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U.S. Navy SEAL Chris Kyle hat bei seinem Einsatz im Irak eine einzige Aufgabe: seine Kameraden zu schützen. Seine überragende Treffsicherheit rettet auf dem Schlachtfeld unzähligen Soldaten das Leben, und als die Berichte seiner mutigen Taten die Runde machen, verdient er sich den Spitznamen "Legende". Doch auch auf der Seite des Feindes wird sein Name bekannt: Als ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird, gerät er ins Visier der Aufständischen. Einen ganz anderen Kampf muss er an der Heimatfront bestehen: Wie soll er sich als Ehemann und Vater bewähren, wenn die halbe Welt zwischen ihm und seiner Familie liegt? Trotz der Gefahr und der gravierenden Auswirkungen auf seine Lieben daheim bewährt sich Chris auf vier grauenhaften Einsätzen im Irak, wobei er persönlich für das SEAL-Motto einsteht, dass "kein Mann zurückgelassen wird". Doch als er endlich zu seiner Frau Taya Renae Kyle und zu seinen Kindern zurückkehrt, merkt Chris, dass es der Krieg ist, den er nicht hinter sich lassen kann.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„American Sniper“ versagt glücklicherweise nicht auf ganzer Linie. Gerade in seiner Inszenierung brilliert Clint Eastwood ein mal mehr und liefert nach dem schnarchigen „Jersey Boys“ und dem meh-igen „J. Edgar“ seine inszenatorisch wohl beste Arbeit seit „Letters from Iwo Jima“ ab. In den Situationen, in welchen Chris Kyle seinem Beruf nachgeht, ist „American Sniper“ am stärksten und offenbart einige Szenen so intensiv und spannend, dass man sich selbst beim Luft anhalten ertappt. Zudem macht Bradley Cooper einen fantastischen Job und beweist endgültig, dass er einer der ganz großen Darsteller Hollywoods ist, falls jemand dies noch bezweifelt haben sollte. Seine Performance fällt extrem nuanciert und realistisch aus, ob er jedoch wirklich besser war als Jake Gyllenhaal in „Nightcrawler“ darüber lässt sich streiten (Tipp: Er war es nicht.)

Darüber hinaus zeichnet Drehbuchautor Jason Dean Hall ein Charakterdrama um eine Figur, die besessen ist von Krieg und Tod, wobei Chris Kyle als ein guter Mensch porträtiert wird, der nicht mit dem Wissen leben kann, dass seine Kameraden im Irak sterben, wenn er sie nicht aus großer Entfernung beschützt. Und so zieht es ihn immer wieder zurück in den Nahen Osten, worunter seine Beziehung zu seiner Frau leidet und diese Beziehung eigentlich auch im Mittelpunkt des Films steht.

Doch obwohl „American Sniper“ die Psyche und Motivation von Chris Kyle analysiert (oder es zumindest behauptet), bleibt die Handlung immer stets auf der Oberfläche des Geschehens und geht nie wirklich tiefer als möglich gewesen wäre. Es gibt einige Szenen, die Kyles posttraumatischen Stress andeuten, aber uns nicht so richtig Einblick gewähren lassen wollen. Schwarz-Weiß-Malerei ist ein weiterer Negativpunkt, der auf die Kappe von „American Sniper“ geht, trotz der Tatsache, dass der Irak-Krieg genau wie fast jeder Konflikt auf der Welt eine einzige gigantische Grauzone ist. Chris Kyle wird als ein Kriegsheld dargestellt, der mit seinen Taten klarzukommen versucht. Der Versuch „The Legend“, wie er im Film genannt wird, auf eine humane und persönliche Ebene herabzusetzen, gelingt allerdings nicht. Zudem folgt „American Sniper“ dem unglücklichen Muster von „Black Hawk Down“ und porträtiert die Einheimischen als einen Haufen Wilder.

Obwohl der Cast nicht wirklich groß ist, bleibt Chris Kyle die einzig annähernd interessante Figur im gesamten Film, während seine Frau in einem Strudel der uninteressanten Langeweile untergeht. Selbstverständlich ist Kyles Frau, hervorragend dargestellt von Sienna Miller, eine wichtige Figur in der Geschichte und Kyles Charakterentwicklung. Mehr ist sie allerdings nicht. Ein Plotdevice. Drehbuchautor Jason Dean Hall schafft es nicht ihr eine interessante Persönlichkeit zu verleihen und so bleibt sie von Anfang bis Ende ein Charakter ohne Gesicht, die nur dazu da ist um den Protagonisten in die nächste Szene zu schubsen.

Große Kontroversen umgeben den Film „American Sniper“ momentan aufgrund der Tatsache, dass Drehbuchautor Jason Dean Hall (ob bewusst oder nicht) die Figur des Chris Kyle nicht exakt realitätstreu beschreibt und porträtiert. Während Kyle im Film als ein etwas zu patriotischer Held dargestellt wird, wird die Haltung des tödlichsten Scharfschützen zu den Irakis und zum Islam verschleiert. Aussagen aus seiner Biografie, wie er Spaß daran gehabt habe Menschen zu töten, wie er es jederzeit wieder tun würde, wie die Welt ein besserer Ort ohne diese „Wilden“ sei, wie er zuhause auf seiner Ranch seine Tiere misshandelt habe, werden alle unter den Teppich gekehrt.

Fazit

American Sniper“ ist ein inszenatorisch und darstellerisch brillantes, aber in seiner Handlung und seiner Charakteranalyse doch sehr schwaches Drama um einen Mann, der immer wieder den Krieg und seinen Spaß am Töten von Menschen im Irak seiner Frau und seinen Kindern vorgezogen hat. Dass der Teil mit dem Spaß am Kill im Film gänzlich unter den Teppich gekehrt wird, macht aus „American Sniper“ nicht zu wenigen Teilen einen Propaganda-Film, den man von Clint Eastwood dann doch nicht erwartet hätte. Von der Vorlage unabhängig ist „American Sniper“ ein brauchbarer Film, der in der Gleichstellung zu Chris Kyles' Biografie unter seiner eigenen heuchlerischen Propaganda in sich zusammenfällt.

Autor: Kadir Güngör

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