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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Die Reporterin Reiko Asakawa untersucht gerade den Mythos eines Videobandes, dass für den Tod von jedem verantwortlich sein soll, der es anschaut, als ihre Nichte Tomoko unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt. Bei ihren Nachforschungen entdeckt sie, dass ebenfalls 3 Freunde ihrer Nichte am selben Tag und zur exakt selben Zeit starben. Asakawa kann die Spuren der 4 Freunde bis zu einem Ferienhaus in Izu zurückverfolgen, wo die Gruppe übernachtet hat... und wo alle das verfluchte Videoband gesehen haben. Als sie sich das Band im Ferienhaus anschaut, klingelt das Telefon und eine unheimliche Stimme teilt ihr mit, dass sie nur noch 7 Tage zu leben hat. Mit der Hilfe ihres Ex-Mannes Ryuji Takayama untersucht sie die Aufnahmen auf dem Band, in der Hoffnung den Fluch rechtzeitig bannen zu können. Doch als sie den Bildern und den Geheimnissen dahinter auf die Spur kommen, müssen sie feststellen, dass die Lösung des Fluches schlimmer als der Tod selbst ist...

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Es sei, als wäre die Furcht selbst plötzlich zum Leben erwacht, heißt es treffen in Hideo Nakatas (Chatroom) filmischem Schauermärchen, das neben diversen Fortsetzungen ein ähnlich lukratives US-Remake anregte. Anders als Gore Verbinskis (Lone Ranger) peinlich angepasste Neuauflage wird das Original dem Zitat gerecht. Die visuelle Reinkarnation des Grauens wärt nur Sekunden auf dem namenlosen Video, das die junge Reporterin Reiko (Nanako Matsushima, Ring 2) bei ihren Nachforschungen findet. Gemeinsam mit der skeptischen Protagonistin sieht das Publikum die Bilder, die Reikos Nichte (Yūko Takeuchi, Creepy) das Leben und deren Freundin den Verstand kosteten. 

Die Immersion in die grobkörnigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, deren Zusammenhanglosigkeit der stringente Plot als konsekutive Allegorie für Schmerz, Irrsinn und Verfall enthüllt, gelingt hier weit effektiver dank technischer Reduktion. Untermalt von Kenji Kawais suggestivem Soundtrack verknüpft der bizarre Film-im-Film die Handlung effektiv mit deren Ursprüngen im Stummfilm und klassischen Spukgeschichten. Was an eine Höllenvision aus dem Kabuki-Theater erinnert entspringt der Fantasie des Mädchens, dessen Name zum Synonym für die Ring-Saga wurde. Sadako (Rie Ino'o, Inugami) ist in der ungleich subtileren Inszenierung umso bedrohlicher, da sie physisch und menschlich unfassbar bleibt.

Ihr Geist sucht während der kultigen Kulmination der aufgestauten Spannung buchstäblich die Zuschauer heim. Doch nicht Voyeurismus wird bestraft. Schweigen und implizierte Verdrängung des zentralen Konflikts besiegeln den Fluch, den eine sinnbildliche Aufarbeitung abwendet. Sadakos Familienhintergrund antizipiert die Konstellation in Reikos kaputter Familie. Tatsächlich ist Sadakos Schicksal das, wie Reiko intuitiv erkennt, ein Märchen, dessen inhärente Lehre weitergegeben werden will. Wird der Kreislauf unterbrochen, verkehrt sich die kathartische Wirkung der Überlieferung in Destruktion. Mit seiner ebenso unterhaltsamen wie atmosphärischen Horror-Parabel trägt Nakata zur Überlieferung unheimlicher Folklore bei.

Fazit

Der Ursprung der Saga, die neben diversen Fortsetzungen eine TV-Serie umfasst, besticht trotz jenes narrativen Ballasts durch seine unheilvolle Atmosphäre. Gespenstische Details und düstere Szenerien geben dem modernen Geister-Horror den Unterton eines finsteren Märchens. Dessen beklemmende Ruhe unterbrechen nur vereinzelte Schreckmomente, deren Effektivität der hohe Bekanntheitsgrad kaum mindert. Der psychologische Subtext ist das Fundament des konzisen Plots, der mehr Spannung bündelt als das nicht nur aufgrund seiner Überlänge unterlegene Remake.

Autor: Lida Bach

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