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Der junge Held Beowulf steht Hrodgar, dem König der Dänen, im Kampf gegen das trollähnliche Ungeheuer Grendel bei. Das angelsächsische Gedicht, das der Geschichte zu Grunde liegt, gehört zu den ältesten Schätzen der altenglischen Literatur. Nähere Infos zu dem Thema findet man bei wikipedia.org. In grauer Vorzeit der Heldensagen stellt sich der mächtige Krieger Beowulf dem Duell mit dem monströsen Dämon Grendel. Der Sieg über ihn erregt den höllischen Zorn von Grendels ruchlos-verführerischer Mutter, der für ihre Rache jedes Mittel recht ist...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Robert Zemeckis war schon immer ein Regisseur, der sich gerne an den neuesten Errungenschaften der Technik versucht hat. Seine Vorliebe für technische Spielereien hat großartige Filme wie etwa „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“hervorgebracht, hat jedoch auch seine Schattenseite. So setzte der Regisseur Mitte bis Ende der 2000er auf eine noch nicht wirklich ausgereifte Technik des Motion Capturing und stürzte damit neben „Der Polarexpress“ auch „Die Legende von Beowulf“ tief in die Abgründe des Uncanny Valley. Es bleibt unklar, warum Zemeckis nicht aus seinem ersten Fehler gelernt hat, vielleicht sieht er sich nur gerne als eine Art Vorreiter für neue Techniken.

Auf dem Papier wirkt Zemeckis Projekt durchaus vielversprechend, basiert sein Film doch auf der nordischen Sage um ebenjenen Beowulf. Dass dabei kein tiefsinniger Diskurs geführt wird, scheint klar, doch gelingt es den Drehbuchschreibern Roger Avary ("Pulp Fiction") und Neil Gaiman ("Der Sternwanderer") das Epos mit der notwendigen Härte und Rohheit zu adaptieren. Was viele dem Film als Gewaltverherrlichung vorwerfen, scheint im Kontext der literarischen Vorlage nicht nur angemessen, sondern sogar höchst treffend. Darüber hinaus wirft „Die Legende von Beowulf“ durchaus interessante Fragen auf, indem er seinen Protagonisten zunächst zum Helden stilisiert, nur um ihn danach durch seine eigene Begierde wieder dahinzuraffen.

Unglücklicherweise ist die Optik des Films ein dermaßen heftiger Störfaktor, dass sich alle vielversprechenden Ansätze in Luft auflösen. Jegliche Brutalität und Ernsthaftigkeit, die man dem Drehbuch noch anmerkt, wird dadurch ins Lächerliche gezogen, zu keiner Sekunde ermöglich der Film seinem Betrachter Zugang zum Gezeigten. Das ist schade, hätte „Die Legende von Beowulf“ durchaus ein ordentlicher Film werden können. Doch durch seinen digitalen Look fühlt sich der Film wie ein veraltetes Videospiel an, verschenkt damit gleichermaßen Sympathien und Potential und fällt damit in die Kategorie von Filmen, die man schon während der Sichtung am liebsten schnell wieder vergessen würde.

Warum Regisseur Zemeckis seinen Film mit Motion Capturing realisiert hat, bleibt ungewiss. Fakt ist jedoch, dass er so einen Großteil seiner namhaften Schauspielriege schlichtweg verschenkt hat, beraubt die unausgereifte oder einfach nur falsch eingesetzte Technik den Darstellern doch einen Großteil ihrer Mimik und Gestik. Führt man sich die Liste der Schauspieler vor Augen, erscheint das doppelt ärgerlich, denn dort findet man Namen wie Anthony Hopkins („Das Schweigen der Lämmer“), John Malkovich („Being John Malkovich“) und Brendan Gleeson („Brügge sehen… und sterben?“). Sie alle werden der Möglichkeit beraubt ihr Potential zu entfalten und verpuffen dadurch als nichtssagende Gesichter in der sterilen Eintönigkeit des Films.

Fazit

Uncanny Valley – Der Film. Robert Zemeckis setzt erneut auf Motion Capturing und verschenkt damit eine erstklassige Schauspielerriege, ein ordentliches Drehbuch und jegliche Sympathien des Zuschauers. Denn der winkt bei der katastrophalen Optik des Films schnell ab, lässt die restlichen zwei Stunden des Films halbherzig über sich ergehen und denkt währenddessen an spannendere Geschichten, zum Beispiel, dass er nach dem Film noch den Müll rausbringen muss.

Autor: Dominic Hochholzer

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