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Die glitzernde Fassade Hollywoods, die uns in den Boulevard Magazinen täglich vor die Nase gehalten wird, suggeriert eine epochale Gesellschaft der Reichen und Schönen, eine Welt, in der es augenscheinlich keine Probleme gibt. Blickt man jedoch hinter jene Fassade so wird einem schnell bewusst, dass jedes Licht nun mal auch einen Schatten wirft. Dies muss auch die junge Agatha Weiss (Mia Wasikowska) erkennen, die als Tochter einer wahren Bilderbuch Hollywood Familie nun als Agentin für die alternde Schauspielerin Havana Segrand (Julianne Moore) arbeitet.Diese möchte den Star im Remake eines Filmes übernehmen, der einst ihrer Mutter zu Weltruhm verhalf. Jene Mutter verfolgt sie jedoch auch Nachts in ihren Alpträumen, weswegen sich Havana seit geraumer Zeit in Therapie befindet. Dr. Stafford Weiss (John Cusack), Agathas Vater, ist Seelsorger für die Reichen und Schönen, unter anderem auch für die eben angesprochene Havana. Zeitgleich versucht seine Frau Christina (Olivia Williams) die Karriere ihres jungen Sohnes Benjie (Evan Bird) ins Rollen zu bringen, um aus ihm den Teenie Star von morgen zu formen.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Altmeister David Cronenberg, bekannt durch Filme wie „The Fly“ oder „A history of violence“ sitzt nunmehr seit beinahe 50 Jahren auf dem Regiestuhl und man kann ihm daher wohl ohne Bedenken attestieren, dass er um die Schattenseite Hollywoods bestens Bescheid weiß. In „Maps to the Stars“ rechnet er mit jener bunten Popcornwelt der Werbeplakate und Galaveranstaltungen ab, um den Leuten das wahre Gesicht der Traumfabrik zu zeigen. Wie von Cronenberg gewohnt passt der Cast wie die Faust aufs Auge, denn egal ob es alt eingesessene Hollywood Stars wie Julianne Moore und John Cusack sind, oder die neue Garde mit Leuten wie Mia Wasikowska und Robert Pattinson, sie alle geben eine phänomenale Performance auf der Leinwand. Besonders Julianne Moore, die zuletzt in „Non-Stop“ und "Carrie“ nicht wirklich überzeugen konnte, beweist eindrucksvoll was für eine fantastische Schauspielerin sie doch ist. Bisher gab es nur eine Auszeichnung bei den Filmfestspielen in Cannes, aber dies war sicherlich nicht der letzte Preis, den sie für die Rolle der alternden Diva mit seelischen Problemen erhalten wird.

Nein, an den Schauspielern liegt es wahrlich nicht, dass der Film den Zuschauer nicht für sich gewinnen vermag, sondern vielmehr an dem belanglosen Skript und den einfallslosen Figuren, die es dem Zuschauer schwer machen Empathie zu empfinden. Cronenberg kommt mit diesem Film einfach 10 bis 15 Jahre zu spät. Auch wenn uns die Stars von endlos vielen Zeitschriften am Kiosk mit ihrem perlweißen Lächeln anstrahlen, während sie in Abendgarderobe im Wert eines Mittelklassenwagens auf dem roten Teppich posieren, so weiß doch mittlerweile jeder, welch düstere Welt sich hinter jenem lächeln verbirgt. Es braucht keinen Robin Williams und keinen Philip Seymour Hoffman um uns dies vor Augen zu führen.Weil es sich bei dem Film nun einmal um einen wilden Genre-Mix aus Satire, Familien-Drama und Thriller handelt, sind die Figuren gerne mal überzeichnet und wirken in ihrer Gesamtheit dennoch viel zu eindimensional, um auch nur eine entfernte Art von Identifikation mit ihnen aufzubauen.

Dieser Umstand ist auch der Tatsache geschuldet, dass der Film einfach nichts neues erzählt. Zwar wäre es wie oben bereits erwähnt natürlich besser so eine Geschichte zur Jahrtausendwende ins Kino zu bringen, dennoch heißt das nicht, dass man so eine Thematik nicht stimmungsvoll Inszenieren kann. Serien wie „Entourage“ und „Extras“, oder Filme der Marke „Inland Empire“ und Co. hatten alle ihre ganz eigene Herangehensweise, ein Umstand der „Maps to the Stars“ einfach fehlt. Cronenberg setzt hier leider den Trend von seinem letzten Werk „Cosmopolis“ gnadenlos fort, denn auch bei diesem Film präsentierte uns der einst so große Regisseur leider nur kalten Kaffee.

Fazit

Filme, die die Welt nicht gebraucht hat. Ein Vorwurf, den man Altmeister Cronenberg nur selten machen kann, doch leider stimmt er diesem Fall voll uns ganz. Trotz der hervorragenden Leistung des Ensembles gelingt es „Maps to the Stars“ nicht den Zuschauer emotional an sich zu binden, und so hat man die knappen zwei Stunden Laufzeit bereits nach kürzestes Zeit aus seinem Gedächtnis gelöscht. Wer auf der Suche nach einer bitterbösen Hollywood Satire ist, der findet im DVD Regal weitaus Besseres.

Autor: Sebastian Pierchalla

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