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Turbulente US-Actonkomödie von Ex-Stuntman und Regisseur Hal Needham mit Burt Reynolds in der Hauptrolle. Er spielt den Rennfahrer J.J. McClure, der beim Cannonball-Run, einem illegalen Autorennen quer durch die ganze USA gegen seine Konkurrenten antritt.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Der Generation von heute sind Vin Diesel und Paul Walker als adrenalinsüchtige Rennfahrer mit Benzin im Blut hinreichend bekannt. Doch gab es die Idee der mutigen, fast schon geisteskranken, Rennfahrer nicht erst seit 2001. Lange bevor The Fast and the Furious ein nicht enden wollendes Franchise nach sich zog, gab es Auf dem Highway ist die Hölle los. Doch wird hier die Hauptfigur nicht von einem Steroidmonster verkörpert, sondern von niemand anderem als „Mr. Schnauzbart“ Burt Reynolds. Doch sollte man die Filme nicht vergleichen, da doch eine andere Intension dahinter steht.

Auf dem Highway ist die Hölle los ist die Mischung aus Klamaukkomödie und Ensemble Film. Der ehemalige Stuntman und Regisseur Hal Needham versammelt in seinem Film alles, was im Jahre 1981 Rang und Namen hat. So sehen wir neben Reynolds Größen wie Roger Moore, Farrah Fawcett, Dean Martin, Adrienne Barbeau, Jackie Chan, Sammy Davis Jr. und Peter Fonda um nur ein paar Namen zu nennen. Bei einem solchen Cast ist es wichtig eine gute Balance zu finden, damit niemand zu kurz kommt.  Und die händelt Needham ziemlich gut. Obwohl die Geschichte sowie auch die Figuren einem Grundplot folgt, könnte man fast meinen, dass es sich bei Auf dem Highway ist die Hölle los um einen Episodenfilm handelt. Jedes Auto des legendären Cannenball-Rennens hat eine eigene Geschichte. Doch die einzelnen Episoden kreuzen sich innerhalb des Filmes um am Ende komplett wieder zusammenzuführen.

Und obwohl so viele Schauplätze geschaffen werden, kann der Zuschauer immer den Überblick behalten und sogar die Figurenzeichung ist geglückt. Zwar kommen ein paar interessante Charaktere zu kurz, doch soll dies kein Kritikpunkt sein. Bei der Fülle an Schauspielern und Charakteren grenzt es fast schon an ein Wunder, in der kurzen Laufzeit, die Figuren wenigstens etwas zu beleuchten.  Doch kommt es bei Auf dem Highway ist die Hölle los nicht auf die Figuren an sondern auf das halsbrecherische Rennen selbst sowie die komödiantischen Aspekte.

Bei der Action merkt man deutlich, dass ein Mann vom Fach den Film inszeniert hat. Die Qualität der Stunts war damals bestimmt beeindruckend. Keine Computereffekte oder unnötigen Explosionen dominieren den Film, sondern wir sehen handgemachte Stunts. Doch muss man ehrlich gesagt zugeben, dass die Action etwas schlecht in die Jahre gekommen ist. Ein Beispiel: Wenn ein Wagen sehr schnell fährt ist es offensichtlich, dass der Film nur vorgespult wurde. Was damals beeindrucken konnte, wirkt heute etwas altbacken, fast schon billig. Besonders für die jüngere Generation wird es schwer sein, neben den hochklassigen Actionfilmen der Neuzeit, den Film ernst zu nehmen.

Kommen wir zu den Gags selbst. Leider, leider, leider sind auch diese schlecht gealtert. Viele Running-Gags des Filmes charakterisieren die Eigenarten der Schauspieler selbst oder spiegeln das damalige Zeitgefühl wieder. Wenn beispielsweise die Figur des Roger Moore’s sich selbst für Roger Moore und James Bond hält, ist das ein Gag, den vermutlich nur die etwas älteren James Bond Fans verstehen werden. Auch das Trinkverhalten von Dean Martin wird thematisiert. In fast jeder Szene hat seine Figur einen Drink in der Hand oder hätte gerne einen. Doch verstehen das viele einfach nicht. Anders als bei Komödien alla Die Nackte Kanone, welche im selben Jahrzehnt erschien, sind hier die Gags alles andere als zeitlos. Schade eigentlich, weil durchaus geglückte Gags dabei sind und mit mehr allgemeinbezogenen Späßen, der Film heute etwas besser dastehen würde.

Fazit

"Auf dem Highway ist die Hölle los" ist ein Film für Nostalgiker. Leider wird man heute nicht mehr viele unter 30-Jährige beeindrucken können, wobei das nicht am Schauspiel, der Action oder der komödiantischen Elemente. Der Film ist einfach schlecht gealtert, wobei es durchaus nachvollziehbar ist, warum er in der damaligen Zeit Kult war.

Autor: Christian Kühnemann

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