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Der drogenabhängige und seines Lebens überdrüssige Auftragskiller Lucas (Sam Worthington) bringt es nicht übers Herz sein Zielobjekt – die 16jährige Ella Hatto (Odeya Rush) – zu liquidieren, wodurch er ins Fadenkreuz seines Auftraggebers gerät. Ein gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel quer durch Europa beginnt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Killing can be so boring

Auf dem Papier klingt The Hunter’s Prayer nach einem B-Action-Kracher mit Unterhaltungsgarantie. Regisseur Jonathan Mostow (Terminator 3: Rise of the Machines) hat schon des Öfteren bewiesen, dass er zwar nicht zu den ganz großen seines Faches zählt, aber Actionszenen ungemein kraftvoll zu inszenieren versteht. Sam Worthington hat neben seiner Rolle in Avatar auch schon so manch anderen Streifen mit seinem kernigen, unterkühlt zurückgenommenen Schauspiel veredelt. Die angerissene Zusammenfassung am Back-Cover der Blu-ray von Universum Film verspricht einen straighten Thriller, der in den 90er Jahren wohl Steven Seagal, Jean-Claude Van Damme oder Dolph Lundgren gut zu Gesicht gestanden wäre. Folglich stünde einem unterhaltsamen 90minütigen Ausflug in actionreiche Spannungsgefilde nichts mehr im Wege.

Dem versierten Filmkenner ist natürlich bewusst, dass es neben Regisseur, Grundprämisse und Hauptdarsteller noch so manch anderen Faktor zu bedenken gibt, der einen Film auf der ganzen Linie scheitern lassen kann. Im Fall von The Hunter’s Prayer handelt es sich dabei vor allem um das unglaublich uninspirierte, streckenweise wirklich dämliche Drehbuch von Paul Leyden und Kevin Wignall. Neben der Tatsache, dass keine einzige Szene auch nur einen Funken Eigenständigkeit versprüht, wirkt die dargebotene Handlungsabfolge wie ein missglücktes Best-Of diverser Auftragskillerstreifen. Auf den Mord an der Familie, folgt die Rettung durch einen Killer, folgt die Flucht vor Gangstern, folgt die Trennung der Beiden, folgt die Ermordung des Aggressors, folgt die Katharsis des Helden - und danach lebten sie glücklich bis ans Lebensende.

Natürlich darf von einem B-Movie keine oscarreife Handlung erwartet werden. Aber zumindest einen klar erkennbaren roten Faden oder ein verbindendes Element zwischen den durchaus gut gemachten Actionszenen kann man sich von einer 17 Millionen Dollar Produktion schon erhoffen. Außerdem stößt es ungemein bitter auf, wenn in Zeiten von erhöhten Terrorwarnstufen und internationalen Eingreiftruppen, ein Killer, wahllos Menschen erschießen, danach vom Tatort verschwinden und sich in ganz Europa unbehelligt über diverse Grenzen hinaus bewegen kann. Ein nach kürzester Zeit erfolgreich beendeter kalter Entzug soll an dieser Stelle gar nicht erst breitgetreten werden. Durch solche Plottwist wird man als Zuseher leider viel zu offensichtlich für dumm verkauft.

Grundsätzlich positiv zu erwähnen sind, neben den bereits erwähnten Actionszenen und Sam Worthingtons Darstellung des (lebens-)müden Killers, auch die ruhige Kameraführung und die durchwegs geglückte Bildgestaltung. Ob das jedoch einen Grund darstellt, sich The Hunter’s Prayer ins heimische DVD-Regal zu stellen sei dahingestellt.

Fazit

"The Hunter’s Prayer" ist ein unterdurchschnittlicher B-Action-Thriller, der weder durch seine Story noch durch seine Inszenierung wirklich punkten kann. Einige gut gelungene Shoot-Outs, ein abwechslungsreiches Setting und ein passend besetzter Hauptdarsteller können am Gesamteindruck leider nur mehr wenig verbessern.

Autor: Christoph Uitz

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