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Inhalt

Im Mittelpunkt steht eine Elite-Einsatztruppe der Anti-Drogen-Behörde DEA, die den gefährlichsten Kartellen der Welt den Kampf angesagt hat. Nachdem die eingeschworene Truppe um Teamchef Wharton (Arnold Schwarzenegger) einen riskanten Angriff auf das Geheimversteck eines Kartells ausgeführt hat, erscheint die Mission zunächst erfolgreich beendet - doch dann werden immer mehr Teammitglieder nach und nach auf unerklärliche Weise ausgeschaltet. Während die Verluste weiter steigen, gerät die Loyalität eines jeden unter Verdacht.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Wir haben dem Teufel die Muschi gefingert.“

Ja, warum auch nicht? Bei „Sabotage“ gehören solche verbalen Schmuckstücke nicht nur zum guten Ton, sie bilden praktisch 2/3 aller gesprochenen Dialoge. Gefühlt zumindest. Schwanz, Wichser, Möse, ficken, eins, zwei, drei. So geht das zu bei der Truppe rund um Silberrücken Breacher (Arnold Schwarzenegger, „Terminator“) und seinen lustigen Gesellen. Primitivste Tiere in Menschengestalt, auch wenn besonders Sam Worthington („Zorn der Titanen“) sich alle Mühe gibt, auch damit nicht in Verbindung gebracht zu werden. Sollten die Wikinger irgendwann aufschlagen und nach einem desertierten Kameraden suchen, nicht wundern.

Warum Skip Woods (nach seinem ganz netten Debütfilm "Thursday - Ein mörderischer Tag“ nur noch untragbar) immer noch Drehbücher für große Produktionen schreiben darf grenzt schon an blanken Hohn. Verantwortlich für den Meuchelmord an der „Stirb Langsam“-Reihe und der Zerstörung eines Kindheitstraums mit der Katastrophen-Serien-Adaption „Das A-Team“ betreibt er nun nicht nur  Sabotage an einem weiteren Relikt (ja, so muss er jetzt leider bezeichnet werden) der 80er, er versetzt ihm den vielleicht endgültigen Todesstoß. Arnold Schwarzenegger ist durch, komplett, und nun muss er auch noch durch so eine Rotze schwanken, die nicht mal annährend versucht, ihn zumindest halbwegs effektiv und auf das letzte Bisschen Restkönnen beschränkt in Szene zu setzten. Arnie wirkt nicht nur wie sein eigener Großvater, sondern auch durchgehend wie im völlig falschen Film. Natürlich ist er an dieser Peinlichkeit nicht ganz unschuldig, ob sein Comeback wirklich hätten sein müssen darf stark bezweifelt werden. Während sein einstiger Dauerrivale Sylvester Stallone auch heute noch zumindest ansatzweise (für sein Alter sogar erstaunlich) drahtig und gut in Schuss wirkt, sieht er inzwischen aus als würde er auf den Bus warten, um 17 Uhr gibt’s Abendbrot. Schon bei „The Last Stand“ musste man Angst und Bange sein, dass er sich bei seinen angedeuteten Bewegungsversuchen die Hüfte bricht. Die Gefahr läuft er hier zumindest nicht, Action-Arnie darf mal ´ne dicke Wumme im gemäßigten Gang vor sich her tragen, zumindest da wurde er geschont. Entwürdigend ist das trotzdem. Für alle Beteiligten.

„Sabotage“ ist und will auch gar kein klassisches Schwarzenegger-Vehikel sein. Geht trotz einiger Feuergefechte mehr in Richtung Thriller, nur die sollten laut Definition eigentlich spannend sein. Geboten wird nur ein (nicht im positiven Sinne) ultra-zynisches, menschenverachtendes, aufgesetzt-cooles, grenzdebiles Debakel. Sagenhaft, dass sich nicht auch nur für eine der Figuren so was wie Sympathie entwickeln lässt, dafür sind sie durch die Bank zu grässlich geschrieben und gespielt. Bitter-böse arrangiert in seiner Grundhaltung, nervtötend-lächerlich in seiner Umsetzung. Schwarzenegger’s eigenes, altersschwaches Spiel gerät angesichts der furchtbaren Frauenrollen bald schon in den Hintergrund. Olivia Williams („Maps to the Stars“) müsste normalerweise die Krone für die schlechteste weibliche Darstellerin des Jahres sicher sein. Als androgynes, Kaugummi-kauendes Fabelwesen mit der femininen Ausstrahlung und dem Vokabular eines obdachlosen Seemanns ist sie keine 2 Minuten auch nur ansatzweise zu ertragen. Aber halt, eine toppt auch das noch: Mireille „Oh Baby, die Schlampe hab ich voll gefickt“ Enos („World War Z“). Die dürfte echt nicht mehr zu überbieten sein. Ein Albtraum, wie der gesamte Film.

Mal unter uns Pastorentöchtern, als Arnie seinerzeit in „Das Phantom Kommando“ dutzende Seelen ultra-brutal über den Jordan schickte, was das reines Entertainment. In „Sabotage“ wird auf jeglichen Spaß konsequent verzichtet. Um die nicht vorhandene Spannung und das Nichts von einem Skript irgendwie reizvoll zu gestalten, wird in den Gewaltszenen so übertrieben und exzessiv rumgesaut, Gewalt so selbstzweckhaft zelebriert, das kommt den letzten „Saw“-Filmen schon sehr nah. Kein Versuch, das Ganze nur geringfügig zu entschärfen, bald schon ekelhaft gleichgültig scheißt der Film auf jegliches Feintuning. Zumindest ist man da konsequent. So dampfwalzig-behämmert wie der Rest, unangenehm, fehlgeleitet, total gegen die Wand. Selbst das kann einem Film noch einen gewissen Reiz verleihen, doch „Sabotage“ wird seinem Titel zu 100 Prozent gerecht.

„Munition ist billig. Ein Leben nicht.“

In dem Fall scheinbar schon…

Fazit

Grabgesteck einer ehemaligen Ikone. Arnold Schwarzenegger demonstriert auf erschütternden Art und Weise, dass er nur noch ein greiser Schatten seiner selbst ist. Das allein ist schon fatal genug. Nur dass er sich zum Antreten dieses Beweises auch noch einen der generell schlechtesten Filme seiner Laufbahn aussuchen musste, hebt das Elend noch viel deutlicher hervor. Eine Schande, in jeder Hinsicht.

Autor: Jacko Kunze

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