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Das mitreißende Tennis-Spiel von 1973 zwischen der Weltranglistenersten Billie Jean King und Ex-Champion Bobby Riggs wurde als das "Battle of the Sexes" gehandelt und war das meist gesehene Sport Event aller Zeiten im Fernsehen. Das Spiel fing den Zeitgeist ein, löste eine weltweite Diskussion über die Gleichberechtigung der Geschlechter aus und brachte dadurch die Frauenbewegung voran. Im Blitzlichtgewitter der Medien vertraten King und Riggs gegenseitige Positionen einer heftigen Debatte, doch außerhalb des Spielfeldes fechtete jeder deutlich persönlichere und komplexere Kämpfe aus. Die leidenschaftliche King wurde von ihrem Ehemann unterstützt und angespornt, sich für die gleichberechtigte Bezahlung von Frauen einzusetzen und hatte privat Schwierigkeiten, mit ihrer eigenen Sexualität umzugehen; während Riggs sein Vermächtnis und seine Reputation aufs Spiel setzte, um den Ruhm seiner Vergangenheit neu zu beleben. Zusammen boten Billie und Bobby ein gesellschaftliches Spektakel, das weit über die Grenzen des Tennisplatzes hinausreichte und zu Gesprächen anregte zwischen Männern und Frauen in Schlafzimmern und Sitzungsälen überall auf der Welt.
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Kritik

Die titelgebende Schlacht von Jonathan Daytons und Valerie Faris' Sportdrama dreht sich um mehr als ein Tennismatch und die reale Billie Jean King kämpft darin bis heute. Denn der Sieg, den das Ende zum Greifen nah erscheinen lässt, liegt unverändert in weiter Ferne. Ein Indiz dafür ist die Geschichtsepisode, die selbst nicht den Klischees entkommt, die sie widerlegen will. Eines davon ist die Emotionalität, mit der ATP-Mitbegründer Jack Kramer (Bill Pullman) und der Ex-Tennisstar Bobby Riggs (Steve Carell) die angebliche Minderwertigkeit von Sportlerinnen gegenüber Sportlern begründen. Und was ausgerechnet ist die größte Schwäche von Emma Stones King? Romantische Gefühle.

Die Affäre der 29-jährigen Weltranglisten-Ersten mit ihrer Hairstylistin Marilyn (Andrea Riseborough) wird zur Crux des Plots und auf dem Platz, wo Kings Sieg knapper inszeniert ist als er tatsächlich war. Dafür bekommt Riggs eine Reihe Ausflüchte für seine Niederlage parat gelegt. Das Manko des frauenverachtenden Altspielers, der die junge Tennis-Generation um ihre Popularität beneidet, ist das Unterschätzen seiner Kontrahentin. Mit skurrilen Publicity-Stunts stellt Riggs sein Überlegenheitsgefühl zur Schau. King hingegen zeigt das Regie-Duo beim eisernen Training und relativiert mit dieser Gegenüberstellung ihre sportliche Leistung: Eine topfitte junge Frau schlägt einen untrainierten alten Knacker – und auch das nur gerade so.

Solche inszenatorischen Schachzüge scheinen ein Konsens an jene männlichen Zuschauer, denen der bloße Gedanke an Ebenbürtigkeit als Beleidigung erscheint. Gleiches gilt für das Lächeln, mit dem King und die Profispielerinnen, die gemeinsam für faire Bezahlung kämpfen, sexistische Kommentare von Sportkommentatoren und Radio-DJs hinnehmen. Im Film gilt wie in der Realität, dass eine Frau schmierige Sprüche als Kompliment aufzunehmen hat – obwohl sie das keineswegs sind. Letztes gilt auch für die kurzweilige Anekdote, die bei allem Unterhaltungswert einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Der naive Erzählton ist zu sehr Riggs Geistes Kind, um der Hauptfigur den Tribut zu zollen, den sie verdient.

Fazit

Exzellente Darsteller, stimmiger Zeitkolorit und flottes Erzähltempo verleihen dem Mix aus Biopic und Sportdrama seinen Charme. Doch der Kampf gegen Diskriminierung, den die Produktion zu unterstützen vorgibt, ist ein bloßes Schaugefecht, das den Verlierer als heimlichen Sieger vom Platz entlässt.

Autor: Lida Bach

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