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Willkommen auf der Erde, einem der gefährlichsten Planeten im All. Nein, nicht gefährlich für den Verstand, auch wenn das Vormittagsprogramm mancher Sender den Zuschauer vehement vom Gegenteil zu überzeugen versucht, sondern gefährlich für Leib und Leben. M. Night Shyamalan inszeniert in „After Earth“ unseren blauen Planeten als eine Art zweites Pandora, einen Ort, an dem die Umwelt ihr bestmögliches tut, um fremde Organismen zu vernichtet. Dummerweise finden sich Cypher und Kitai Raige ( Will und Jaden Smith) nach einer Bruchlandung auf eben jenem Planeten wieder und so beginnt ihr Kampf auf Leben und Tod, denn schon bald merken sie, dass nicht nur die hiesige Natur jagt auf sie macht.

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Kritik

Mit cleveren Blockbustern, wie „The Sixth Sense“, oder „Unbreakable“ eroberte M. Night Shyamalan („Devil“, „The Happening“) zur Jahrtausendwende die Herzen von Fans und Kritikern gleichermaßen, die den damals 30jährigen als das neue Wunderkind Hollywoods feierten. Doch es braucht weit mehr als zwei gute Filme, um sich auf lange Zeit in der Branche behaupten zu können. Im Falle Shyamalans scheint es jedoch, als habe er sich von dem Höhenflug nie erholt, denn während ein „Signs“ zumindest noch den Fans gefiel, wurde bereits der 2006 erschienene „Lady in the Water“ von allen Seiten mit schlechter Kritik bombardiert und über „The Last Airbender“ verliert man besser gar kein Wort. Für gewöhnlich ist Shyamalan jedoch nicht nur als Regisseur in seinen Werken tätig, er schreibt auch die dazugehörigen Drehbücher. Nicht jedoch in „After Earth“, der aus der Feder von Hollywood Superstar Will Smith („Bad Boys“, „Men in Black“) stammt. Als reiner Söldner scheint der Einfluss Shyamalans daher sehr gering auszufallen, was einem spätestens am fehlen seiner berühmten Trademarks, wie etwa dem ewig wiederkehrenden, und nach 12 Filmen überhaupt nicht vorher zu sehenden, Twist im dritten Akt. Doch gerade dadurch wird einem umso stärker bewusst, dass er als reiner Regisseur bestenfalls im soliden Mittelfeld spielt, denn „After Earth“ wirkt so, als würde er aus der Feder einem beliebigen No-Names stammen, was zumindest den Fans Shyamalans sauer aufstoßen wird.

Wie Eingangs erwähnt stammt die Geschichte des Films von Will Smith, der, mit Ausnahme einiger Sitcom Episoden, bisher eher wenig geschrieben hat. Leider zeigt „After Earth“ auch deutlich warum dies der Fall ist, denn die Story weist teilweise gravierende Lücken auf, ist zu Beginn sehr zerfasert und vor allem ist sie wenig originell. Man könnte es als einen Mix aus „Avatar“, „I am Legend“ und „Predator“ bezeichnen, wobei  jeder der genannten Filme als Gesamtkunstwerk wesentlich besser funktioniert. Doch wenn uns Menschen wie Michael Bay etwas gelehrt haben, dann die Tatsache das es nicht auf eine gute Geschichte ankommt, solange die Action und die Effekte stimmen.

Beide Punkte überzeugen auch in „After Earth“, zwar ist man sich zu jeder Zeit bewusst auf der Leinwand CGI Tiere zu sehen, unter dem Deckmantel von „tausend Jahren Mutation“ kauft man dem Film das Ganze jedoch dankend ab, schließlich haben wir es hier nicht mit einem Streifen der Marke „Life of Pi“ zu tun. Die Actionszenen indes ist rasant und hübsch anzusehen, leiden jedoch teilweise an dem etwas zähen Pacing des Films.

Doch Smith wurde ja nicht als Schreiber berühmt, sondern als Schauspieler. Was ihn jedoch bei diesem Film geritten hat wissen nur die Götter, denn auch wenn seine Rolle ein gewisses Maß an Steifheit benötigt, so steht dies doch in keinem Verhältnis zu seiner, teilweise beängstigenden, hölzernen Performance. Die Vermutung liegt nahe, das er seinem Sohn Jaden („ The Persuit of Hapiness“, „Karate Kid“) mehr Raum zur Entfaltung geben wollte und das schafft er auch, denn der Fokus des Films liegt ganz klar bei ihm. Bewies dieser zuletzt im gelungenem Remake von „Karate Kid“, dass er durchaus etwas auf dem Kasten hat, scheint er hier allerdings zu versuchen die gesamte emotionale Last des Films auf seinen Schultern zu tragen, was ihm freilich nicht gelingt. Ob dies nun ein Fehler der Regie, des Drehbuches, oder des Schauspielers ist, nun da wird jeder eine andere Meinung haben, schlussendlich zählt nur das Ergebnis und das ist leider sehr ernüchternd.

Abschließend sei noch kurz auf die dunkle Wolke eingegangen, die schon, weit vor der Veröffentlichung, wie ein drohender Schatten über dem Projekt schwebte. Die Rede ist natürlich von der Verbindung des Films zur Sekte Scientology, denn Will Smith ist schließlich Mitglied und seine Motivation diesen Film zu schreiben und zu produzieren kam sicher nicht von Ungefähr. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anspielungen und Andeutungen, sei es der sehr klinisch wirkende Look der Zivilisation, das Zukunftsbild des Menschen, oder die Art und Weise wie Vater und Sohn im Film miteinander kommunizieren. Das alles sind jedoch Kleinigkeiten, an denen man sich nicht all zu sehr aufreiben sollte. Zwar mag hinter dem Film eine andere Intention stecken, doch wird man hier weder Bekehrt noch Belehrt und ein kurzer Blick in die Filmvita von Leuten wie Tom Cruise und Co. Reicht aus, um etliche weitere Werke zu finden, bei deren Entstehung die Sekte mit Sicherheit ihre Finger im Spiel hatte.

Fazit

Auch wenn der Film keine Bruchlandung hinlegt, mit „After Earth“ hat sich keiner der Beteiligten einen großen Gefallen getan. Die Geschichte wirkt sehr Bemüht und die schauspielerische Leistung ist bestenfalls im Mittelmaß. In den knapp 100 Minuten wird man dennoch recht solide unterhalten, auch wenn es aktuell mit Sicherheit bessere Alternativen gibt. Für Genre Fans interessant, alle Anderen sollten besser auf den DVD Release warten.

Autor: Sebastian Pierchalla

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