus zu stehen scheint; wie aufgeschmissen die ganze Familie ohne die Mutter ist, die alle aufopfernd zusammenhielt ohne dafür die kleinste Anerkennung zu erhalten. Doch wirkt diese Botschaft so selbstredend, offensichtlich und einfach, dass man sich am Ende ein geseufztes “No shit” nicht verkneifen kann, wobei das eigentliche Ende dann doch überraschend süß und ehrlich ausfällt.

Fazit

Die durchaus interessante Idee hinter "Bitch" wird leider nicht zum vollen Effekt ausgenutzt, so dass sich der Film nach der unkonventiellen Prämisse und des vielversprechenden Anfangs in Konventionen verfängt. Sehr gute Darsteller und ein toller Schnitt können dabei auch nicht die Schwächen im Drehbuch ausbügeln, das teilweise etwas amateurhaft zu geschrieben sein scheint und nicht gerade mit seinen nuanicerten Metaphern auffällt.

Autor: Kadir Güngör

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