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Zur Hölle mit der Schatzkarte! Dadurch, dass die Abenteuer-Schriftstellerin Joan Wilder (Kathleen Turner) den Lageplan des grünen Diamanten besitzt, beginnt für sie das Abenteuer, das alle ihre Romane in den Schatten stellt. Gangster fordern die Karte für das Leben ihrer Schwester. Doch es kommt anders, als man denkt: Joan wird auf dem Flughafen von Bogota entführt, von Gangstern verfolgt, gerät in die Gewalt korrupter Militärs und kann sich nur in die Hände des verwegenen Abenteurers Colton (Michael Douglas) retten. Die Jagd durch den Dschungel beginnt. Durch eine undurchdringliche grüne Hölle, in der Krokodile, Gangster und die Piloten eines Flugzeugwracks lauern. Werden sie den grünen Diamanten finden, oder geschieht erst noch viel, viel mehr?

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Was für eine Schlittenfahrt!“

Überwältigt von ungestillten Sehnsüchten blickt sie dem gesichtslosen Helden auf der Cover ihrer Schmalzromane entgegen. Sie, das ist Joan Wilder (Kathleen Turner, Der Rosenkrieg), eine einsame Schriftstellerin, die so kitschanfällig ist, dass sie sogar in der Lage scheint, über ihre eigenen Worte Tränen zu vergießen. Und warum auch nicht? Irgendwie ist es doch schon reichlich deprimierend, wenn man sein täglich Brot damit verdient, sich die schönsten Liebesgeschichten aus den kreativen Ärmeln zu schütteln, das eigene Leben aber quasi die Antithese zu der hoffnungslosen Romantik darstellt, an der sich die Protagonisten in Wilders einträglichen Büchern regelrecht mästen. Der Fall ist klar: Ein Abenteuer muss her, der Schalen des tristen Alltags müssen aufplatzen – und natürlich muss ihr auch ein Held zur Seite gestellt werden!

Gesagt, getan. Robert Zemeckis (Forrest Gump) und seine vierköpfige Drehbucharmada werden Joan schon bald nach Kolumbien schicken, wo sie sich auf die Suche nach ihrer entführten Schwester begibt und schon bald auf den drahtigen Jack T. Colton (Michael Douglas, Der Geist und die Dunkelheit) trifft, einem fluchenden Draufgänger und Überlebenskünstler, der nicht nur den Dschungel kennt, sondern auch ein Händchen dafür beweist, das weibliche Geschlecht genauso zu umgarnen wie auch zu erzürnen. Natürlich ist Jack T. Colton ein Archetyp von Abenteuer, konsequent vor der Folie eines Indiana Jones entstanden, dessen kommerziellen Erfolg Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten sich auch zum Vorbild genommen hat. Wie schon Indy in Jäger der verlorenen Schatzes bekommen es Joan und Jack nicht nur der grünen Hölle und dünkelhaften Gestalten zu tun, sondern sind auch der ganz großen Beute auf der Spur.

Den ansteckenden Enthusiasmus des Klassikers von Steven Spielberg emuliert Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten sicherlich nicht, dafür treibt er dann doch zu offensichtlich in dessen Kielwasser. Robert Zemeckis aber scheint durchaus Spaß an dieser durchaus actiongeladenen Geschichte gehabt zu haben und lässt Kathleen Turner und Michael Douglas, die beide herrlich aufgelegt sind, von einem Schlamassel ins nächste tappen und dabei die Konventionen des Genres durchaus spritzig abgrasen: Da gibt es natürlich die knarrende Hängebrücke, die es notgedrungen zu überqueren gilt, es gibt Höhlen hinter Wasserfällen, die entdeckt werden wollen, und natürlich muss man es sich auch gefallen lassen, nachdem man ein ganzes Feld an Stromschnellen geradeso gemeistert hat, wider Erwarten einen solchen Wasserfall hinunterzustürzen.

Auf der Suche nach dem grünen Diamanten ist eben klassisches, durchweg sauber erzähltes, mit einigen äußerst stimmungsvollen Sets gesegnetes, aber weitgehend risikoscheues Abenteuerkino. Warum der Film letztlich so amüsiert und temporeich bleibt, liegt primär an seinen Darsteller. Michael Douglas steht nicht nur voll im attraktiven Saft, seine markige Präsenz hat sogar fast das Potenzial, der kantigen Verwegenheit eines Indiana Jones singulär Paroli zu bieten. Gerade die knisternde Chemie zwischen Douglas und Kathleen Turner, die zu jener Zeit ohnehin ein Bank war und mit jedem ihrer Schauspielkollegen harmonierte, macht Auf der nach dem grünen Diamanten lebendig. Als abrundendes Sahnehäubchen gibt es dann noch Danny DeVito (L.A. Confidential), einer der klügsten Menschen Hollywoods, der als quirlig-verlogenes Energiebündel treffsicher aus der zweiten Reihe agieren darf.

Fazit

"Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" ist keine ernsthafte Konkurrenz für "Indiana Jones", doch Robert Zemeckis zeichnet sich hier für klassisches, durchweg sauber erzähltes Abenteuerkino aus, welches nicht nur durch stimmungsvolle Sets glänzt, sondern gerade durch seine tollen Darsteller Treffer erzielt. Da verzeiht man dem Film sogar sein risikoscheues, konventionelles Gemüt, denn Spaß macht diese Schlittenfahrt durch den kolumbianischen Dschungel allemal.

Autor: Pascal Reis

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